Nahles will die SPD "durchspülen und entkalken"

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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles räumt erheblichen Reformbedarf in ihrer eigenen Partei ein.

Berlin - SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles räumt erheblichen Reformbedarf in ihrer eigenen Partei ein. Die SPD müsse durchgespült und entkalkt werden. Außerdem sagt sie Jürgen Rüttgers den Kampf an.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles will dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers im bevorstehenden Landtagswahlkampf das Fürchten lehren.

Zugleich räumt sie aber erheblichen Reformbedarf in ihrer eigenen Partei ein. “Die ganze Partei muss durchgespült werden. Die Verkalkungen müssen weg“, sagte Nahles in einem Gespräch mit der “WAZ“-Zeitungsgruppe (Samstagausgabe). Nahles verlangte von der SPD, zurückzufinden zu dem, was sie einmal stark gemacht habe: “Dass sie glaubwürdig ist, einen moralischen Kompass hat und in der Gesellschaft verankert ist.“ Dieser Prozess benötige allerdings Zeit. “Die Neuaufstellung der SPD ist kein Sprint.“

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Zuversichtlich zeigte sich die Generalsekretärin, die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf bei der Wahlen am 9. Mai in Bedrängnis zu bringen. “Wir sind guter Dinge, dass es gelingt, Jürgen Rüttgers das Fürchten zu lehren“, sagte Nahles. “Seine Regierung schwächelt. Das gilt für das Personal, das gilt für die Bildungspolitik.“ So sei Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, das am dreigliedrigen Schulsystem festhalte, “obwohl alle Studien, alle Erfahrungen dagegen sprechen“.

Mit Blick auf mögliche Macht-Optionen sprach sich Nahles dafür aus, die Kontakte mit den Grünen mehr zu pflegen. “Programmatisch, inhaltlich wie kulturell liegen uns die Grünen am nächsten.“

ap

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