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Ukraine-Krieg: Slowakei bietet Ukraine 11 MIG-29-Kampfjets an

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Von: Tim Vincent Dicke, Vincent Büssow, Nail Akkoyun, Jan-Frederik Wendt, Sandra Kathe, Lukas Zigo, Moritz Serif, Nadja Austel, Marvin Ziegele, Andreas Apetz, Lucas Maier, Sarah Neumeyer

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Russland rekrutiert neue Soldaten und setzt eine berüchtigte Einheit ein: der News-Ticker am Montag, 25. Juli.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 22.55 Uhr: Russische Truppen versuchten seit Wochen das Kraftwerk Wuhlehirsk einzunehmen. Nun haben sie laut dem ukrainischen Generalstab einen Teilerfolg verzeichnen können. Trotz des Namens liegt das Kraftwerk Wuhlehirsk im Gebiet Donezk nicht in der von Russland besetzten Stadt Wuhlehirsk. Der ukrainische Generalstab teilte auch mit, dass ukrainische Truppen eine russische Offensive auf das Dorf Pokrovske im Gebiet Donezk zurückgeschlagen hätten.

+++ 19.50 Uhr: Der Verteidigungsminister der Slowakei, Jaroslav Nad, ist offen für Gespräche über die Übergabe ihrer Flotte von 11 MIG-29-Kampfjets an die Ukraine, das berichtete Sky. Nad sagte, sein Land sei nicht groß genug, um die gesamte Flotte zu verschenken. Es benötige Verbündete, die Ersatzflugzeuge oder Geld anbieten. Er sagte, jede MIG-29 sei etwa 35 Millionen Euro wert.

Ukraine News: Selenskyj ernennt neuen Kommandeur der Spezialeinsatzkräfte

+++ 19.50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ Hryhorii Halahan aus dem Amt des Kommandeurs der Spezialeinsatzkräfte und ernannte Viktor Khorenko zu diesem Posten. Die „Special Operation Forces“ sind eine Abteilung der ukrainischen Streitkräfte. Sie führen Aufklärungsmissionen und verdeckte Operationen hinter den feindlichen Linien durch.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. © Ukraine Presidency/dpa

Schwere Waffen für die Ukraine: Erste Gepard-Panzer aus Deutschland eingetroffen

+++ 19.00 Uhr: Heute hat die Ukraine die ersten Flugabwehrpanzer des Typs Gepard aus Deutschland erhalten. „Heute sind offiziell die ersten drei Geparde eingetroffen“, sagte Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Montag im ukrainischen Fernsehen. Dazu seien auch mehrere Zehntausend Schuss Munition übergeben worden. Ob demnächst auch deutsche Kampf- und Schützenpanzer folgen werden, bleibt unklar.

Ukraine erhält im Juli erste Gepard-Panzer aus Deutschland
Ein in einer Sonderfarbe lackierter Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard fährt auf dem Schießplatz eine Ehrenrunde. © Carsten Rehder/dpa

Die Gepard-Panzer sind gut fünf Monate nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die zweite Lieferung schwerer Waffen aus Deutschland ins Krisengebiet. Insgesamt soll die Ukraine 15 Gepard-Panzer erhalten.

Ukraine nimmt russischen Spion fest – Berüchtigte Einheit offenbar im Einsatz

+++ 17.15 Uhr: Nach den russischen Raketenangriffen auf den Hafen in Odessa am Schwarzen Meer sieht Moskau keine Hindernisse für den Export von Millionen Tonnen des ukrainischen Getreides. Die Raketen seien im militärisch genutzten Teil des Hafens eingeschlagen und damit in „bedeutender Entfernung“ von den Getreidesilos, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag auf seiner Afrikareise in der Demokratischen Republik Kongo. Der Erfüllung der Vereinbarung von Istanbul vom Freitag stehe von russischer Seite nichts im Wege, sagte er. Zugleich machte Lawrow deutlich, dass es jederzeit wieder einen solchen Anschlag geben könne. Russland ist nach den Worten Lawrows in dem Abkommen von Istanbul keinerlei Verpflichtungen eingegangen, „die es uns verbieten würden, die militärische Spezialoperation fortzusetzen und die militärische Infrastruktur und andere militärische Ziele zu zerstören“. Russland nennt den Angriffskrieg gegen die Ukraine nur „militärische Spezialoperation“.

+++ 16.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den stellvertretenden Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates Demnchenko entlassen. Das geht aus einer Mitteilung auf der Website des Präsidenten hervor. Bislang ist unklar, was die Gründe dafür sind. Demnchenko setzte sich laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent für die Unterzeichnung der sogenannten Charkiw-Verträge im Jahr 2010 ein. Diese sollen die illegale Annexion der Halbinsel Krim begünstigt haben. Dies lässt sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 15.00 Uhr: In Kiew wurde offenbar ein russischer Kollaborateur der russischen Streitkräfte verhaftet. Wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet, soll der 41-Jährige seit April 2022 zahlreiche Fotos von Aufmarschrouten ukrainischer Truppen nach Moskau geschickt haben. Er wird laut Bericht beschuldigt, die Informationen über einen Kontakt in den besetzten Gebieten an Russland weitergegeben zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Offenbar 50 russische Munitionsdepots zerstört

+++ 14.00 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben laut Angaben von Verteidigungsminister Olexij Resnikow 50 russische Munitionsdepots mit US-Präzisionsraketen zerstört. „Das unterbricht deren Nachschub-Ketten und nimmt ihnen die Fähigkeit, Kämpfe aktiv zu führen und unsere Kräfte unter schweres Artillerie-Feuer zu nehmen“, sagte Resnikow im ukrainischen TV.

Das belege den wachsenden Einfluss der aus den USA gelieferten mobilen Mehrfachraketenwerfer vom Typ „Himars“ auf die Kämpfe. Resnikows Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Berüchtigte Einheit soll Widerstand brechen

+++ 12.15 Uhr: Laut Angaben des ukrainischen Geheimdienstes kommt in Cherson auch die berüchtigte Berkut-Bereitschaftspolizei in der russischen Armee zum Einsatz. Diese solle nun den Widerstand in besetzten Gebieten, wie Cherson, brechen, heißt es in einem Lagebericht. Dies lässt sich allerdings nicht unabhängig prüfen. Die einst dem Innenministerium der Ukraine unterstellten Berkut-Einheiten waren im Jahr 2014 an der Niederschlagung von pro-europäischen Protesten in der Ukraine beteiligt. Nach der Flucht des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch löste die Regierung in Kiew sie auf. Auf der von Russland illegal annektierten Krim war die Spezialeinheit allerdings weiterhin willkommen.

+++ 11.15 Uhr: In der Ukraine sind Panzer aus Polen eingetroffen. Das bestätigte Andrj Jermak, Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, am Montag. Dabei handelt es sich um Panzer des Typs „PT-91 Twardy“ – um wie viele es sich handelt, ließ Jermak allerdings offen. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent.

+++ 11.00 Uhr: Was die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ berichtet (s. Update v. 10.15 Uhr), bestätigt auch der ukrainische Sicherheitsdienst. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet von Folter der russischen Truppen gegenüber der Zivilbevölkerung. Das betrifft laut Bericht vor allem das Gebiet Cherson. „Die Opfer sind psychologischem Druck, Gewalt und Todesdrohungen ausgesetzt“, erklärte der Sicherheitsdienst der Ukraine am Montag. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 10.15 Uhr: Russische Truppen foltern und entführen die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja. Zu diesem Schluss kommt die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ in einem Bericht. Darin heißt es, dass russische Soldaten in den Regionen „Zivilisten gefoltert, unrechtmäßig festfenommen und gewaltsam verschwinden“ haben lassen. Kriegsgefangene seien in der Ukraine zahlreichen Foltermethoden ausgesetzt.

+++ 09.30 Uhr: Einer Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums zufolge steht Russland vor dem Dilemma, entweder „Ressourcen für die Offensive im Osten der Ukraine bereitzustellen oder die Verteidigung im Westen zu verstärken“. Das Ministerium identifizierte dem Lagebericht nach auch eine Einrichtung zur Umrüstung und Aufarbeitung von Militärfahrzeugen mit mindestens 300 beschädigten Fahrzeugen in der russischen Oblast Belgorod. Dies ist jedoch nicht unabhängig prüfbar.

+++ 08.45 Uhr: Im Donbass kommt es offenbar weiterhin zu schweren Gefechten. Das erklärte die ukrainische Regierung in Kiew am Montagmorgen,. Insbesondere östlich und südöstlich des Ballungsraums zwischen den Städten Slowjansk und Kramatorsk (Oblast Donezk) kommt es demnach zu Auseinandersetzungen der Armeen. „Der Gegner führt einen Angriff unweit von Spirne, die Kampfhandlungen halten an“, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Dies lässt sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 08.00 Uhr: Das US-Thinktank „Institute for the Study of War“ geht davon aus, dass der Kreml weiterhin regionale Freiwilligenbataillone aufbaut. Laut ISW nutzt Russland „die Rekrutierungsbemühungen privater Militärfirmen, um Kampfkraft zu generieren“, und stellt fest, dass die Wagner-Gruppe aktiv für den Einsatz in der Ukraine rekrutiert. Die ISW berichtet auch, dass die russischen Streitkräfte Bodenangriffe nordwestlich von Sloviansk, östlich von Siverk, südlich von Bakhmut und in der Oblast Cherson durchgeführt haben. Diese Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Vorwurf des „geschichtsfeindlichen Regimes“ an Moskau

Update vom Montag, 25. Juli, 06.20 Uhr: Den Vorwurf des „geschichtsfeindlichen Regimes“ schickte Kiew an Moskau zurück. „Nur diejenigen, die die wahre Geschichte nicht kennen und ihre Bedeutung nicht spüren, konnten sich entscheiden, uns anzugreifen“, sagte der ukrainische Präsident Selenskyj in seiner Videoansprache am Abend. Jahrhunderte seien die Ukrainer unterdrückt worden und sie würden ihre Unabhängigkeit niemals aufgeben.

Die Bewahrung der nationalen Einheit ist laut dem Präsidenten nun die wichtigste Aufgabe der Ukrainer, um den Krieg zu gewinnen und Mitglied der Europäischen Union zu werden. «Jetzt die Einheit zu bewahren, gemeinsam für den Sieg zu arbeiten, ist die wichtigste nationale Aufgabe, die wir zusammen bewältigen müssen», sagte er.

Ukraine-News: Russland will Regierung zerschlagen – Lawrow kündigt „Regimewechsel“ an

+++ 23.00 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Gesundheitsministeriums sind seit Kriegsbeginn mindestens 18 medizinische Kräfte getötet worden. Zudem seien knapp 900 medizinische Einrichtungen beschädigt beziehungsweise zerstört worden. Mehr als 50 medizinische Kräfte seien durch russische Angriffe verletzt worden. Dies teilte die ukrainische Behörde auf Facebook mit.

Ukraine-Krieg
Russlands Außenminister Lawrow hat einen „Regimewechsel“ in der Ukraine als Kriegsziel genannt. © Russian Foreign Ministry / Imago Images

+++ 19.37 Uhr: Putin hat seine Ziele im Angriffskrieg gegen die Ukraine öffentlich verschärft. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte am Sonntag (24. Juli) in Kairo, dass Russland den Sturz der ukrainischen Regierung anstrebe. „Wir helfen dem ukrainischen Volk auf jeden Fall, sich von dem absolut volks- und geschichtsfeindlichen Regime zu befreien“, so der Außenminister. Außerdem würden das russische und ukrainische Volk künftig zusammenleben.

Damit widerspricht Lawrow seinen eigenen Äußerungen im April dieses Jahres. Damals versicherte der russische Politiker im Interview bei India Today, dass es Aufgabe der ukrainischen Bevölkerung sei, zu entscheiden, unter welcher Führung sie leben will.

Die russische Führung hat in den vergangenen Tagen ihre Position im Ukraine-Krieg deutlich verschärft. Unter anderem drohte Lawrow am Mittwoch (20. Juli) damit, weitere Gebiete auch außerhalb des Donbass zu besetzten. Dies sei die Konsequenz aus den westlichen Waffenlieferungen und deren höhere Reichweite, da man die Kiewer Truppen nun weiter von den Gebieten Donezk und Luhansk abdrängen müsse. Außenministerin Baerbock klagte diese Aussagen als zweckmäßig Propaganda an.

Ukraine-Krieg: Russischer Angriff auf Odessa – Selenskyj spricht von „Barbarei“

+++ 17.49 Uhr: Einen Tag nach den international verurteilten Raketeneinschlägen in der Hafenstadt Odessa hat Russland den Angriff eingeräumt und mit der Zerstörung von US-Waffen begründet. Die Raketen seien auf ein Schiffsreparaturwerk abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag (24. Juli) mit.

Der Angriff sei ein Akt „offensichtlicher russischer Barbarei“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Russland habe sich mit dem Raketenangriff bloßgestellt. „Wenn irgendjemand auf der Welt früher gesagt hat, dass es notwendig ist, mit Russland in Dialog zu treten, Vereinbarungen zu treffen über eine Waffenruhe, ohne unser Gebiet von den Besatzern zu befreien, dann haben die heutigen Raketen die Möglichkeit solcher Aussagen zerstört“, sagte er.

Russland hatte am Freitag in dem Abkommen zugesichert, Schiffe für den Export über einen Seekorridor fahren zu lassen und nicht zu beschießen. Auch die drei beteiligten Häfen dürfen demnach nicht angegriffen werden. Es geht dabei unter anderem um die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide. Die unter der Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei unterzeichnete Einigung sieht vor, die Exporte von einem Kontrollzentrum in Istanbul überwachen zu lassen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat am Sonntag bekräftigt, dass die internationale Einigung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer gültig ist. Die Passage über einen Seekorridor solle von einem Kontrollzentrum in Istanbul überwacht werden, sagte Lawrow bei einem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Dort sollen Vertreter der Ukraine, Russlands, der Türkei und der Vereinten Nationen tätig sein. Russische und türkische Streitkräfte würden gemeinsam auf dem offenen Meer für die Sicherheit der Schiffe sorgen, sagte Lawrow. „Und wenn die Schiffe in Richtung der ukrainischen Häfen fahren, um neue Lebensmittelladungen aufzunehmen, dann wird auch eine Kontrolle gewährleistet, die sicherstellt, dass niemand auf dem Weg in die ukrainischen Häfen Waffen dorthin bringt“, sagte er.

Ukraine-Krieg: Wie Russland den Angriff auf Odessa begründet

+++ 12.40 Uhr: Russland hat den Angriff auf Odessa mit der Zerstörung von US-Waffen begründet. Die Raketen seien auf ein Schiffsreparaturwerk abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag (24. Juli) mit. In dem Dock seien ein ukrainisches Kriegsschiff und ein Lager mit von den USA gelieferten „Harpoon“-Raketen zerstört worden, hieß es. Die Ukraine hat der russischen Kriegsmarine mit solchen Raketen schon mehrfach schwere Schläge versetzt.

Zudem seien Anlagen zur Reparatur und zur Modernisierung des Schiffsbestandes der ukrainischen Seestreitkräfte außer Betrieb genommen worden, hieß es in der Mitteilung.

News im Ukraine-Krieg: Russland bestätigt Angriff auf Odessa

+++ 10.55 Uhr: Nach dem Angriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa hat Russland nun doch bestätigt, an dem Beschuss beteiligt gewesen zu sein. So bestätigte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa über den Online-Nachrichtendienst Telegram, dass in Odessa durch „hochpräzise“ Kalibr-Marschflugkörper „militärische Infrastruktur“ zerstört worden wäre.

Gegenüber der Türkei, die das Abkommen über eine Fortführung des Getreide-Handels mit ausgehandelt hatte, bestritt Russland zunächst, an den Luftangriffen beteiligt gewesen zu sein. „Die Russen haben uns gesagt, dass sie mit diesem Angriff nichts zu tun haben und dass sie die Angelegenheit sehr genau untersuchen“, hieß es zunächst seitens des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar.

Ukraine-News: USA machen Russland verantwortlich für Angriff auf Odessa

Update vom Sonntag, 24. Juli, 6.33 Uhr: Die USA machen Russland für den Beschuss der ukrainischen Hafenstadt Odessa verantwortlich und verurteilen den Angriff auf das Schärfste. Nur einen Tag nach dem Getreide-Deal habe Russland seine Verpflichtung gebrochen, teilte US-Außenminister Antony Blinken mit.

„Dieser Angriff lässt ernste Zweifel an der Glaubwürdigkeit des russischen Engagements für die gestrige Vereinbarung aufkommen“, so Blinken. Der Beschuss untergrabe die Arbeit der Vereinten Nationen, der Türkei und der Ukraine, um wichtige Nahrungsmittel auf die Weltmärkte zu bringen. Russland trage die Verantwortung für die Verschärfung der weltweiten Nahrungsmittelkrise. Russland hat nach Angaben des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar erklärt, nichts mit dem Angriff auf Odessa zu tun zu haben. Offiziell hat sich Russland nicht zu dem Angriff geäußert.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Soldaten offenbar im Gebiet Cherson eingekesselt

Update vom Samstag, 23. Juli, 06.48 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge mehr als 1000 russische Soldaten im Gebiet Cherson eingekesselt. Putins Streitkräfte seien nahe der Siedlung Wyssokopillja in eine „taktische Umzingelung“ geraten, sagte Selenskyj-Berater Olexij Arestowytsch. Russland hat sich bisher nicht geäußert. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 22.00 Uhr: Die USA hat der Ukraine weitere Hilfe in Aussicht gestellt. Insgesamt hat das Paket ein Volumen von 270 Millionen US-Dollar, wie das Weiße Haus am Freitag (22. Juli) mitteilte. Teil der Hilfe sollen auch taktische Drohnen sein, wie thewashingtonpost berichtet.

Mit an Board des Paketes sollen auch vier HIMARS-Artilleriesystemesein. Außerdem enthält es den Angaben zufolge 36.000 Schuss für die HIMARS-Systeme. Russland hatte die HIMARS-Artillerie zuletzt als ein großes Problem beschrieben.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert wohl eine ganze Artilleriedivision

+++ 15.30 Uhr: Ukrainische Truppen berichten von der Zerstörung einer russischen Artilleriedivision. Ein auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt einen Luftangriff, bei dem laut Angaben des Militärs acht russische Haubitzen Msta-B, Fahrzeuge, Munition und Befestigungen an einem nicht näher bezeichneten Ort in der Ukraine zerstört wurden. Das berichtet unter anderem das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Die Angaben sind jedoch nicht unabhängig prüfbar.

+++ 13.15 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist in die Türkei aufgebrochen, um das Getreide-Abkommen mit der Ukraine zu unterzeichnen. Das teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. „Wir können bestätigen, dass die Unterzeichnung vorbereitet wird. Aber lassen Sie uns abwarten, wir werden noch nicht vorschnell agieren“, so der Sprecher.

+++ 11.15 Uhr: Ukrainische Truppen greifen einem Bericht aus Russland zufolge die Stadt Donezk an. Das vermeldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass mit Verweis auf Angaben der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“. Die Angaben sind nicht auf unabhängige Weise verifizierbar. Den Bürgermeister der Stadt Lyssytschansk in der benachbarten Region Luhansk, Andrej Skory, zitiert Tass mit den Worten, dass es in der Stadt Schwierigkeiten bei Lebensmittellieferungen gebe. Grund dafür sei, dass ukrainische Truppen beim Rückzug aus Lyssytschansk Brücken zerstört hätten. Auch dies lässt sich nicht unabhängig prüfen.

News zum Ukraine-Krieg: „Massive Raketenangriffe“ am Freitagmorgen gemeldet

+++ 09.00 Uhr: Russische Truppen haben am Freitagmorgen wohl den Süden des Gebiets Dnipropetrowsk mit Raketen angegriffen. Einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent zufolge wurde dabei eine Person getötet und neun weitere verletzt. Es habe sich um „massive Raketenangriffe“ gehandelt erklärte Gouverneur Walentyn Reznichenko dem Bericht zufolge. Die Raketen trafen offenbar gezielt die Stadt Nikopol. Acht weitere Menschen wurden offenbar außerhalb der Stadt Nikopol verletzt. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Update vom Freitag, 22. Juli, 07.00 Uhr: Die ukrainische Korruptionsbehörde identifiziert 215 potenzielle Kollaborateure unter lokalen Abgeordneten und Beamten. Das berichtet The Kyiv Independent. Die Nationale Agentur für Korruptionsprävention verfügt demnach nach eigenen Angaben über eine Datenbank mit mehr als 1.500 möglichen Mitarbeitern. Die größten Gruppen sind Strafverfolgungsbeamte und Privatpersonen.

News zum Ukraine-Krieg: „Russland nutzt Ukraine als Testfeld für den Angriff auf weitere Staaten“

Erstmeldung vom Donnerstag, 21. Juli 2022, 07.00 Uhr: Die Streitkräfte aus Russland scheinen im Osten der Ukraine aus ihren militärischen Fehlern zu Beginn des Angriffs auf ihr Nachbarland zu lernen, so zumindest die Bewertung des CIA-Vertreters William Burns. „In gewisser Weise ist das russische Militär in eine komfortablere Lage zurückgewichen – indem es seinen Vorsprung und seine Feuerkraft über große Entfernungen nutzte, um die ukrainischen Ziele auf Distanz zu halten und effektiv zu zerstören und um die Schwachstellen beim Militär, die sie immer noch haben, zu kompensieren“, sagte er bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch (20. Juli) in Colorado, USA.

(marv/nak/tvd/ska/na mit dpa/AFP/mse)

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