SPD streitet über mögliche Wulff-Nachfolge

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Hintergrund des SPD-Streits sind Äußerungen der Abgeordneten Hans-Peter Bartels und Michael Roth, die erklärt hatten, im Falle eines möglichen Rücktritts von Bundespräsident Christian Wulff (links) wolle die SPD erneut den ostdeutschen Bürgerrechtler Joachim Gauck (rechts) als Kandidaten aufstellen.

Düsseldorf - In der Debatte um einen möglichen Nachfolger für den wegen einer Kredit- und Medienaffäre unter Druck stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff ist in der SPD Streit entbrannt.

Hintergrund sind Äußerungen der SPD-Abgeordneten Hans-Peter Bartels und Michael Roth, die erklärt hatten, im Falle eines möglichen Rücktritts von Wulff wolle die SPD erneut den ostdeutschen Bürgerrechtler Joachim Gauck als Kandidaten aufstellen.

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Der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD, Ralf Stegner, wies den Vorstoß scharf zurück. “Wenn wir, wie (SPD-Chef) Sigmar Gabriel das angeboten hat, im Falle eines Wulff-Rücktritts mit den Regierungsparteien nach einer gemeinsamen Lösung suchen, dann verbietet es sich, jetzt öffentliche Kandidatendebatten zu führen“, sagte Stegner “Handelsblatt Online“. Das schade den betroffenen Persönlichkeiten und würde zu Recht als Parteitaktik kritisiert.

Christian Wulffs politisches Leben in Bildern

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Dagegen schloss sich das SPD-Fraktionsvorstandsmitglied Sebastian Edathy der Ansicht Bartels und Roth an. “Sollte das Amt des Bundespräsidenten neu zu besetzen sein, benötigt das Land einen Kandidaten, der in der Bundesversammlung mit einer breiten Zustimmung rechnen kann“, sagte Edathy Handelsblatt Online“.

dapd

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