„Besorgniserregend“

US-Behörden warnen vor Extremisten-Angriff auf Kapitol am Donnerstag - „Geheimdiensterkenntnisse über Miliz“

Mitglieder der Nationalgarde sichern das Gebiet um das US-Kapitol, vor dem die Aufbauarbeiten für die Zeremonie zur Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Biden stattfinden. (Archiv)
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Mitglieder der Nationalgarde sichern das Gebiet um das US-Kapitol, vor dem die Aufbauarbeiten für die Zeremonie zur Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Biden stattfinden. (Archiv)

US-Behörden warnen nun eindringlich vor einem erneuten Angriff auf das Kapitol durch Extremisten. Es lägen Geheimdienst-Erkenntnisse über Pläne einer Miliz vor.

Washington - In den USA herrscht große Sorge, dass es am Donnerstag zu einem erneuten Angriff auf das Kapitol* in Washington kommen könnte. US-Behörden haben dementsprechende Pläne von Extremisten aufgedeckt.

„Wir haben Geheimdiensterkenntnisse erhalten, die mögliche Pläne einer identifizierten Miliz für ein Eindringen in das Kapitol am Donnerstag, den 4. März, zeigen“, erklärte die Kapitol-Polizei am Mittwoch in Washington. Die Polizei sei vorbereitet auf mögliche Bedrohungen „gegen Mitglieder des Kongresses oder gegen den Kapitol-Komplex“.

Angriff auf das US-Kapitol am 4. März? Behörden warnen vor „besorgniserregenden“ Informationen

Schon am Abend zuvor hatte die Kapitol-Polizei erklärt, dass man die Sicherheitsvorkehrungen verschärfe und rund um den 4. März mehr Beamte einsetzen wolle. Als Grund wurden „besorgniserregende Informationen und Geheimdiensterkenntnisse“.

Ganz neu ist die Furcht vor einem erneuten Angriff auf das Kapitol am 4. März nicht. Doch bislang war unklar, wie konkret die Bedrohung ist. Anhänger der rechtsextremen Verschwörungsbewegung QAnon gehen davon aus, dass der abgewählte Präsident Donald Trump* am Donnerstag für eine zweite Amtszeit vereidigt wird.

Der 4. März war bis ins Jahr 1933 der Tag, an dem US-Präsidenten ihren Amtseid ablegten. Der Termin wurde dann auf den 20. Januar gelegt.

Erneuter Sturm auf das Kapitol? Polizei-Chefin warnte bereits vergangene Woche

Radikale Trump-Anhänger hatten am 6. Januar das Kapitol gestürmt*. An dem Tag sollte das Parlament den Wahlsieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November endgültig bestätigen. An der Attacke mit fünf Toten waren Mitglieder mehrerer rechtsextremer Gruppierungen wie der Proud Boys und der Oath Keepers beteiligt.

Das Kapitol wurde in der Folge und in Vorbereitung auf Bidens Amtseinführung am 20. Januar massiv abgesichert. Der Parlamentskomplex wurde weiträumig mit einem hohen Zaun abgesperrt, tausende Nationalgardisten wurden entsandt.

Vergangene Woche warnte die amtierende Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, bei einer Kongressanhörung davor, die Sicherheitsvorkehrungen zurückzufahren. Extremisten hätten den Wunsch, „das Kapitol in die Luft zu sprengen und so viele Parlamentarier wie möglich zu töten“. Als möglicher Anlass für eine Attacke wurde Bidens erste Rede zur Lage der Nation genannt. Ein Termin für diese sogenannte State of the Union Address steht noch nicht fest. (afp/rjs) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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