Jugendämter schlagen Alarm

Zahl der Schulabbrecher könnte sich verdoppeln

Abiturprüfung an Schulen
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Stühle stehen in einem Klassenraum der Robert Bosch Gesamtschule Hildesheim, in dem ab dem 19. April Abiturprüfungen ablegt werden sollen.

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, könnte sich während der Corona-Krise verdoppeln. Jugendämter in Deutschland sind alarmiert.

Berlin (dpa) - Die Jugendämter in Deutschland warnen vor einer höheren Zahl an Schulabbrechern aufgrund der Corona-Krise.

«Mit Blick auf die beiden Abschlussjahrgänge droht sich die Zahl der Schulabbrecher zu verdoppeln», sagte Lorenz Bahr, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, den Zeitungen der Funke Mediengruppe). Normalerweise verlassen pro Jahr rund 104.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule. «Wir rechnen nun mindestens mit einer Verdopplung: 210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so viele noch einmal in diesem Jahr.»

Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen «früheren Karriereknick» erleben.

© dpa-infocom, dpa:210417-99-240558/2

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