Ab Dienstag

Corona-Notbremse für Hochsauerlandkreis und Kreis Olpe - beide nutzen Test-Option

Das NRW-Gesundheitsministerium ordnet für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Olpe die Corona-Notbremse an. Ab Dienstag kehrt die Region zu den Regeln vor dem 8. März zurück.

Update vom 29. März, 18.41 Uhr: Sowohl der Hochsauerlandkreis als auch der Kreis Olpe machen bei der Corona-Notbremse von der Test-Option Gebrauch. Das haben die Kreise am Montag mitgeteilt.

LandkreiseHochsauerlandkreis, Kreis Olpe
Fläche HSK 1.960,17 km2; OE 712,14 km2
EinwohnerHSK 259.777; OE 133.955

Ministerium ordnet Corona-Notbremse für Hochsauerlandkreis und Kreis Olpe an

[Erstmeldung] Arnsberg/Olpe - Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) ordnet aufgrund der aktuellen Infektionszahlen die Corona-Notbremse für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Olpe an. Die Geltung der Notbremse wird am Montag durch eine Allgemeinverfügung festgestellt und bekannt gemacht. Die Regeln greifen hier ab Dienstag (30. März), während in 31 Städten und Kreisen die Notbremse bereits am Montag in Kraft tritt. Auch für die Städte Bielefeld und Bottrop sowie die Kreise Gütersloh und Steinfurt hat das Landesministerium am Sonntag die Notbremse angeordnet.

Hintergrund ist, dass in diesen Kommunen die 7-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen nach den am Sonntag veröffentlichten Daten des Landeszentrum Gesundheit seit mindestens drei Tagen in Folge über dem Wert von 100 liegt. Das LZG gibt die Werte am Sonntag mit 112,4 im HSK und 128,4 im Kreis Olpe an.

Mit der Notbremse treten die Regel wieder ein, die bis zum 7. März in NRW galten. Im Märkischen Kreis gilt die Anordnung bereits ab Montag; drei Landkreise des Sauerlands müssen damit wieder zu den schärferen Regeln zurückkehren.

Corona-Notbremse im Hochsauerlandkreis und Kreis Olpe: Diese Regeln gelten

  • Kontakte sind nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt. Kinder unter 14 werden nicht mitgerechnet. Eine Ausnahme gilt an Ostern (1.- 5. April). In diesem Zeitraum dürfen sich alternativ auch zwei Hausstände mit maximal fünf Personen im öffentlichen Raum treffen. Kinder unter 14 sind auch hier nicht mitgerechnet.
  • Alle nicht für den täglichen Bedarf privilegierten Geschäfte (Bau- und Gartenmärkte, Textilgeschäfte, Buchhandlungen etc.) dürfen wieder nur Abholservice (Click&Collect), jedoch keinen Verkauf im Geschäft mit Terminvereinbarung (Click&Meet) anbieten.
  • Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, (Kosmetik, Nagelstudios, Massage etc.) sind wieder unzulässig. Zulässig bleiben nur medizinisch erforderliche Dienstleistungen, Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung.
  • Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen etc. ist wieder untersagt.
  • Der Besuch von geschlossenen Räumen in Zoos und Tierparks und Botanischen Gärten etc. ist wieder untersagt.

Aber: Die Kreise können die neu geschaffene Test-Option anordnen und so - mit einer weiteren Allgemeinverfügung, die im Einvernehmen mit dem MAGS angeordnet werden kann - die Nutzung der oben genannten Angebote weiter ermöglichen, sofern ein tagesaktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden kann.

Voraussetzung dafür ist ein entsprechend ausreichendes Angebot für kostenlose Bürgertestungen. Die strengeren Regeln der Kontaktbeschränkungen werden durch die Test-Option ausdrücklich nicht aufgeweicht.

Im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe greift ab Dienstag die Corona-Notbremse. (Symbolbild)

Die große Mehrheit der Kommunen, die ab der kommenden Woche mit der Notbremse zu den strengeren Regeln zurückkehren müssen, haben die Test-Option gezogen - konkret 25 der 31 Städte und Kreise, für die zuerst die Notbremse angeordnet wurde. „Die Test-Option ist keine aufgeweichte Notbremse. Im Gegenteil: Die Infektionen verbreiten sich nicht in Geschäften mit begrenzter Kundenanzahl und Maske, sondern vor allem im Privatbereich, wo Menschen eng zusammenkommen. Ein ohnehin nur unter sehr strengen Auflagen zulässiger Besuch im Baumarkt oder Möbelhaus wird mit einem Negativtest noch sicherer. Zudem lassen sich mehr Menschen testen und wir decken mehr Infektionsketten auf“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Der bestätigte negative Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein. Ein Selbsttest, wie er in Drogerien und Supermärkten gekauft werden kann, reicht nicht aus, um trotz der geltenden Regeln einen Termin im Einzelhandel, bei einer körpernahen Dienstleistung oder in einem Museum wahrzunehmen. Es muss sich um einen bestätigten Schnell- oder Selbsttest einer offiziellen Teststelle handeln. Wer eine fremde oder gefälschte Testbescheinigung verwende, um Zugang zu einem Angebot zu erhalten, begehe mindestens eine Ordnungswidrigkeit, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Die Geldbuße für jeden Einzelfall betrage 1000 Euro.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare