News-Ticker aus dem HSK und Kreis Olpe

Coronavirus im Sauerland: Neue Zahlen veröffentlicht - Appell für virtuelle Osterbesuche

Nichts beschäftigt das Sauerland aktuell mehr als das Coronavirus. Es gibt fast 700 Fälle im HSK und im Kreis Olpe, elf Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das öffentliche Leben liegt quasi lahm. Alle Infos in unserem News-Ticker.

  • Im Sauerland haben sich mittlerweile fast 700 Menschen mit dem Coronavirus* infiziert, es gibt elf Tote.
  • Das öffentliche Leben ist in vielen Bereichen massiv eingeschränkt.
  • Geschäfte, Betriebe und Einrichtungen müssen schließen, Veranstaltungen werden verboten.

Update, 7. April, 15.45 Uhr: Not macht erfinderisch: Weil die Feuerwehr aus Arnsberg-Wennigloh wegen der Corona-Pandemie keine regulären Übungsabende durchführen kann, finden diese jetzt virtuell über Skype statt. 

Beim zweiten derartigen Termin am Montag hatten sich nach Angaben der Feuerwehr 13 Teilnehmer eingeloggt, um online eine Präsentation rund um das derzeit für die Einsatzkräfte wichtige Thema Coronavirus. Inhaltlich ging es dabei um die Entstehung, Verbreitung und Übertragungswege des Virus sowie die Inkubationszeit und die Symptome bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Erreger. Bereits eine Woche war bei der Premiere des digitalen Übungsabends "Wasserentnahme und Löschwasserförderung" das Thema. 

Die Übungsabende der Feuerwehr in Arnsberg-Wennigloh finden momentan wegen des Coronavirus virtuell über Skype statt.

Coronavirus im Sauerland: Sind private Osterfeuer erlaubt?

Update, 7. April, 15.27 Uhr: Die großen öffentlichen Osterfeuer im Sauerland sind wegen des Coronavirus verboten. Aber wie sieht es mit einem privaten Osterfeuer aus? Die Stadt Arnsberg hat eine klare Antwort: "Auch Osterfeuer im privaten Rahmen bzw. auf dem privaten Grundstück sind verboten." Das gelte insbesondere auch für die in den vergangenen Jahren immer wieder aufgetretenen Fälle, in denen Osterfeuer dazu dienten, pflanzliche Abfälle kostenlos zu entsorgen. 

Bei diesen "Feuern" gelte zudem das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das das Verbrennen von Abfällen verbietet. "Damit gelten 'Osterfeuer' dieser Art als illegale Abfallbeseitigung, die entsprechend als Ordnungswidrigkeit geahndet werden", teilt die Stadt Arnsberg mit. 

Coronavirus im Sauerland: Zahl der Gesunden im HSK steigt

Update, 7. April, 15.08 Uhr: Viele ältere und kranke Menschen werden von ambulanten Pflegediensten zu Hause gepflegt. Mit Blick auf das Coronavirus und auf das anstehende Osterfest bitten die Pflegekräfte eindringlich darum, von Besuchen der Angehörigen an Ostern abzusehen

"Die meisten der Patienten gehören zur Hochrisikogruppe, weil sie über 60 Jahre alt und pflegebedürftig sind. Durch Besuche von Familienmitgliedern wie Kindern und Enkelkindern steigt das Risiko einer Infektion deutlich", heißt es in einer Pressemitteilung des Hochsauerlandkreises. Dabei könnten sich sowohl der zu Pflegende als später auch die Pflegekräfte infizieren. 

Ein Besuch würde sicher guttun, aber der Schutz vor der Coronavirus-Infektion habe absoluten Vorrang. Deshalb appelliert der Krisenstab des HSK: "Rufen Sie Ihre Lieben besser an, schreiben Sie einen Ostergruß oder nutzen Sie die Möglichkeit von Videotelefonie beispielsweise über Skype, WhatsApp und FaceTime."

Update, 7. April, 14.36 Uhr: Der Hochsauerlandkreis gibt die aktuellen Coronavirus-Zahlen bekannt: Aktuell verzeichnet die Statistik 225 Erkrankte186 Genesene sowie drei Tote. Damit ist die Zahl der Erkrankten im Vergleich zum Vortag um neun gesunken, die der gesunden Patienten dagegen um 20 gestiegen. Von den momentan an Covid-19 Erkrankten werden 23 stationär behandelt, neun liegen laut Kreisverwaltung auf der Intensivstation. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt damit 414. 

Coronavirus im Sauerland: Spende für Krankenhaus in Winterberg

Update, 7. April, 13.45 Uhr: Wie feiert man in Zeiten von Corona eine Party? Ein Hotelbetreiber aus Winterberg und ein befreundeter DJ haben es am Wochenende vorgemacht: Sie haben per Livestream Musik zu den Menschen nach Hause übertragen und Cocktails per Lieferservice ausgeliefert. Mit Erfolg: Den Erlös von rund 7000 Euro spendeten sie an das Krankenhaus in Winterberg.

Update, 7. April, 13 Uhr: Die Polizei im HSK hat eindrucksvoll ihre Solidarität in Zeiten des Coronavirus unter Beweis gestellt. Die Behörde spendet 3500 Schutzmasken aus ihrem eigenen Bestand an Krankenhäuser, Pflegeheime, den Rettungsdienst und weitere Einrichtungen im Sauerland. 

Coronavirus: Die Polizei HSK spendet Schutzmasken an Krankenhäuser, Pflegeheime, Rettungsdienst und weitere Institutionen, die Bedarf haben. (Symbolfoto)

Coronavirus im Sauerland: Stadtfest in Olpe abgesagt

Update, 7. April, 11.55 Uhr: Die Ka ssenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) richtet am Mittwoch ein Behandlungszentrum für Corona-positive Patienten neben dem St.-Martinus-Hospital in Olpe, das am Donnerstag erstmals in Betrieb gehen soll. "Anmeldungen für entsprechend positiv getestete Patienten, die ja weder in der Praxis, noch KV-Notfallpraxis oder Krankenhaus-Ambulanz aufschlagen sollen, können über eine entsprechende Telefon-Anmeldung mit Terminvergabe erfolgen", teilt die KVWL mit. 

Auch ein Hol- und Bringdienst für nicht gehfähige Patienten sei vorgesehen. Die KVWL will am Mittwoch in einem Pressegespräch nähere Informationen zum Coronavirus-Behandlungszentrum in Olpe bekanntgeben.

Update, 7. April, 10.55 Uhr: Vor den bevorstehenden Osterfeiertagen stellen sich viele Menschen im Sauerland die Frage, was wegen der Coronavirus-Einschränkungen erlaubt und was verboten ist. Darf man seine Verwandten besuchen? Und wie sieht es mit dem Grillen im eigenen Garten aus? Der Krisenstab des HSK liefert Antworten auf Fragen rund um Ostern und Corona.

Update, 7. April, 10.10 Uhr: Das war zu erwarten: Die Veranstalter haben das Stadtfest in Olpe, das am 16. und 17. Mai "unter den Linden" gefeiert werden sollte, wegen des Coronavirus abgesagt. Der Stadtmarketingverein hofft aber, nach der Corona-Krise ein Alternativprogramm bieten zu können.

Coronavirus im Sauerland: Kreis Olpe bittet Land um Unterstützung

Update, 7. April, 9.20 Uhr: Der Caritasverband Olpe teilt mit, dass die Ergebnisse der Coronavirus-Tests aus dem Seniorenhaus Gerberweg in Olpe nun - rund eine Woche nach der Testung der gesamten Einrichtung (Mitarbeitende und Bewohner) - vor. "Ergebnis ist, dass sich insgesamt drei von über 80 Bewohnern im Seniorenhaus infiziert haben", heißt es. 

Bei zwei Bewohnern sei der Zustand soweit gut. Sie seien weiterhin in der Einrichtung untergebracht und würden bislang leichte bis mittelschwere Symptome zeigen. Die dritte Infizierte, eine 92-jährige Bewohnerin, sei am Montag nach einem neuntägigen Aufenthalt im Krankenhaus verstorben. Sie hatte laut Caritasverband weitere Vorerkrankungen. Neben den drei Bewohnern seien zudem sechs Mitarbeiter infiziert, die sich alle in häuslicher Quarantäne befänden. 

Am 20. März hatte sich herausgestellt, dass eine Mitarbeiterin im Seniorenhaus positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Daraufhin testete das Gesundheitsamt die gesamte Einrichtung, also mehr als 80 Bewohner und über 100 Mitarbeiter. "Einige wenige Testergebnisse stehen noch aus", berichtet der Caritasverband Olpe.

Update, 7. April, 8.50 Uhr: Der Kreis Olpe hat wegen des Coronavirus Unterstützung beim Land NRW angefordert. Der Grund: Die Quote der Infizierten in Bezug auf die Einwohnerzahl ist deutlich höher als in anderen Kreisen. Landrat Frank Beckehoff erklärt diesen Schritt und mutmaßt, warum die Zahlen im Kreis Olpe so hoch sind.

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Montag, 6. April

Update, 6. April, 17.43 Uhr: Der Kreis Olpe vermeldet vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Somit hat sich die Zahl der Todesopfer dort auf acht verdoppelt, am Sonntag waren es noch vier gewesen. Bei den Verstorbenen handele es sich um eine 92-jährige Frau aus Olpe, eine 93-jährige Frau aus Attendorn sowie zwei Männer aus Drolshagen im Alter von 82 und 84 Jahren. Alle seien bei ihrer Einlieferung ins Krankenhaus positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg nach Angaben der Kreisverwaltung auf 264 (vorher 228). 128 der Covid-19-Erkrankten seien allerdings bereits genesen, sodass momentan 128 Menschen mit dem Coronavirus infiziert seien. 26 Erkrankte werden laut Kreis Olpe stationär behandelt, zehn von ihnen liegen auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. 

Coronavirus im Sauerland: Dritter Todesfall im HSK

Update, 6. April, 17 Uhr: Das sonnige Wochenende stellte die erste richtige Belastungsprobe für das landesweite Kontaktverbot wegen des Coronavirus dar. Auch im Sauerland zog es Tausende nach draußen, einige Male musste die Polizei eingreifen.

Update, 6. April, 15.51 Uhr: Es gibt den dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Hochsauerlandkreis. Wie die Kreisverwaltung am Montag mitteilte, ist im Marienhospital Arnsberg (Klinikum Hochsauerland) ein 81-jähriger Mann aus Sundern mit "mehreren chronischen Vorerkrankungen" gestorben. Zusammen mit den vier Corona-Toten aus dem Kreis Olpe gibt es nun sieben Todesopfer im Sauerland

Auch die weiteren aktuellen Zahlen hat der HSK genannt: Demnach gibt es momentan 234 Covid-19-Erkrankte (33 weniger als am Sonntag) und 166 Genesene (39 mehr). 17 der momentan mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in stationärer Behandlung, sieben davon werden intensivmedizinisch behandelt. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt 403. 

Coronavirus im Sauerland: "Bildungs-Care-Pakete" für Kinder

Update, 6. April, 14.50 Uhr: Für Kinder aus finanzschwächeren Familien möchte das Regionale Bildungsnetzwerk (RBN) des Kreises Olpe "Bildungs-Care-Pakete" packen. Diese Pakete, in denen Spiele, Bastelmaterial und Bücher enthalten sind, sollen Kindern aus Familien mit Migrations- oder Fluchthintergrund sowie Familien, die von staatlichen Leistungen leben, die Möglichkeit geben, sich zu Hause angemessen zu beschäftigen. Laut einer Pressemitteilung des Kreises Olpe fehle diesen Familien vielfach das Geld, um so etwas anzuschaffen. 

"Hiermit möchten wir einen Beitrag dazu leisten, besonders bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zumindest punktuell in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen", erläutert Susanne Spornhauer, die Leiterin des RBN, das Ziel der Aktion. In Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas, Ämtern, Ehrenamtlichen und Verbänden ermittele das RBN momentan Familien, die eine solche Unterstützung gut gebrauchen können. "Wichtig ist uns aber, dass ein solches Angebot in den Familien auch willkommen ist", berichtet Spornhauer.

Das Material für die die Care-Pakete, die je nach Anzahl und Alter der Kinder bestückt sind, soll möglichst bei heimischen Händlern bestellt werden, um auch sie in dieser Zeit zu unterstützen. "Spätestens nach Ostern sollen dann die Pakete verteilt werden", kündigt der Kreis Olpe an.

Coronavirus im Sauerland: Veltins sendet Signal an Gastronomie-Partner

Update, 6. April, 14.15 Uhr: Die Brauerei Veltins aus Meschede-Grevenstein sendet in Zeiten des Coronavirus ein starkes Signal an ihre Partner in der Gastronomie im Sauerland und darüber hinaus. Das Unternehmen hat mit sofortiger Wirkung die Darlehens-Rückzahlung für zwei Monate ausgesetzt. "Das Signal soll eines deutlich machen: Wenn wir von unseren Partnern gebraucht werden, sind wir da!", sagte der Veltins-Generalbevollmächtigte Michael Huber.

Update, 6. April, 13 Uhr: Das Schützenfest in Arnsberg-Moosfelde wird abgesagt. Die Verantwortlichen haben sich nach eigenen Angaben "schweren Herzens" aufgrund der Coronavirus-Pandemie dazu entschlossen, das diesjährige Schützenfest (15. bis 17. Mai) nicht stattfinden zu lassen. "Dies ist ein einmaliger Entschluss in der Geschichte des Vereins, der auf die aktuellen Bestimmungen des Bundes und des Landes zurückzuführen ist", teilt der Schützenverein Moosfelde mit. 

Da der weitere Verlauf nicht absehbar sei, wurde das Fest explizit nicht verschoben, sondern abgesagt, erklärt Oberst Marc Rüschenschmidt. Das Königspaar, Sandra und Jörg Ehlen, hätten sich unlängst bereit erklärt, dem Verein in diesen Zeiten ein zweites Jahr vorzustehen und die Regentschaft bis zum Hochfest 2021 zu verlängern. "Im eigenen Verein und den am Schützenfest mitwirkenden Unternehmen und Musikvereinen wurde die Entscheidung angesichts der aktuellen Lage gut aufgenommen, sodass auch mit den Unternehmen und Musikvereinen Übereinkünfte getroffen wurden. Alle wollen sich jetzt auf das Schützenfest 2021 freuen, auch wenn es bis dahin noch eine längere Zeit ist", so der Schützenverein Moosfelde. Auch das Osterfeuer in Moosfelde hat der Schützenverein wegen des Coronavirus abgesagt.

Coronavirus im Sauerland: "Schulen und Geschäfte nicht normal öffnen"

Update, 6. April, 11.15 Uhr: Dr. Peter Liese, Europaabgeordneter aus dem Sauerland, warnt vor dem Hintergrund des Coronavirus vor einer zu schnellen Rückkehr zur Normalität: Er sei davon überzeugt, "dass es nicht möglich ist, einen nennenswerten Teil der Einrichtungen wie Schulen, Universitäten und Geschäfte wieder normal zu öffnen, ohne dass wir zehntausende von Toten in Deutschland beklagen müssten". Der Blick auf Italien und noch mehr auf Spanien sei ein warnendes Beispiel für alle, die glauben, die Gefahr durch das Coronavirus werde im Moment überschätzt. "Insbesondere in Spanien ist die Situation dramatisch, obwohl dies vor drei bis vier Wochen noch niemand erwartet hat", erklärte der CDU-Politiker. 

Liese, der selbst Arzt ist, fordert daher eine "kluge Strategie": In den Bereichen, in denen jetzt noch gearbeitet werden darf und weitergearbeitet wird, müsse demnach noch stärker als bisher auf Abstand und Schutz geachtet werden. Sein zweiter Ansatzpunkt betrifft die Geschäfte vor Ort: "Wir können, wenn überhaupt, nur schrittweise und nach und nach bestimmte Geschäfte wieder öffnen, wenn klare Regeln zum Abstand und zu Hygiene überall streng umgesetzt werden." Als dritten wichtigen Punkt für eine Rückkehr ins "normale Leben" nennt Liese eine Corona-App. Nur wenn mindestens 60 Prozent eine App, mit der sie sofort gewarnt werden, falls sie Kontakt mit einem Corona-positiv getesteten Patienten haben, nutzen würden, sei  "eine teilweise Normalisierung des öffentlichen Lebens" möglich.

Update, 6. April, 9.35 Uhr: Der SV Neptun Neheim-Hüsten hat sein 49. internationales Pfingstschwimmfest, das vom 29. bis 31. Mai im Freibad in Neheim stattfinden sollte, wegen des Coronavirus abgesagt. "Es ist nicht absehbar, wie sich die aktuelle Situation bezüglich der Verbreitung des Coronavirus im Mai entwickeln wird", heißt es auf der Internetseite des SV Neptun. 

So sei beispielsweise offen, ob das Freibad in Neheim öffnen wird oder ob der Verein überhaupt eine Genehmigung für die Veranstaltung, bei der jedes Jahr hunderte Schwimmer aus mehreren Nationen an den Start gehen, erhält. "Wir bedauern diese leider alternativlose Entscheidung und hoffen, 2021 wieder wie gewohnt am Start zu sein", erklärte Pressesprecher Christoph Pehle.

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Sonntag, 5. April

Update, 16.35 Uhr: Auch der Kreis Olpe legt aktuelle Zahlen vor. Die Zahl der positiven Tests auf das Coronavirus liegen demnach Stand 12 Uhr am Sonntag bei 228  insgesamt, 126 gelten als aktuell infiziert, 98 als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Infektion liegt bei vier

Update, 5. April, 16.15 Uhr: Der Hochsauerlandkreis weist Stand 12 Uhr am Sonntagmittag insgesamt 396 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus aus. Davon gelten 127 als genesen, 267 als erkrankt. Zwei Patienten, die positiv getestet waren, sind gestorben. 24 Erkrankte werden aktuell stationär behandelt, davon zehn intensivmedizinisch.

Der Krisenstab des HSK ruft Spontanhelfer mit medzinisch-pflegerischer Qualifiktation  auf, sich bei der Kreisverwaltung zu melden. Angesprochen sind Personen, die beispielsweise eine abgeschlossene Ausbildung als Arzt, Notfallsanitäter, Altenpfleger, Gesundheits-oder Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger, Heilerziehungspfleger oder Pflegehelfer haben. Der Kreis will Angebote bündeln, um gegebenenfalls freiwillige Helfer an entsprechende Einrichtungen vermitteln zu können. Ansprechpartnerin ist Elke Schüttler von der Heimaufsicht (WTG-Behörde), sie ist telefonisch, 0291/94-1151, oder per E-Mail, elke.schuettler@hochsauerlandkreis.de, erreichbar. 

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Samstag, 4. April

Update, 4. April, 17.45 Uhr: Ein Blick in die Nachbarschaft: Die Sperrmauer am Möhnesee wurde am Samstag gesperrt, wie unsere Partnerzeitung Soester Anzeiger berichtet. Damit reagiert die Gemeindeverwaltung auf viele Beschwerden, weil es an dem auch zu Zeiten des Coronavirus sehr beliebten Ausflugsziel gerade an den Wochenenden sehr voll war.

Update, 4. April, 15.38 Uhr: Der Hochsauerlandkreis hat nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Million OP-Masken, über 200.000 FFP2-Masken sowie weitere Materialien wie beispielsweise Kittel und Handschuhe in fünfstelliger Anzahl bestellt. "Die Lieferzeiten variieren jedoch täglich und es steht nicht fest, wann die Ausrüstung tatsächlich geliefert wird", heißt es von der Kreisverwaltung. 

Der HSK weist zudem darauf hin, dass die Schwangerschaftskonfliktberatung des Kreisgesundheitsamtes auch in Zeiten des Coronavirus weiterhin telefonisch unter 0291/94-1209 zur Verfügung steht. "Persönliche Termine können momentan leider nicht stattfinden. Die Beratung über rechtliche, finanzielle und soziale Möglichkeiten und Hilfen unterliegt der Schweigepflicht und sie ist kostenlos und auf Wunsch anonym", teilt die Kreisverwaltung mit.

Coronavirus im Sauerland: Zwei Todesfälle im Kreis Olpe, einer im HSK

Update, 4. April, 15 Uhr: Auch der Kreis Olpe hat die neuesten Coronavirus-Zahlen veröffentlicht. Traurige Neuigkeiten: Zwei weitere Menschen aus dem Kreis sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Dabei handelt es sich nach Angaben der Kreisverwaltung um eine 82-jährige Frau aus Drolshagen und einen 69-jährigen Mann aus Lennestadt. Beim männlichen Verstorbenen hätten demnach Vorerkrankungen vorgelegen. 

Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten ist laut Kreisverwaltung um 17 auf nun 216 angestiegen, vier Menschen mit einer Coronavirus-Infektion sind gestorben. Von den Infizierten seien allerdings 97 bereits wieder genesen, sodass momentan 115 Menschen aus dem Kreis Olpe an Covid-19 erkrankt sind.

Update, 4. April, 14.25 Uhr: Im Hochsauerlandkreis gibt es einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie die Kreisverwaltung am Samstag mitteilte, ist ein 77-jähriger Mann aus Brilon bereits am Donnerstag (2. April) im Briloner Krankenhaus an den Folgen einer Covid-19-Erkankung gestorben. Zu möglichen Vorerkrankungen macht die Kreisverwaltung keine Angaben. Am 31. März war bereits ein 64-jähriger Mann aus Schmallenberg einer Sars-CoV-2-Infektion erlegen. Zusammen mit den beiden Corona-Toten aus dem Kreis Olpe (ein 78-Jähriger aus Finnentrop und ein 83-Jähriger aus Drolshagen) gibt es insgesamt vier Todesfälle im Sauerland.

Darüber hinaus gab der Hochsauerlandkreis die neuesten Coronavirus-Zahlen bekannt: Demnach gibt es aktuell 250 Erkrankte, von denen 16 stationär behandelt werden (neun intensiv). 127 Menschen haben die Covid-19-Erkrankung mittlerweile auskuriert und gelten als genesen. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt damit 379. 

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Freitag, 3. April

Update, 3. April, 17 Uhr: Die Zahl der Menschen aus dem Kreis Olpe, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist um sechs auf 199 gestiegen, wie die Kreisverwaltung soeben mitteilte. 97 Erkrankte sind allerdings mittlerweile wieder gesund. Die Zahl der Todesopfer bleibt bei zwei. 522 Menschen befinden sich nach Angaben des Kreises in Quarantäne. 

Update, 3. April, 15.45 Uhr: Viele Bürger stellen sich wegen des Coronavirus auch Fragen rund um die Abfallentsorgung. Was passiert mit Abfällen aus Haushalten, in denen Infizierte leben? Wie sieht es mit der Mülltrennung aus? Der Kreis Olpe gibt Antworten auf Fragen rund um die Müllentsorgung in Zeiten des Coronavirus.

Update, 3. April, 15.15 Uhr: Die Polizei im HSK appelliert angesichts der guten Wettervorhersage für das bevorstehende Wochenende an alle Menschen im Sauerland, sich dennoch an das Kontaktverbot, das wegen des Coronavirus gilt, zu halten. Besonders an den touristischen Hotspots (z.B. Stauseen) könnte es am Samstag und Sonntag voll werden. "Natürlich besteht die Möglichkeit das schöne Wetter zu nutzen – ABER: Die Regeln müssen dabei beachtet werden!", schreibt die Kreispolizeibehörde auf ihrer Facebook-Seite. 

Coronavirus im Sauerland: Hoher Beratungsbedarf bei Handwerkern

Update, 3. April, 14.54 Uhr: Die Handwerkskammer Südwestfalen und die Kreishandwerkerschaften in ihrem Gebiet berichten von einer "enorm hohen Anzahl" an Beratungen, die die Betriebe im Rahmen der Corona-Krise in Anspruch genommen haben. Der Schwerpunkt der Anfragen habe sich dabei von Themen wie Schließungen und Verhaltensmaßnahmen hin zum Bereich der staatlichen Stützungsmaßnahmen verschoben. 

Insgesamt haben die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaften den Betrieben in der Region nach eigenen Angaben bereits mehr als 2.400 Mal helfend zur Seite gestanden. Gerade das erste Wochenende, an dem die Hilfen beantragt werden konnten, habe einen wahren Ansturm auf die geschalteten Hotlines gebracht. "Das Beraterteam hat mit den Sondersprechzeiten einen tollen Job gemacht“, lobt Meinolf Niemand, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südwestfalen. "Vielen Betrieben konnte so schnell bei der Antragstellung geholfen werden. Dafür, dass die überlebenswichtigen Hilfsgelder jetzt so schnell an die Unternehmen gelangen, danken wir den politisch Verantwortlichen und vor allem der Bezirksregierung Arnsberg, die eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung innehatte."

Update, 3. April, 14.10 Uhr: Für den April werden keine Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Bereich des Kreisjugendamtes HSK erhoben. Das hat der Hochsauerlandkreis in einem Dringlichkeitsentscheid beschlossen, wie die Kreisverwaltung am Freitag mitteilte. Sollte das festgelegte Betretungsverbot über den 19. April hinaus verlängert werden, wird die Verwaltung wegen des dann festzulegenden Verfahrens neu entscheiden. 

Auch für die Musikschule Hochsauerlandkreis seien für den April keine Unterrichtsentgelte zu zahlen, erklärte der Kreis: "Es fallen lediglich die Instrumentenmieten an. Bei Abbuchern werden die Zahlungen automatisch angepasst. Selbstzahler werden gebeten, die am 15. April zu leistenden Zahlung zu stoppen bzw. anzupassen. Die Änderungsbescheide werden in den nächsten Tagen auf dem Postweg zugestellt."

Coronavirus im Sauerland: Zahlen aus HSK-Kommunen veröffentlicht

Update, 3. April, 13.35 Uhr: Der Hochsauerlandkreis hat soeben die aktuellen Coronavirus-Zahlen bekanntgegeben. Demnach gibt es momentan 236 Covid-19-Erkrankte (24 mehr als am Donnerstag) und einen Toten. Von den Erkrankten werden 25 stationär behandelt, neun davon intensiv. 127 Menschen, sie dich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt hatten, sind laut Kreisverwaltung wieder gesund. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt damit bei 364. 

Der HSK hat sich dazu entschlossen, ab sofort freitags auch die aktuellen Zahlen aus den einzelnen Städten und Gemeinden im Sauerland vermelden. Bei Infiziertenzahlen unter 10 erfolgt jedoch keine Angabe. Die Zahlen in den Kommunen sehen aktuell folgendermaßen: Schmallenberg (81), Winterberg (40), Arnsberg (30), Sundern (30), Eslohe (19), Meschede (13). In Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach und Olsberg gibt es weniger als zehn Coronavirus-Fälle. 

Zudem hat die Kreisverwaltung neue Informationen zum Haus Waldesruh in Winterberg-Neuastenberg (siehe Ticker-Eintrag vom 2. April, 14.55 Uhr) mitgeteilt. In der Pflegeinrichtungen seien bislang 36 Bewohner und Mitarbeiter positiv getestet worden. "Die Einrichtung wird weiterhin vom Gesundheitsamt beraten und ein Hausarzt ist täglich vor Ort", heißt es. 

Coronavirus im Sauerland: Parkautomaten außer Betrieb

Update, 3. April, 13 Uhr: Die Stadt Winterberg ergreift eine weitere Maßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus. Ab sofort werden alle Parkautomaten im Stadtgebiet außer Betrieb genommen. Für das Parken in Winterberg gibt es aber dennoch weiterhin Regeln.

Update, 3. April, 12.34 Uhr: Die Schokoladenmanufaktur "Xocólea" in Olpe möchte mit einer besonderen Aktion den Mitarbeitern des St.-Martinus-Hospitals ein Geschenk machen. Mit Spenden von Bürgern möchte die Inhaberin Lea Hoberg denjenigen, die sich in der Corona-Krise um die Gesundheit der Menschen kümmern, ein großes schokoladiges Ostergeschenk machen

Coronavirus im Sauerland: Spenden für Bedürftige

Update, 3. April, 11.05 Uhr: In der Stadt Olsberg gibt es ein neues Angebot für Menschen, denen das Geld für einen "normalen" Lebensmitteleinkauf fehlt. Der Olsberger Warenkorb, bei dem viele Bedürftige ihre Lebensmittel bekommen, musste wegen des Coronavirus schließen. Nun sammelt die Initiative "Olsberg hält zusammen" Spenden, um diese in Einkaufsgutscheine für die Kunden des Warenkorbs umzuwandeln.

Update, 3. April, 10 Uhr: Der Kreissportbund (KSB) Hochsauerlandkreis richtet einen Appell an alle Sportler in der Region. Auch wenn wegen des Coronavirus alle Vereinsaktivitäten im Sauerland ruhen, sollen Mitglieder ihre bereits bezahlten Beiträge möglichst nicht (zum Teil) zurückfordern. "Denn Sportvereine sind ehrenamtlich getragen und eine Stütze für unsere Gesellschaft. Dies alles funktioniert nur, weil es Menschen gibt, die immer bereit waren, sich für ihren Verein ehrenamtlich zu engagieren. Unterstützen Sie dieses freiwillige Engagement, indem Sie Ihren Mitgliedsbeitrag für das gesamte Jahr entrichten und vielleicht auch noch ein wenig über den Jahresbeitrag hinaus", appelliert der KSB. 

Auf diese Weise könne verhindert werden, dass es ein "Sportvereinssterben" gebe. Zudem seien die Klubs so auch für die Zeit nach dem Coronavirus gerüstet. Auch Sponsoren sollten nach Möglichkeit nicht von den vereinbarten Partnerschaften zurücktreten: "Auch sie mögen sich hier solidarisch und 'gönnerhaft' zeigen, denn: ihr wichtiges Engagement signalisiert eine Investition in die Zukunft ihres Sportvereins", heißt es vom KSB. Darüber hinaus könnten Sauerländer die heimischen Vereine unterstützen, indem sie in der aktuellen schweren Zeit Mitglied werden. 

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Donnerstag, 2. April

Update, 2. April, 18.45 Uhr: Es gibt ein drittes Todesopfer wegen des Coronavirus im Sauerland. Wie der Kreis Olpe am Donnerstag mitteilte, ist ein 83-jähriger Mann aus Drolshagen, bei dem ein positiver Virustest vorlag, am Mittwoch gestorben. Über mögliche Vorerkrankungen seuí dem Gesundheitsamt nichts bekannt.

Die aktuelle Zahl der Infizierten ist nach Angaben der Kreisverwaltung erneut angestiegen und liegt aktuell bei 193. 79 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, seien inzwischen genesen. Zwölf Patienten werden stationär in den Krankenhäusern versorgt, davon werden sieben intensivmedizinisch betreut und beatmet.

Die Zahl der insgesamt angeordneten Testungen hat sich laut Kreis auf 1094 erhöht. Darin enthalten seien 189 Abstrichentnahmen bei Bewohnern und Beschäftigten des Seniorenhauses Gerberweg in Olpe, wo eine Pflegekraft positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sodass eine vorsorgliche Reihenuntersuchung durchgeführt wurde. Deren Ergebnis steht aber noch aus - ebenso wie die von 96 weiteren Coronavirus-Tests. "Wegen des großen Andrangs bei den Laboren hat sich der Zeitraum, bis ein Ergebnis vorliegt, inzwischen wieder deutlich verlängert", erklärt die Kreisverwaltung. 

Coronavirus im Sauerland: Schützen zeigen gemeinsam Flagge

Update, 2. April, 16.10 Uhr: Die sechs Schützenbruderschaften aus dem Gemeindegebiet Bestwig setzen gemeinsames Zeichen gegen das Coronavirus - und für Solidarität und Menschlichkeit. An Schützenhallen, Kirchen und anderen Begegnungsstätten hissen die Schützen nun ihre Fahnen, um ihre Dankbarkeit gegenüber den Menschen auszudrücken, die durch ihre Arbeit momentan einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Update, 2. April, 14.55 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Hochsauerlandkreis ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Waren es am Mittwoch noch 216 Covid-19-Erkrankte, sind es am Donnerstag nach Angaben der Kreisverwaltung nur noch 212, von denen 27 stationär behandelt werden, sieben davon liegen auf der Intensivstation. Die Zahl der Genesenen ist demnach auf 115 gestiegen. Insgesamt waren oder sind 328 Menschen aus dem HSK mit dem Coronavirus infiziert. 

Der Kreis hat aber dennoch eine schlechte Nachricht: Im Seniorenheim "Haus Waldesruh" in Winterberg-Neuastenberg seien "einige Bewohner und Mitarbeiter" erkrankt und positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Verwaltung mitteilte. Eine Station der Pflegeeinrichtung sei bereits komplett unter Quarantäne gestellt worden. "Die Einrichtung wird vom Kreisgesundheitsamt täglich beraten und es wurden alle Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Station getestet. Die Pflege erfolgt dort nur noch unter Vollschutz. Bisher sind die Krankheitsverläufe leicht", berichtet der Hochsauerlandkreis. 

Coronavirus im Sauerland: Fake-News zur Absage der Herbstferien

Update, 2. April, 14.45 Uhr: Die Bezirksregierung Arnsberg warnt vor einer angeblichen Presseinformation, die seit Mittwoch in den Sozialen Netzwerken WhatsApp und Twitter kursiere. Darin wird über den angeblichen Wegfall der Herbstferien 2020 in NRW wegen der Coronakrise informiert. "Durch die Coronapandemie ist in den Schulen in NRW eine erhebliche Anzahl an Unterrichtsstunden ausgefallen. Um das dadurch entstandene Wissensdefizit auszugleichen, hat die Bezirksregierung den Wegfall der Herbstferien 2020 beschlossen", heißt es in dem Schreiben.

Die Bezirksregierung stellt jetzt klar: "Diese angebliche Presseinformation ist offensichtlich eine Falschnachricht und stammt nicht von der Bezirksregierung Arnsberg." Offizielle Presseinformationen der Bezirksregierung seien stets öffentlich auf der Internetseite der Bezirksregierung einsehbar. Angesichts des Veröffentlichungsdatums des Schreibens (1. April) handelt es sich dabei offenbar um einen schlechten Aprilscherz. 

"Wir appellieren an alle Bürger, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie nur offizielle Nachrichtenquellen zu nutzen und keine Falschinformationen zu verbreiten. Auch die Bezirksregierung Arnsberg stellt daher auf ihrer Website und auf ihrem Twitter-Account @BezRegArnsberg laufend Informationen zur Verfügung", so Anna Carla Springob, Social-Media-Managerin der Behörde. 

Coronavirus im Sauerland: Kreis-Mitarbeiterin missachtet Quarantäne

Update, 2. April, 14.15 Uhr: Im Kreis Olpe hat es nach Angaben der Kreisverwaltung erstmals einen Fall von "Quarantänebruch" während der Coronavirus-Epidemie gegeben. Demnach habe ausgerechnet eine Kreis-Mitarbeiterin zwei Tage vor Ende ihrer Quarantäne ihren Arbeitsplatz im Kreishaus in Olpe aufgesucht. "Da ein solches Verhalten nach dem Infektionsschutzgesetz einen Straftatbestand darstellen kann, wurde der Fall den Ermittlungsbehörden übergeben", teilte der Kreis Olpe am Donnerstag mit. 

Da die Mitarbeiterin zu diesem Zeitpunkt zwar symptomfrei gewesen sei, aber möglicherweise das Coronavirus noch in sich getragen habe, seien vorsichtshalber fünf Kolleginnen, zu denen sie an diesem Tag Kontakt hatte, in häusliche Quarantäne geschickt worden. In diesem Zusammenhang erinnert Landrat Frank Beckehoff noch einmal daran, wie wichtig es ist, die Quarantäneregeln einzuhalten: "Quarantänebruch ist kein Kavaliersdelikt. Die angeordneten Maßnahmen haben schließlich das Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Mitmenschen zu schützen. Ein Verstoß gegen die Quarantänebestimmungen kann daher strafrechtlich geahndet werden und wird in jedem Fall entsprechend verfolgt."

Coronavirus im Sauerland: Kreisschützenfest in Herdringen abgesagt

Update, 2. April, 13.45 Uhr: Die Kreishandwerkerschaft Hochsauerland weist darauf hin, dass nicht nur Friseursalons wegen des Coronavirus schließen müssen. Auch mobile Friseure sowie diejenigen, die unentgeltlich ihren Bekannten die Haare schneiden, dürfen ihrer Arbeit momentan nicht nachgehen. "Für die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern ist es vollkommen unerheblich, ob die Friseurdienstleistung im Salon oder in einer Wohnung angeboten wird", erklären Werner Reuther und Ulrich Brieden, die Obermeister der heimischen Friseur-Innungen.

Update, 2. April, 13.10 Uhr: Das Kreisschützenfest des Kreisschützenbundes Arnsberg, das vom 18. bis 20. September in Arnsberg-Herdringen geplant war, findet nicht statt. Die Veranstalter haben sich am Donnerstag dazu entschieden, das Fest abzusagen.

Update, 2. April, 12.05 Uhr: Gute Nachricht für viele Eltern: Im Kreis Olpe werden wegen des Coronavirus im April keine Elternbeiträge für die Kinderbetreuung erhoben. Zudem bekommen Eltern die Hälfte der Beiträge für den Monat März erstattet, wie der Ältestenrat des Kreises per Dringlichkeitsbeschluss entschieden hat.

Update, 2. April, 11.20 Uhr: Nachdem die laufende Saison wegen des Coronavirus abgebrochen wurde, können sich die Volleyballerinnen des RC Sorpesee dennoch berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg in die 2. Bundesliga machen. Dafür muss der Verein aber noch einige Hürden überwinden.

Coronavirus im Sauerland: Telefonische Krankschreibung für 14 Tage möglich 

Update, 2. April, 10.10 Uhr: Arbeitnehmer im Sauerland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun bis zu 14 Tagen am Telefon von ihrem Arzt krankschreiben lassen, wie die AOK NordWest mitteilt. Wegen der Corona-Krise bestand diese Möglichkeit bereits für sieben Tage. Die neue Regelung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

"Die telefonische Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU) ist jetzt auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Voraussetzung ist jedoch immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt", erklärt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Wenn in diesen Fällen ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, sagt der Arzt dem Patienten, wo sich dieser testen lassen kann. Wird dafür eine Überweisung benötigt, schickt die Praxis diese per Post.

Die neue Regelung sieht vor, dass bei einer telefonischen Krankschreibung die Arztpraxis die AU-Bescheinigung direkt an den Versicherten sendet. Die elektronische Gesundheitskarte muss der Versicherte nicht vorlegen. Es reicht, der Arztpraxis die Versichertendaten per Telefon und die Krankenkassen-Mitgliedschaft mündlich zu bestätigen. Bei Patienten, die der Arztpraxis ohnehin schon bekannt sind, übernehmen die Ärzte die Daten aus der Patientenakte.

Coronavirus im Sauerland: Gewerkschaft warnt - "arbeiten am Limit"

Update, 2. April, 9.40 Uhr: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) macht darauf aufmerksam, dass die rund 2000 Menschen, die im HSK in der Lebensmittelindustrie beschäftigt sind, momentan am Limit arbeiten. "Überstunden und Extra-Schichten sind in der Lebensmittelindustrie schon seit Wochen an der Tagesordnung. Die Menschen arbeiten am Limit, damit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka & Co. die Ware nicht ausgeht, sagt Isabell Mura, Geschäftsführerin der NGG-Region Südwestfalen. 

Mura macht deutlich, dass leere Nudelregale oder Tiefkühltruhen nichts mit einer Lebensmittelknappheit zu tun hätten sondern mit "übertriebenen Hamsterkäufen" und "Problemen in der Logistik".Scharfe Kritik übt die NGG-Geschäftsführerin vor allem aber auch an den Vorgaben von Supermarktketten. Die Konzerne forderten von den Herstellern auf der einen Seite, in der Krise noch schneller und noch mehr zu produzieren. Zugleich wolle man die Preise drücken. "Das geht letztlich auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ohnehin unter Volllast arbeiten", so Mura. 

Da es, wie auch die Politik bestätige, in der Lebensmittelindustrie derzeit keinerlei Versorgungsengpässe gebe, warnt die NGG vor geplanten einschneidenden Eingriffen in das Arbeitszeitgesetz. "Corona darf nicht dafür herhalten, die Höchstgrenzen bei der Arbeitszeit auszuhebeln", betont die Gewerkschafterin. Gesetzliche Standards seien wichtig. Sonst leide am Ende die Gesundheit der Beschäftigten: "Wer eine 12-Stunden-Schicht in der Backwarenindustrie hinter sich hat, bei dem steigt die Unfallgefahr", sagt Mura. Das derzeit gültige Arbeitszeitgesetz setze ein klares Limit: nicht mehr als zehn Stunden am Tag und nicht mehr als 60 Stunden pro Woche. 

Auch der richtige Arbeitsschutz sei mit Blick auf den laufenden Hochbetrieb in der Ernährungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk "extrem ernst" zu nehmen. "Die Firmen müssen dafür sorgen, dass genug Schutzkleidung da ist und die Abstandsregeln – etwa an Produktionsstraßen – eingehalten werden. Der Schutz vor Infektionen hat höchste Priorität", so Mura.

Coronavirus im Sauerland: Die Nachrichten von Mittwoch, 1. April

Update, 1. April, 17.30 Uhr: Der Kreis Olpe hat die neuesten Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es mittlerweile 166 Infizierte im Kreisgebiet, ein Mann starb an den Folgen der Covid-19-Erkrankung. Am Mittwoch sind nach Angaben der Kreisverwaltung 66 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten Erkrankten stammen aus der Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren (88), es haben sich aber auch zwei Kinder zwischen 5 und 14 Jahren mit dem Coronavirus angesteckt. Auf der Homepage des Kreises Olpe gibt es detaillierte Zahlen zu den Fällen. 

Coronavirus im Sauerland: Unternehmen unterstützen Gastronomen

Update, 1. April, 16.31 Uhr: Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus verschiebt der Popchor "NJoy" aus Westfeld sein für den 9. Mai geplantes Jubiläumskonzert auf unbestimmte Zeit - "schweren Herzens", wie der Chor mitteilt. Die Mitglieder bedanken sich bei allen, die sich im Vorfeld an der Online-Abstimmung beteiligt haben und versichern, dass die dabei gewählten Lieder bereits ein fester Bestandteil des Konzertprogramms seien. Sobald ein neuer Termin feststeht will "NJoy" diesen bekanntgeben.

Update, 1. April, 16.20 Uhr: Die Sunderner Unternehmens-Initiative "einsU" hat sich eine besondere Aktion einfallen lassen, um Gastronomiebetrieben aus der Stadt durch die Corona-Krise zu helfen. Die 23 Mitglieds-Unternehmen wollen Gutscheine bei den Restaurants und Imbissen kaufen und an ihre Mitarbeiter verteilen. Dafür stellt "einsU" mehr als 10.000 Euro zur Verfügung.

Update, 1. April, 15.45 Uhr: Der Hochsauerlandkreis hat soeben die aktuellen Coronavirus-Zahlen bekanntgegeben. Demnach gibt es aktuell 216 Covid-19-Erkrankte, 96 Genesene und einen Toten. Von den Infizierten werden nach Angaben der Kreisverwaltung 20 stationär behandelt, sieben davon intensiv. Insgesamt waren oder sind also 312 Menschen aus dem HSK mit dem Coronavirus infiziert. 

Coronavirus im Sauerland: Schützenfest könnte verlegt werden

Update, 1. April, 15.40 Uhr: Die Schützenbruderschaft St. Jodokus Wormbach beschäftigt sich mit einer möglichen Absage ihres Schützenfestes, das vom 20. bis 22. Mai stattfinden soll. Die ersten Schützenfeste seien bereits abgesagt, und ob man in diesem Jahr überhaupt ein Schützenfest feiern kann, sei noch fraglich, berichtet der Verein. Falls das Schützenfest in Wormbach dem Coronavirus zum Opfer fallen sollte, haben sich die Verantwortlichen der Bruderschaft bereits auf einen möglichen Ausweichtermin geeinigt. Das Fest soll dann vom 14. bis 16. August nachgeholt werden.

Update, 1. April, 15.31 Uhr: Der Beginn des Spirituellen Sommers 2020 wird wegen des Coronavirus verschoben. Die Verantwortlichen haben sich nach eigenen Angaben bewusst gegen eine komplette Absage der Veranstaltungsreihe entschieden und wollen zu gegebener Zeit über einen neuen Eröffnungstermin beraten. 

Update, 1. April, 15.15 Uhr: Fünf Krankenhäuser aus Olsberg, Schmallenberg, Brilon, Winterberg und Marsberg bilden ab sofort ein gemeinsames Corona-Zentrum Hochsauerland Süd/Ost. Diese Vereinbarung trafen Vertreter der Kliniken gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt. Ziel ist, eine optimierte Versorgung für infizierte Patienten jeden Schweregrades zu schaffen.

Update, 1. April, 14.33 Uhr: Der Kreis Olpe informiert ab sofort per SMS über Ergebnisse der Coronavirus-Tests. Damit soll gewährleistet sein, dass Betroffene möglichst schnell über eine mögliche Infektion informiert werden. 

Coronavirus im Sauerland: Ansturm auf IHK-Hotline

Update, 1. April, 14.14 Uhr: Die Stadt Sundern hat ihre Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus aufgehoben. Damit dürfen Restaurants und Imbisse nun wieder einen Außer-Haus-Verkauf oder Lieferservice anbieten, was zuvor durch die Stadtverwaltung verboten worden war.

Update, 1. April, 13.50 Uhr: Die IHK Arnsberg Hellweg-Sauerland vermeldet einen großen Ansturm auf ihre Coronavirus-Hotlline (02931/878-555), die seit dem vergangenen Freitag geschaltet ist. Dort beantworten Mitarbeiter der IHK Fragen rund um die Zuschüsse für Kleinunternehmen. Allein Am Freitag, Samstag und Sonntag seien mehr als 900 Anrufe eingegangen, teilte die IHK am Mittwoch mit. "Vor allem unser Wochenendservice wurde sehr gut angenommen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange. 

Die IHK-Chefin weist aber auch darauf hin, dass die Förderregeln vom Wirtschaftsministerium seit Freitag immer wieder geändert wurden. Die Unternehmen sollten deshalb vor dem Ausfüllen des Online-Bogens unbedingt die aktuellen FAQs berücksichtigen. Gestaffelt nach Mitarbeiterzahl können Kleinunternehmen folgende Zuschüsse beantragen: Betriebe bis 5 Mitarbeiter 9000 Euro, Betriebe bis 10 Mitarbeiter 15.000 Euro, Betrieb bis 50 Mitarbeiter 25.000 Euro.

Coronavirus im Sauerland: IHK warnt vor Betrugsmaschen

Die Antragsteller sollten unbedingt folgende Informationen bereithalten: ein amtliches Ausweisdokument zur Identifikation (Personalausweis, Reisepass, usw.), die Handelsregisternummer oder eine andere Registernummer (soweit vorhanden) sowie die Angabe des zugehörigen Amtsgerichts, die Steuernummer des Unternehmens und die Steuer-ID eines der Eigentümer, die Adresse des Unternehmens, sofern diese von der Privatadresse abweicht, die Bankverbindung (IBAN + Kreditinstitut) des Firmenkontos für die Auszahlung. Abgefragt werde außerdem die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit sowie die Anzahl der Beschäftigten. Die Anträge werden von der Bezirksregierung Arnsberg bearbeitet und können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden. 

Die IHK warnt in diesem Zusammenhang vor Betrugsmaschen im Zusammenhang mit dem Antrag auf Soforthilfe. "Dabei werden bei Unternehmen telefonisch Daten abgefragt. Am Ende sollen 150 Euro überwiesen werden, bevor der Zuschuss ausgezahlt wird", berichtet die IHK. Unternehmer werden dringend darauf hingewiesen Hinweis, dass zur Beantragung der Förderung ausschließlich die offizielle Seite genutzt werden sollte. Die Kommunikation erfolgt grundsätzlich elektronisch via E-Mail und nicht telefonisch.

Update, 1. April, 13.05 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie verzichtet die Hansestadt Attendorn auf Gebühren für die schulischen Einrichtungen. Das haben die im Rat vertretenen Parteien gemeinsam mit dem Bürgermeister in einer Dringlichkeitsentscheidung entschieden. Diese Regelung gilt zunächst für den April und betrifft die Beiträge für die Offene Ganztagsschule, für die Übermittagsbetreuung bis 13 Uhr und für die Musikschule. 

Coronavirus im Sauerland: Kreis Olpe gibt detaillierte Zahlen heraus

Update, 1. April, 12 Uhr: Um die Zahl der Coronavirus-Infizierten im HSK und Kreis Olpe für unsere Leser auf einen Blick bereitzustellen, haben wir eine Infografik erstellt, die wir täglich aktualisieren. Die Grafik wird immer im oberen Bereich unseres News-Tickers zum Coronavirus im Sauerland zu sehen sein. 

Update, 1. April, 10.55 Uhr: Der Kreis Olpe hat auf seiner Internetseite eine detaillierte Übersicht zu den Coronavirus-Infektionen auf seinem Gebiet veröffentlicht. Dort werden die Covid-19-Erkrankungen nicht nur nach Kommunen aufgeschlüsselt, sondern auch nach Altersgruppen. Überraschend: Ein Infizierter bzw. eine Infizierte gehört zur Gruppe 5 bis 14 Jahre. Die meisten Erkrankten (78) sind zwischen 35 und 59 Jahren alt. Zudem gibt es mehr Coronavirus-Fälle bei Menschen unter 35 Jahren (41) als bei denen über 60 Jahren (28). 

Ebenfalls interessant: Nach Angaben der Kreisverwaltung waren 461 der bislang 803 durchgeführten Coronavirus-Tests negativ. Bei 195 stehe das Ergebnis allerdings noch aus. 67 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, gelten mittlerweile wieder als gesund.

Update, 1. April, 10.21 Uhr: Die Werbegemeinschaft "Aktives Neheim" hat ihr traditionelles "Osternest am Bexleyplatz" abgesagt - "mit großem Bedauern", wie die Verantwortlichen mitteilen. "Die seit mehr als 20 Jahren in der Oberstadt durchgeführte Veranstaltung muss wie viele andere Osterbräuche in diesem Jahr ausfallen", heißt es. 

Dagegen werde die für den 20. April angekündigte Jahreshauptversammlung des Vereins "nur" auf einen späteren Termin verschoben. Der Vorstand des Aktiven Neheim hofft auf Verständnis bei seinen Mitgliedern und den eingeladenen Gästen. "Sobald die Gesamtsituation wieder konkrete Planungen zulässt wird ein neuer Termin festgesetzt und veröffentlicht werden", teilt Citymanager Konrad Buchheister mit.

Hier gelangen Sie zum News-Ticker mit allen Entwicklungen rund um das Coronavirus im Sauerland bis Dienstag, 31. März.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Marcel Kusch/dpa

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