NRW-Warntag 2019

Die Sirenen heulen: Darum wurde es am Donnerstag laut im Sauerland

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Symbolfoto

Sauerland - Wenn Sie am Donnerstagvormittag die Sirenen in ihrem Heimatort aufheulen gehört haben, mussten Sie sich keine Sorgen machen. Im Rahmen des landesweiten Warntages geschah das im gesamten Sauerland. Der Tag fand erneut auf Initiative des NRW-Innenministeriums NRW statt.

Im Hochsauerlandkreis sind nach Angaben der Kreisverwaltung bereits viele Sirenen mit einem digitalen Sirenensteuerempfänger ausgerüstet. Der Probealarm um 10 Uhr wurde über die Sirenen der Gemeinden Bestwig und Eslohe, sowie der Städte Brilon, Arnsberg, Meschede, Olsberg, Hallenberg, Schmallenberg und Winterberg komplett zu hören sein. 

Der Probealarm, der über die Sirenen abgespielt wurde, hörte sich wie folgt an: Er startete mit einem Dauerton, der unterbrochen wurde von einem auf- und absteigendem Heulton, und endete wieder mit einem Dauerton. Der Dauerton signalisiert "Entwarnung", und der auf- und absteigende Heulton bedeutet im Ernstfall "Warnung". 

Motto 2019: "Zusammen warnen"

Auch im Kreis Olpe heulten die Sirenen. Pünktlich um 10 Uhr löste die Kreisleitstelle in Olpe für alle 90 Sirenen in den sieben kreisangehörigen Städten und Gemeinden den Feueralarm (Dauerton, zweimal unterbrochen) aus. Fünf Minuten später erklang der Warnton (Heulton, auf- und abschwellend) und um 10.10 Uhr endete der Test mit dem Signal Entwarnung (Dauerton). 

In diesem Jahr steht der "Warntag NRW" unter dem Motto "Zusammen warnen". Denn was viele nicht wissen: Beim Thema Warnung sind neben der Feuerwehr viele beteiligt, unter anderem der Deutsche Wetterdienst (DWD), der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Kommunen. Daher soll über das Zusammenspiel und die unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen der beteiligten Akteure informiert werden. 

Das dauerhafte Ziel des Warntages ist es, ein Bewusstsein in der Bevölkerung für das Thema Warnung zu schaffen und den Menschen Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können. 

Auch App "NINA" wird einbezogen

Wer in seiner Stadt keine Sirenen hörte, konnte den Warntag dennoch mitbekommen: Dazu empfahl sich die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz "NINA". Diese versendet standortbezogen Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. Am Donnerstag wurde um 10 Uhr eine Probewarnmeldung über die App versendet. "NINA" gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS.

Weitere Informationen zum Probealarm gibt es auf einer vom Land geschalteten Internetseite zum Thema und eigens erstellten Flyern, die unter anderem in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden ausliegen.

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