59 "Corona"-Einsätze der Polizei im HSK - Olper Kollegen sprechen von wenigen Einsätzen

Osterbilanz der Polizei im Sauerland: Ein toter Motorradfahrer - Beamte müssen Platzverweise aussprechen

Verband: Motorradbranche wächst 2016 weiter
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Besonders auswärtige Biker nutzen die Osterfeiertage für einen Ausflug ins Sauerland.

Die Bilanz der Polizei über die Osterfeiertage im Sauerland fällt durchmischt aus: Während im HSK fast 60 Einsätze mit einem Coronavirus-Hintergrund gemeldet wurden, spricht die Polizei im Kreis Olpe von insgesamt wenigen Einsätzen im Zusammenhang mit Corona. In beiden Kreisen mussten die Beamten einige Platzverweise aussprechen. Trauriger Höhepunkt der Osterfeiertage aus polizeilicher Sicht war der tödliche Unfall eines Motorradfahrers.

Im HSK gab es von Gründonnerstagabend, 18 Uhr, bis Ostermontag, 23.59 Uhr 59 Einsätze mit Corona-Hintergrund. Die Polizei erreichten zahlreiche Anrufe mit Hinweisen zu Orten, an denen sich Personen in Gruppen versammelt hatten. An einem Bestwiger Kulturverein verzeichneten die Beamten in der Nacht zum Ostersonntag sieben Ordnungswidrigkeiten und erteilten Platzverweise. In Arnsberg hingegen trafen sich am Sonntag mehrere Menschen an der Königsbergstraße zum Fußballspielen. "Im Großen und Ganzen verhielten sich die meisten jedoch vorbildlich und solidarisch", so die Polizei im HSK. 

Einen dunklen Schatten auf der Bilanz über die Osterfeiertage hinterließen drei schwere Motorradunfälle im östlichen Hochsauerlandkreis, darunter in Hallenberg, Marsberg und Brilon. Besonders schlimm endete ein Frontalcrash am Karfreitag auf der Bundesstraße 236 von Hallenberg in Fahrtrichtung Züschen: Ein 19-Jähriger verstarb noch an der Unfallstelle, nachdem er in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Motorrad verloren hatte und auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden PKW einer 54-jährigen Frau aus Dortmund kollidierte. Die Autofahrerin wurde dabei leicht verletzt. 

Schwer verletzt wurde ebenfalls am Karfreitag ein 49-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall auf der L800 von Helminghausen in Richtung Padberg. In einer Kurve kam der Mann aus Erwitte von der Fahrbahn ab, stieß gegen die Leitplanke und wurde dann auf die angrenzende Wiese geschleudert. Die Feuerwehr musste diesen aus einem Stacheldrahtzaun befreien. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert. 

Auch auf der L870 zwischen Hoppecke und Brilon gab es am Samstagnachmittag einen Verkehrsunfall mit zwei Motorradfahrern. Ein 40-jähriger Briloner kollidierte nach einem Überholmanöver mit dem entgegenkommenden Motorrad eines 51-jährigen aus Warstein. Die beiden Motorräder brannten nach dem Crash völlig aus. Beide Unfallbeteiligten kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. 

Ein 51-jähriger Rennradfahrer verletzte sich an Karfreitag auf dem Radweg von Amecke in Richtung Langscheid schwer. Aus bislang unbekannten Gründen verlor er auf einer Geraden die Kontrolle über sein Fahrrad und stürzte. Vermutlich verhinderte der Fahrradhelm schwerere Verletzungen.

Polizei: "Wir danken allen, die sich an die Regeln gehalten haben"

Die Polizei Olpe berichtet von diesen Fällen: Auf einer Grünfläche hinter dem Feuerwehrhaus in Altenhundem wurde eine Zusammenkunft von acht Personen gemeldet. Die Gruppe hatte sich dort verabredet und saß im Kreis zusammen. Einem erteilten Platzverweis wurde Folge geleistet.

Auf einer Wiese zwischen dem Bremger Weg und der Ortschaft Rauterkusen in Attendorn wurde am Gründonnerstag gegen 18 Uhr eine Zusammenkunft von sechs Jugendlichen festgestellt. Nach Aufforderung löste sich die Gruppe auf.

Nicht ganz so einsichtig zeigte sich eine Gruppe von erwachsenen Personen, die sich am Samstagabend vor einem Einkaufszentrum in Attendorn versammelt hatte und alkoholische Getränke konsumierte.

In allen Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Darüber hinaus verzeichnete die Kreispolizeibehörde wenige Anrufe mit dem Hinweis auf Zusammenkünfte von mehreren Personen, auch im privaten Bereich. Nach Eintreffen der Beamten hatten sich die meisten Einsatzanlässe bereits erledigt. In den anderen Fällen zeigten sich die Betroffenen einsichtig und lösten die Treffen auf.

Wie zu erwarten waren die Motorradstrecken im Kreis Olpe insbesondere von auswärtigen Kradfahrern stark frequentiert. Neben drei Unfällen wurden die bei Bikern beliebten Treffpunkte aber gemieden, auch wegen der Absperrmaßnahmen. "Insgesamt zieht die Polizei ein positives Fazit. Wir danken allen, die sich an die Regeln gehalten haben", so die Olper Polizei.

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