News-Ticker zum Orkantief

Sturm Sabine im Sauerland: Feuerwehr muss nochmal ausrücken - Straßen noch gesperrt

Am Tag nach Sturm Sabine wird an den waldreichen Strecken im Sauerland das Ausmaß der Schäden sichtbar - wie hier bei Brilon-Bontkirchen.
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Am Tag nach Sturm Sabine wird an den waldreichen Strecken im Sauerland das Ausmaß der Schäden sichtbar - wie hier bei Brilon-Bontkirchen.

Sauerland - Sturm Sabine ist in der Nacht zu Montag über das Sauerland gefegt. Glücklicherweise waren die Auswirkungen nicht so schlimm wie befürchtet. Alle Infos gibt es in unserem News-Ticker.

Update Dienstag, 13.17 Uhr: Auf zwei Straßen im HSK sind immer noch die Auswirkungen von Sturm Sabine zu spüren: Wie der Hochsauerlandkreis auf seiner Facebook-Seite mitteilt, sind die K22/3 zwischen Voßwinkel und Echthausen sowie die K47/2 bei Assinghausen noch immer gesperrt. Letztere bleibt demnach auch noch bis voraussichtlich Freitag, 14. Februar, gesperrt.

Update Dienstag, 12.51 Uhr: Auch am Dienstag hielt das stürmische Wetter die Feuerwehren im Sauerland auf Trab. In Attendorn mussten die Brandschützer ausrücken, weil ein Baum auf ein Haus gestürzt war und größere Schäden drohten.

Update Montag, 15.58 Uhr: Die höchste Windgeschwindigkeit in Nordrhein-Westfalen wurde in der Nacht auf Montag im Sauerland gemessen. Einer Grafik auf kachelmannwetter.de zufolge war auf dem Kahlen Asten bei Winterberg (842 Meter) eine Orkanböe 137 Stundenkilometer schnell. Dies entspricht Windstärke 12.

Sturm Sabine im Sauerland: Freie Fahrt auf (fast) allen Straßen

Update Montag, 15.12 Uhr: Fast freie Fahrt meldet der Kreis Olpe nach Sturm Sabine. Einzig die Strecke im Repetal von Helden bis Berlinghausen ist ab Abzweig L697 bis mindestens Dienstag weiter gesperrt - ebenso der Verbindungsweg von der B55 bei Lennestadt-Bruchhausen in Richtung Jäckelchen. Alle anderen Landstraßen im Kreis Olpe sind wieder für den Verkehr freigegeben.

Nach Angabe der Kreispolizeibehörde Olpe war es für die Polizei im Verlauf des Sturms Sabine zu 40 Einsätzen gekommen: "Es kam zu drei Verkehrsunfällen, bei denen Fahrzeuge durch auf der Fahrbahn liegende Äste beziehungsweise Bäume beschädigt wurden. Der Gesamtschaden liegt im vierstelligen Bereich. Personen wurden nicht verletzt."

Update Montag, 14.42 Uhr: Im HSK herrscht nach Sturm Sabine auf fast allen Straßen wieder freie Fahrt. Lediglich eine Landesstraße und fünf Kreisstraßen sind momentan noch gesperrt, wie Straßen.NRW und der Hochsauerlandkreis auf Nachfrage berichteten: 

  • L913 Thülen-Hoppecke 
  • K10 Wennigloh-Müschede 
  • K22 Voßwinkel-Echthausen 
  • K45 Eversberg-Wehrstapel 
  • K47 Assinghausen-Bruchhausen 
  • K61 Hoppecke-Bontkirchen

Die Straßenmeistereien arbeiten nach Aussage von Kreispressesprecher Jürgen Uhl aber "sehr schnell", sodass auch diese Sperrungen im Laufe des Tages aufgehoben werden sollen. Auf der A46 habe es durch Sturm Sabine keine Probleme gegeben, erklärte Oscar Santos, Sprecher von Straßen.NRW. 

Im HSK gab es bis zum Mittag insgesamt 81 Sturm-Einsätze für die Feuerwehren, die laut Kreisverwaltung mit rund 500 Kräften im Einsatz waren. Damit gab es deutlich weniger Einsätze als bei den Stürmen Friederike im Januar 2018 sowie Eberhard im März 2019. Anders als bei anderen Stürmen habe es diesmal allerdings keine Schwerpunkte gegeben, stattdessen sei das gesamte Kreisgebiet gleichmäßig betroffen gewesen, erklärte Jürgen Uhl.

Sturm Sabine im Sauerland: Friedhof teilweise gesperrt

Update Montag, 13.44 Uhr: Ungeahnte Folgen hat das Sturmtief Sabine in Kirchhundem. Dort hat die Gemeindeverwaltung einen Teil des Kommunalfriedhofs wegen "Gefahr im Verzug" gesperrt: "Ein Baum ist bereits auf das oberen Grabfeld gestürzt, weitere umstürzende Bäume können zur Zeit nicht ausgeschlossen werden", teilt die Verwaltung mit. Die Gefahr soll beseitigt werden sobald die Wetterverhältnisse es zulassen. Bis dahin bittet die Verwaltung alle Bürger, die vorhandene Absperrung zu beachten und sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. 

In Kirchhundem ist infolge des Sturms Sabine ein Baum auf ein Grabfeld des kommunalen Friedhofs gestürzt.

Sturm Sabine im Sauerland: In Wäldern herrscht weiter Lebensgefahr

Update, Montag, 13.29 Uhr: Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat sich am Mittag ebenfalls zu Sturm Sabine geäußert. Dieser sei "wohl nicht so schlimm" wie Orkan Friederike im Januar 2018 gewesen. Eine erste Einschätzung dazu, was Sabine im Wald angerichtet hat, soll es am Nachmittag geben, wie der Landesbetrieb via Twitter mitteilte - verbunden mit einer Warnung: "Viele Wege noch unpassierbar. Bitte nicht in die Wälder gehen! Lebensgefahr!" 

Diese Warnung gilt nach Angaben von Wald und Holz NRW noch für die "nächsten Tage". Die bis Dienstag erwarteten Windgeschwindigkeiten würden weiterhin ausreichen, in den angeschlagenen Wäldern Bäume zu entwurzeln und schwere Äste herabstürzen zu lassen. Der Orkan habe mit Böen von über 130 km/h überall im Land tausende Bäume entwurzelt und abgeknickt. "Eine genaue Erhebung der Schäden kann erst in den nächsten Tagen erfolgen", heißt es. Nach ersten Einschätzungen von Regionalforstämtern habe Sturm Sabine aber "deutlich geringere" Schäden angerichtet, als die Stürme Friederike und Kyrill, die in den Jahren 2007 und 2018 mehrere Millionen Bäume entwurzelt haben.

Update, Montag, 12.41 Uhr: In den Schulen im Sauerland wird nach Sturm Sabine am Dienstag wohl wieder Normalität einkehren. Die Stadt Olsberg und die Gemeinde Bestwig haben beispielsweise am Montagmittag mitgeteilt, dass alle städtischen Schulen am Dienstag wieder normal öffnen. Das dürfte wohl auch für die anderen Schulen im HSK und Kreis Olpe gelten, die am Montag wegen des Orkantiefs geschlossen geblieben waren. 

Sturm Sabine im Sauerland: Auto kracht in umgestürzten Baum

Update, Montag, 12.08 Uhr: Das Gröbste scheint in Bezug auf Sturm Sabine überstanden zu sein. Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung für das Sauerland aufgehoben - Orkanböen soll es also nicht mehr geben. Windig bleibt es aber dennoch: Bis 18 Uhr gilt noch eine amtliche Warnung des DWD vor Stuemböen, die "in exponierten Lagen" Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreichen können.

Update, Montag, 11.45 Uhr: Riesiges Glück hatte ein Autofahrer bei Attendorn: Der Mann war am Sonntagabend auf der Verbindungsstraße zwischen Attendorn und Helden mit einem durch Sturm Sabine umgestürzten Baum kollidiert, wie die Feuerwehr Attendorn am Montag mitteilte. Der konnte sich selbst unverletzt aus seinem Auto befreien. 

Insgesamt sind die Auswirkungen des Orkantiefs in Attendorn nach Angaben der Feuerwehr "verhältnismäßig gering" ausgefallen. Zwischen 16 Uhr am Sonntagnachmittag und 1 Uhr in der Nacht verzeichnete die Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Attendorn lediglich fünf wetterbedingte Einsätze, hinzu kamen noch drei weitere in den frühen Morgenstunden des Montags. 

Zwischen Attendorn und Helden kollidierte ein Auto mit einem Baum, der durch Sturm Sabine umgestürzt war.

Sturm Sabine im Sauerland: Viel Arbeit für Straßen.NRW

Update, Montag, 11.20 Uhr: Die Hohe Bracht, Wahrzeichen des Kreises Olpe, ist mittlerweile auch von der Außenwelt abgeschnitten. Die L715 ist zwischen Bilstein und dem Abzweig Bahnbetriebswerk Altenhundem gesperrt. Auf dieser Strecke liegt der Abzweig zur Hohen Bracht (K20), der folgerichtig nicht erreichbar ist. Der Kreis Olpe hat alle Straßensperrungen in seinem Gebiet auf einer Online-Karte zusammengefasst.

Update, Montag, 10.53 Uhr: Sturm Sabine hat beim Landesbetrieb Straßen.NRW in der Nacht für viel Arbeit gesorgt. Und auch seit dem Morgen sind die Mitarbeiter weiter im Einsatz, um unpassierbare Straßen zu sperren oder Sturmschäden zu beseitigen. "Unsere Meistereien hatten mit Blick auf den angekündigten Sturm ihre Verkehrssicherungsbereitschaften verstärkt. Eine Entscheidung, die sich ausgezahlt hat", sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW. Dort, wo die starken Böen Schäden angerichtet hatten, "konnten wir so schnell reagieren. Mein Dank geht an diese Kolleginnen und Kollegen für ihren nicht ungefährlichen Einsatz." Vor allem in den waldreichen Regionen hatten die Meistereien Motorsägen und Absperrmaterial bereitgestellt. 

Sturm Sabine im Sauerland: Ampelanlage beschädigt

Update, Montag, 10.31 Uhr: Sollten Sie noch weitere Straßensperrungen im Sauerland sehen oder sollten Sie merken, dass gesperrte Strecken wieder frei sind, lassen Sie uns das gerne wissen. Wir freuen uns über Ihre E-Mails an internet@wa.de oder Ihre WhatsApp-Nachrichten an 0175/7988582.

Update, Montag, 10.06 Uhr: Umgestürzte Bäume waren bei Sturm Sabine im Sauerland an der Tagesordnung. Ungewöhnlicher war dagegen eine Ampelanlage, die das Orkantief auf der B480 in Winterberg beschädigt hatte. Die Feuerwehr musste die Anlage sichern. Insgesamt war die Anzahl der Einsätze im Stadtgebiet Winterberg, die Sturm Sabine verursacht hat, war nach Angaben der Feuerwehr "überschaubar". 

Auch in Winterberg musste die Feuerwehr einige Einsätze in Verbindung mit Sturm Sabine abarbeiten.

Sturm Sabine im Sauerland: Feuerwehr auch bei Dachstuhlbrand gefordert

Update, Montag, 9.41 Uhr: Als hätten sie Einsatzkräfte im Sauerland mit Sturm Sabine nicht schon genug zu tun gehabt: Die Feuerwehr Sundern musste in der Nacht zu einem Dachstuhlbrand in Selschede ausrücken - während parallel Sturmeinsätze liefen.

Update, Montag, 9.26 Uhr: Es gibt noch weitere Sperrungen durch Sturm Sabine im Kreis Olpe: Der Verbindungsweg Halberbracht - Stöppel - Langenei ist komplett dicht, die Ortschaft Stöppel ist nicht erreichbar. Auch die Straße von Röhrenspring nach Faulebutter sowie die K17 zwischen Helden und Bremge sind aktuell gesperrt.

Insgesamt wurden bei der Kreisleitstelle Olpe bis zum jetzigen Zeitpunkt 64 sturmbedingte Einsätze registriert. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. 

Sturm Sabine im Sauerland: Wetterdienst warnt weiter vor Orkanböen in Höhenlagen

Update, Montag, 8.55 Uhr: Nicht nur auf den Straßen gibt es noch Einschränkungen, auch der Bus- und Bahnverkehr im Sauerland läuft nach Sturm Sabine noch nicht störungsfrei. Die Deutsche Bahn kontrolliert am Montagmorgen ihre Strecken bei sogenannten Erkundungsfahrten. Nur wenn die Strecken frei sind bzw. Schäden behoben wurden, werden sie wieder für den Zugverkehr freigegeben. 

Im Kreis Olpe fahren zwar Busse, aufgrund von Straßensperrungen können einige Straßen allerdings nicht von gewissen Buslinien angesteuert werden, wie die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd auf ihrer Facebook-Seite berichten: 

  • L524 / Oberveischede - Mecklinghausen: L 880 zwischen Oberveischede und Mecklinghausen
  • R90 / Neuenkleusheim: L 711 ab Sägewerk bis Abzweig Fahlenscheid
  • R62 / Attendorn - Berlinghausen - Repe; Verbindungsweg von der von der L 697 zur K 13, ebenso von Repe aus
  • R62 / Attendorn - Helden: L 697 ab dem Abzweig Burg Schnellenberg bis Ortsausgang Helden; Bruchhausen - Jäckelchen: von der B55 nach Jäckelchen
  • L546 / Unterneger - Oberneger: K 18 zwischen Abzweig Unterneger und Abzweig Oberneger 

In jedem Fall macht es Sinn, sich vor Fahrtantritt zu informieren, ob die jeweilige Bahn- oder Buslinie Sie ans gewünschte Ziel bringt.

Update, Montag, 8.39 Uhr: Das Wetter im Sauerland bleibt mehr als ungemütlich. Es kann auch weiterhin sehr stürmisch sein: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin noch bis 12 Uhr vor Orkanböen zwischen 105 und 120 km/h, die oberhalb von 600 Metern auftreten können. 

Zudem wird seitens der Experten vor Dauerregen und starkem Gewitter im HSK und Kreis Olpe gewarnt. Die starken Regenfälle, die das Orkantief mit sich gebracht hat, haben die Pegel der Sauerländer Flüsse bereits stark ansteigen lassen. 

Die starken Regenfälle in Verbindung mit Sturm Sabine haben den Pegel der Ruhr - wie hier in Arnsberg - deutlich ansteigen lassen.

 

Sturm Sabine im Sauerland: Polizei zieht erste Bilanz

Update, Montag, 8 Uhr: Sturm Sabine hat das Sauerland in der Nacht noch einmal kräftig durchgewirbelt. Allerdings war das Orkantief deutlich schwächer als zunächst erwartet, was auch die erste Bilanz der Polizei im HSK belegt: "Der Polizei wurden über 70 Gefahrenstellen gemeldet. Die Feuerwehr musste etwa 100 Mal ausrücken. Glücklicherweise wurden bislang keine verletzten Menschen oder größere Schäden gemeldet", heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den meisten Einsätzen habe es sich um umgestürzte Bäume gehandelt. 

Doch auch wenn Sabine im Sauerland nicht so heftig wie befürchtet war, hat der Sturm dennoch einige Schäden angerichtet. Im HSK sind immer noch viele Straßen gesperrt, wie folgende Liste der Polizei beweist:

  • L913 Thülen-Hoppecke 
  • B229 Arnsberg-Möhnesee 
  • K8 Niedereimer-Breitenbruch (Wannestraße) 
  • K10 Müschede-Wennigloh 
  • L839 Arnsberg-Hellefeld (Hellefelder Höhe) 
  • K45 Wehrstapel-Eversberg 
  • Gemeindestraße Alfert-Föckinghausen 
  • K9 Lenscheid-Wildewiese 
  • K47 Assinghausen-Bruchhausen 
  • L640 Altastenberg-Ohlenbach 
  • L776 Heringhausen-Ramsbeck 
  • K44 Heringhausen-Berlar 
  • Elpestraße in Ostwig 
  • L776 Gellinghausen-Rimberg 
  • B480 Albrechtsplatz-Bad Berleburg 
  • K22 Voßwinkel-Echthausen 
  • L840 Laer-Calle
  • L685 Arnsberg-Sundern (Ochsenkopf)

Dementsprechend ist Arnsberg-Breitenbruch offenbar weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten, weil beide Straßen, die in den bzw. aus dem 200-Seelen-Ort herein- bzw. herausführen gesperrt sind. "Die Straßen werden nach dem Sturm durch die zuständigen Straßenmeistereien geräumt", erklärte die Polizei in der Nacht. 

Auch die L839 zwischen Arnsberg und Hellefeld, die sogenannte "Hellefelder Höhe" ist weiterhin gesperrt.

Gebannt ist die Gefahr durch Sturm Sabine aber noch nicht: "Auch weiterhin ist mit starken Windböen im Sauerland zu rechnen! Seien Sie also weiterhin vorsichtig und informieren Sie sich über das Wetter der nächsten Tage!", warnt die Polizei.

Update 23 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung über Sturm Sabine an dieser Stelle vorerst. Über die Nacht wird unser NRW-weiter Sturm-Ticker Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Ab Montagmorgen wird es auch an dieser Stelle wieder Informationen und Neuigkeiten aus dem Sauerland geben. Wir wünschen allen Sauerländern eine gute Nacht und hoffen, dass Sturm Sabine nicht allzu heftig wird. Weiterhin hoffen wir, dass die vielen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, etc. die Nacht gesund und ohne große Zwischenfälle überstehen. 

Sturm Sabine im Sauerland: Höhepunkt wohl nach Mitternacht

Update 22.42 Uhr: Die Stadt Lennestadt ist Angaben der Feuerwehr zufolge mit insgesamt sieben wetterbedingten Einsatzstellen bisher "weitestgehend von schweren Sturmschäden verschont geblieben". Weil aber zu Beginn der zweiten Nachthälfte mit einer erneuten Zunahme der Windgeschwindigkeiten gerechnet wird, bleibe die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) vorerst mit mehreren Führungskräften besetzt, um auf eine mögliche Lageänderung kurzfristig reagieren zu können. 

"Die elf Feuerwehrgerätehäuser im Stadtgebiet Lennestadt sind vorerst nicht mit Einsatzpersonal besetzt. Im Einsatzfall werden die Kameradinnen und Kameraden der jeweiligen Einheiten nach Bedarf alarmiert", teilt die Feuerwehr Lennestadt auf ihrer Facebook-Seite mit. Aktuell ist die Ortschaft Stöppel durch umgestürzte Bäume auf den beiden Verbindungswegen zwischen Halberbracht und Kickenbach nicht erreichbar.

Update 22.04 Uhr: Wie die "Wetterjäger Südwestfalen" auf Facebook berichten, wird die Kaltfront von Orkantief Sabine bald NRW erreichen. Den Höhepunkt des Sturms im Sauerland und in Südwestfalen erwarten die Wetter-Experten nach Mitternacht. Offen sei aber noch, wie stark die Kaltfront sein wird und ob Orkanböen an ihr auftreten. "Der Abendlauf des ECMWF Modells hat weiter Orkanböen bis 140 km/h drin. Auch andere Modelle haben die ein oder andere 120er Böe drin", erklären die Wetterjäger Südwestfalen. 

Die stärksten Böen bislang waren laut den Wetterjägern: 104 km/h in Büren, 102 km/h auf dem Kahlen Asten, 101 km/h auf der Hohen Bracht, 96 km/h in Arnsberg und 93 km/h in Werl. Diese Werte bleiben wohl nicht die ganze Nacht die "Spitzenreiter". 

Sturm Sabine im Sauerland: Fichte fällt auf Haus - Feuerwehr rückt aus

Update 21.35 Uhr: Im Kreis Olpe und im Kreis Siegen-Wittgenstein fahren am Sonntag wegen Sturm Sabine ab 22 Uhr keine Busse mehr. Das teilten die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) auf ihrer Homepage mit: "Gemäß Wettervorhersage wird der Sturm 'Sabine' in den späten Abendstunden einen ersten Höhepunkt erreichen. Zur Gefahrenabwehr und zum Schutz unserer Kunden und Beschäftigten werden wir vor diesem Hintergrund den Busverkehr in den Kreisen Siegen Wittgenstein und Olpe ab heute Abend 22h komplett einstellen!"  

Über mögliche Verkehrseinschränkungen im Linienverkehr am Montag will die VWS "möglichst zeitnah" informieren. Eine Aussage zu Schulbussen trifft das Unternehmen allerdings schon: "Bereits jetzt weisen wir darauf hin, dass durch gemeldete Schulausfälle in beiden Kreisen der Schülerverkehr in weiten Teilen nicht durchgeführt wird!", heißt es auf der Website des VWS.

Update 21.30 Uhr: In Sundern berichtet die Feuerwehr von weiteren Einsätzen, unter anderem in den Ortsteilen Linnepe und Hachen. Spektakulär wurde es in Tiefenhagen. Dort ist nach Angaben der Feuerwehr "eine größere Fichte" auf ein Haus gefallen. Die Einheit Hachen und die Drehleiter aus der Kernstadt rückten aus. 

Sturm Sabine im Sauerland: Lage beruhigt sich - Höhepunkt steht aber noch bevor

Update 21.05 Uhr: Die Feuerwehr Meschede musste nach eigenen Angaben bisher acht Einsätze im Stadtgebiet abzarbeiten. Zudem berichten die Brandschützer, dass die städtischen Schulen in Meschede wegen Sturm Sabine am Montag geschlossen bleiben, ebenso wie das Gymnasium der Benediktiner und das Berufskolleg des Hochsauerlandkreises im Dünnefeld.

Update 20.51 Uhr: Aktuell ist die Lage im Sauerland etwas ruhiger, das Einsatzaufkommen durch Sturm Sabine geht laut Polizei momentan "etwas zurück". Doch die Gefahr ist nicht gebannt: "Aber Vorsicht! Sabine wird ihre volle Kraft wohl erst in der Nacht erreichen", twittert die Polizei HSK. Zwei weitere Straßen-Sperrungen sind aber dennoch hinzugekommen: Die K44 zwischen Bestwig-Heringhausen und Bestwig-Berlar sowie die Elpestraße in Bestwig-Ostwig können nicht mehr befahren werden. 

Sturm Sabine im Sauerland: 450 Feuerwehrleute arbeiten 60 Einsätze ab

Update 20.29 Uhr: Im Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen (ZFR) in Meschede-Enste hat der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE) um 16 Uhr seine Arbeit wegen Sturm Sabine aufgenommen. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Bernd Krause arbeiten hier Vertreter von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie der Kreispressesprecher und der Polizeipressesprecher, um die Bevölkerung zu informieren. 

Im Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen in Meschede-Enste arbeitet der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE), um die Bevölkerung über die aktuellen Entwicklungen rund um Sturm Sabine im Sauerland zu informieren.

Gegen 20 Uhr hieß es aus dem ZFR, dass zu diesem Zeitpunkt 450 Feuerwehrkräfte 60 Einsätze abarbeiten. "Die Ortschaft Breitenbruch in der Stadt Arnsberg ist nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten. Der Malteser Hilfsdienst ist mittlerweile vor Ort und stellt dort die rettungsdienstliche Versorgung sicher", berichtet Kreissprecher Martin Reuther.

Update 20.21 Uhr: Auch am Montagmorgen kommt es durch Sturm Sabine wohl auch Störungen und Zugausfällen im Bahnverkehr.

Sturmtief Sabine zieht über NRW: Die Bilder von Sonntag und Montag

Sturm Sabine im Sauerland: Stärkung für die Feuerwehr

Update 20.07 Uhr: Die Feuerwehren im Sauerland sind wegen Sturm Sabine bereits im Dauereinsatz, doch es liegen noch einige arbeitsreiche Stunden vor den Einsatzkräften. Um den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz zu danken und sie für die anstehenden Herausforderungen zu stärken, hat die Jugendgruppe der Freilichtbühne Hallenberg der örtlichen Feuerwehr "eine kleine Stärkung in Form von Brezeln" vorbeigebracht, wie die Feuerwehr Hallenberg auf Facebook berichtet.

Update 20.01 Uhr: Wenn Sie Fotos und Videos von Sturm Sabine im Sauerland haben, können Sie uns die gerne per Mail an internet@sauerlandkurier.de schicken. Schreiben Sie kurz dazu, wo die Aufnahme gemacht wurde und was darauf zu sehen ist.  

Sturm Sabine im Sauerland: Berufskollegs im HSK bleiben am Montag zu

Update 19.51 Uhr: Nachdem es beim Berufskolleg Olsberg schon klar war, bleiben nun auch die vier weiteren Berufskollegs des Hochsauerlandkreises am Montag geschlossen, wie die Kreisverwaltung am Sonntagabend mitteilte. Demnach habe die Kreis-Schulverwaltung gemeinsam mit den Schulleitungen entschieden, die fünf Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises - also das Berufskolleg Berliner Platz in Hüsen, das Berufskolleg am Eichholz in Arnsberg, das Berufskolleg Meschede, das Berufskolleg Brilon sowie das Berufskolleg Olsberg - ebenfalls wegen Sturm Sabine zu schließen: "Es findet kein Unterricht statt."

Update 19.37 Uhr: Auch die Feuerwehr in Attendorn hat durch Sturm Sabine einiges zu tun. Wie die Brandschützer auf ihrer Internetseite berichten, kommt es rund um die Hansestadt zu mehreren Straßensperrungen. So sind momentan die L880 zwischen Mecklinghausen und Oberveischede, die L697 zwischen Attendorn und Helden, die Verbindung von der L880 zum Ortsteil Jäckelchen sowie der Verbindungsweg zwischen der L697 (Heldener Straße) und der K17 ("Berlinghauser Weg") dicht. 

Sturm Sabine im Sauerland: Starker Wellenhang auf den Stauseen

Update 19.21 Uhr: Es gibt noch weitere Straßensperrungen im Sauerland. Hier eine Auflistung der Strecken, die im HSK wegen Sturm Sabine nicht mehr zu befahren sind:

  • L913 Thülen-Hoppecke 
  • B229 Arnsberg-Möhnesee 
  • K8 Niedereimer-Breitenbruch (Wannestraße)
  • K10 Müschede-Wennigloh
  • L839 Arnsberg-Hellefeld (Hellefelder Höhe)
  • K45 Wehrstapel-Eversberg 
  • Gemeindestraße Alfert-Föckinghausen 
  • K9 Lenscheid-Wildewiese 
  • K47 Assinghausen-Bruchhausen 
  • L640 Altastenberg-Ohlebach 
  • L776 Heringhausen-Ramsbeck

Update 19.15 Uhr: Auch an den Stauseen im Sauerland tobt Sturm Sabine. Mit mächtigen Böen fegte das Orkantief bereits am frühen Abend beispielsweise über den Sorpesee bei Sundern - und sorgte damit für ungewöhnlich starken Wellengang. Ansonsten ist es rund um den See zu der Zeit offenbar noch nicht zu größeren Schäden gekommen. 

Sturm Sabine sorgt am Sorpesee bei Sundern für ungewöhnlich starken Wellengang.

Sturm Sabine im Sauerland: Bahn stellt Zugverkehr ein

Update 18.57 Uhr: Züge fahren im Sauerland übrigens schon seit knapp eineinhalb Stunden nicht mehr. Die Deutsche Bahn kündigte bei Twitter an, dass der Zugbetrieb von "Regio NRW" wegen Unwetterschäden durch Sturm Sabine ab etwa 17.30 Uhr eingestellt wird. "Die Züge fahren noch zu geeigneten Bahnhöfen bzw. bis zum Endbahnhof und werden abgestellt", hieß es.

Update 18.53 Uhr: Die Polizei im Sauerland vermeldet weitere Straßen, die wegen Sturm Sabine gesperrt wurden. Demnach sind nun auch die L640 zwischen Winterberg-Altastenberg und Schmallenberg-Ohlenbach sowie die L776 zwischen Bestwig-Heringhausen und Bestwig-Ramsbeck dicht, wie die Kreispolizeibehörde HSK auf Twitter berichtet. Die gute Nachricht: "Verletzte Menschen und größere Schäden wurden den Einsatzkräften bislang nicht gemeldet", erklärt die Polizei. Bei den meisten Einsätzen handele es sich um durch Sturm Sabine umgestürzte Bäume. 

Sturm Sabine im Sauerland: In diesen Fällen sollten Sie die 112 wählen

Update 18.44 Uhr: Viele Feuerwehren aus dem Sauerland weisen die Bürger auf die Handhabung des Notrufs 112 im Zusammenhang mit Sturm Sabine hin: Dieser sollte "nur in Notfällen, wenn unmittelbar Gefahr droht oder wenn Verkehrsstraßen blockiert sind" gewählt werden, wie beispielsweise die Feuerwehr Winterberg bei Facebook schreibt. Bäume auf Privatgrundstücken, die keine Gefahr für Leib und Leben darstellen, können nach dem Sturm durch den Eigentümer beseitigt werden. "Aufgrund der Vielzahl der zu erwartenden Einsätze bitten wir um Verständnis, dass wir diese nach Dringlichkeit und Gefährdung abarbeiten", teilt die Winterberger Wehr mit - stellvertretend für alle Einheiten aus dem Sauerland.

Update 18.22 Uhr: Auch die Autobahnen in der Region sind von Sperrungen durch Sturm Sabine betroffen: Auf der A45 ist beispielsweise der Abschnitt zwischen Hagen und Hagen-Süd gesperrt, weil dort Bäume auf die Fahrbahn gestürzt sind.

Sturm Sabine im Sauerland: Schulen bleiben zu - Straßen gesperrt

Update 18.17 Uhr: Das Berufskolleg Olsberg hat auf seiner Homepage mitgeteilt, dass der Unterricht am morgigen Montag ausfällt. Auszubildende und Praktikanten sollen sich mit ihren Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben absprechen.

Update 18.10 Uhr: Auch die Feuerwehr Lennestadt hat am Nachmittag eine Einsatzzentrale im Gerätehaus in Grevenbrück eingerichtet. Die Löschgruppen Halberbracht und Kickenbach wurden nach Angaben der Feuerwehr am Sonntagmittag zu mehreren umgestürzten Bäumen auf den Verbindungswegen von Halberbracht Richtung der Ortschaft Stöppel alarmiert. "Der Verbindungsweg bleibt vorerst gesperrt", teilt die Feuerwehr mit. Auch die Löschgruppe Oedingen wurde zu umgestürzten Bäumen auf der B55 zwischen Cobbenrode und Oedingen alarmiert. 

Sturm Sabine im Sauerland: Breitenbruch von der Außenwelt abgeschnitten

Update 18.01 Uhr: Wie die Feuerwehr Sundern auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, ist auch die K9 zwischen dem Hohen Lenscheid und Sundern-Wildewiese gesperrt. Die Sunderner Wehr hat nach eigenen Angaben "aufgrund der zunehmenden Anzahl von Einsätzen im Stadtgebiet" die Feuerwehreinsatzzentrale an der Feuerwache in der Kernstadt in Betrieb genommen. Dort erfolgt seitdem die Koordination der Einsätze.

Update 17.23 Uhr: Breitenbruch, ein kleiner Ortsteil von Arnsberg im Sauerland, ist durch Sturm Sabine von der Außenwelt abgeschnitten. Nachdem die Polizei bereits die B229 zwischen Breitenbruch und dem Möhnesee gesperrt hat, ist nun auch die Wannestraße zwischen Niedereimer und Breitenbruch dicht. "Breitenbruch ist somit nicht erreichbar", vermeldet die Polizei HSK auf Twitter. Für die medizinische Notfallversorgung der Menschen in Breitenbruch sei aber der Malteser Hilfsdienst auf dem Weg. 

Sturm Sabine im Sauerland: Einige Straßen gesperrt

Spätestens jetzt gilt für alle, die nicht unbedingt etwas draußen zu suchen haben, im Haus zu bleiben! Viele Städte haben Unwetteralarm ausgelöst - das bedeutet für die Feuerwehren, dass die Einsatzkräfte die Gerätehäuser besetzen. Von dort werden sie zu den einzelnen Einsatzstellen geschickt, die in den Funkräumen der Gerätehäuser entgegen genommen werden. Alle Einsatzkräfte stellen sich auf einen langen Tag und eine noch längere Nacht ein.

Im Sauerland halten immer mehr Bäume dem Sturm nicht stand. Die Kreispolizeibehörde HSK vermeldet via Twitter folgende Straßensperrungen:

  • L913 zwischen Thülener Kreuz und Hoppecke 
  • B229 zwischen Breitenbruch und Möhnesee 
  • L839 Hellefelder Höhe

„Weitere Sperrungen werden vermutlich folgen! Bleiben Sie vorsichtig!“, teilt die Polizei mit. Auf den sehr bewaldeten Strecken zwischen Breitenbruch und Möhnesee sowie zwischen Arnsberg und Hellefeld waren schon bei vergangenen Stürmen zahlreiche Bäume umgefallen.

Sturm Sabine im Sauerland: Schulen geschlossen

Wie die Stadt Arnsberg via Facebook mitteilt, bleiben die städtischen Schulen inklusive OGS und städtische Kindertagesstätten am Montag, 10. Februar, geschlossen. "Allen nichtstädtischen Schulen und Kindertagesstätten wird empfohlen, ebenso zu verfahren", so die Stadtverwaltung. 

Auch in der Stadt Sunden bleiben alle Schulen am Montag zu, wie der zuständige Fachbereich der Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte. "Noch ist nicht absehbar wie schwer das Orkantief die Stadt Sundern treffen wird. Zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler bleiben die Schulen aber als Vorsichtsmaßnahme am Montag geschlossen", heißt es. Die städtischen Kindertageseinrichtungen werden allerdings entgegen einer ersten Mitteilung am Montag öffnen. 

Geschlossen bleinen auch die sieben Förderschulen des Hochsauerlandkreises. Das teilte die Kreisverwaltung am Sonntag mit. Zudem finde kein Schülerspezialverkehr statt. Betroffen davon sind:

  • Brüder-Grimm-Schule, Eslohe 
  • Franz-Josef-Koch-Schule, Arnsberg 
  • Georg-Friedrich-Daumer-Schule, Brilon 
  • Franziskusschule, Brilon 
  • Roman-Herzog-Schule, Brilon 
  • Ruth-Cohn-Schule, Arnsberg 
  • Martinsschule, Schmallenberg

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