Wassermassen

Unwetter schlägt im Sauerland hart zu: Starkregen setzt Straßen, Gärten und Keller unter Wasser

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Freitagnachmittag für Teile des Sauerlands eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Zwei Orte im Kreis Olpe und im Hochsauerlandkreis hat es besonders hart getroffen.

Update vom 5. Juni, 10 Uhr: Wie die Feuerwehr Sundern mitteilt, waren die Einsatzkräfte bis nach Mitternacht unterwegs, um die Hochwasserschäden auf den Straßen rund um Sundern zu vermeiden oder zu beseitigen. Hier ein Überblick.

Gegen 18.30 Uhr mussten knapp 40 Einsätze abgearbeitet werden. Die Einsätze wurden mittlerweile durch die Funkeinsatzzentrale in der Wache Sundern koodiniert und an die Einsatzkräfte vor Ort weitergegeben. Die Einheiten Amecke, Hachen, Hagen, Stemel und Langscheid wurden nachalarmiert.

Durch das heftige Unwetter war es im Bereich der Gemarkung Endorf zu massiven Regenfällen gekommen. Hier waren am Abend mehr als ein dutzend Einsatzstellen abzuarbeiten. Viele Keller waren voll Wasser gelaufen und die Bäche traten über die Ufer. Es kam zu mehreren Straßensperrungen rund um Endorf. Die Einheiten Endorf, Meinkenbracht, Stockum, Sundern und Westenfeld waren mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Gegen 19 Uhr waren weitere Einsatzstellen aufgrund des Starkregen im Bereich der Kernstadt hinzugekommen.

Die Einheiten Allendorf und Altenhellefeld wurden gegen 19.20 Uhr alarmiert, um die Kameraden an den Einsatzstellen zu unterstützen. Somit waren alle Einheiten der Feuerwehr der Stadt Sundern, bis auf Hellefeld und Linnepe, welche den Grundschutz für die Stadt Sundern sicherstellen, im Einsatz. Die Regenfälle dauerten weiter an, hatten inzwischen aber an Intensität nachgelassen.

Nach den ersten Stunden im Einsatz gab es gegen 19.40 Uhr einen vorläufigen Zwischenstand von der Feuerwehr: Insgesamt waren bis 19.40 Uhr 45 Einsatzstellen zum Teil abgearbeitet oder mussten noch abgearbeitet werden. Mit 28 Fahrzeugen der Feuerwehr Stadt Sundern waren insgesamt 150 Einsatzkräfte aus 12 Einheiten aus dem Stadtgebiet tätig, um die Unwetterschäden zu beseitigen. Die Informations- und Kommunikationseinheit (IuK) und der Einsatzstab hatten die Wache in Sundern besetzt und koordinieren von dort die Einsatzstellen. Der Regen hatte sich inzwischen deutlich abgeschwächt.

Bis auf eine größere Einsatzstelle in einer Gewerbeimmobilie am Selscheder Weg wurden bis 23.30 Uhr alle Einsatzstellen abgearbeitet. Insgesamt wurden mehr als 60 Keller und Gewerbeimmobilien leer gepumpt sowie sonstige technische Hilfe geleistet.

In der Zeit von 17.15 bis 23.30 Uhr war die Feuerwehr mit rund 200 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen für die Bürger der Stadt Sundern im Einsatz. Unterstützt wurden sie von den Technischen Diensten der Stadt Sundern und einem Radbagger von der Firma Hilgenroth. Schwerpunktmäßig waren die Einsätze in Endorf und in der Kernstadt im Bereich Röhre und Selscheder Weg.

Gegen 0.15 Uhr fuhren die beiden letzten Einsatzfahrzeuge auf den Hof der Feuerwehrwache in Sundern. Damit waren die Einsätze beendet.

Feuerwehr kämpft gegen Hochwasser rund um Sundern

Am Freitag (4. Juni) waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf den Straßen rund um Sundern unterwegs, um Hochwasserschäden zu beseitigen oder zu vermeiden.
Am Freitag (4. Juni) waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf den Straßen rund um Sundern unterwegs, um Hochwasserschäden zu beseitigen oder zu vermeiden.
Am Freitag (4. Juni) waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf den Straßen rund um Sundern unterwegs, um Hochwasserschäden zu beseitigen oder zu vermeiden.
Am Freitag (4. Juni) waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf den Straßen rund um Sundern unterwegs, um Hochwasserschäden zu beseitigen oder zu vermeiden.
Feuerwehr kämpft gegen Hochwasser rund um Sundern

Unwetter im Sauerland: Einsatzkräfte kämpfen in Wenden-Ottfingen gegen Wassermassen

Update vom 4. Juni, 21.11 Uhr: Zwar scheint sich die Wetterlage inzwischen weitgehend zu beruhigen (siehe Update vom 19.28 Uhr). Trotzdem dürften unter den Folgen des nachmittäglichen Starkregens einige Bürger noch zu leiden haben. Vor allem in Wenden-Ottfingen schlug das Unwetter am Freitag besonders hart zu.

Die starken Regenfälle hatten den Fluss „Großmicke“ zu einem reißenden Gewässer gemacht. Die Wassermassen fluteten zahlreiche Gärten, das Wasser lief in viele Keller. Zehn Häuser mussten vom Energieversorgen stromlos geschaltet werden, da die Keller komplett unter Wasser standen.

An der Bachstraße in Wenden-Ottfingen standen mehrere Gärten komplett unter Wasser. Anwohner haben mit den Folgen des Unwetters am Freitagnachmittag (4. Juni) zu kämpfen.

Unwetter im Sauerland: 160 Einsatzkräfte kämpfen in Weden-Ottfingen gegen Wassermassen

Mehr als 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK waren überwiegend in der Bachstraße in Ottfingen damit beschäftigt, die Gullideckel zu öffnen, damit die enormen Wassermassen besser abfließen konnten. Die gesamte Feuerwehr der Gemeinde Wenden, der Stadt Olpe und Drolshagen waren im Einsatz.

Unter anderem mit starken Pumpen wurden die Straße sowie die Keller entleert. Teils mit Schneeschaufeln wurden Hauseingänge trockengelegt. Sandsäcke sollten Gärten und Hauseinfahrten daran hindern, noch mehr Wasser durchzulassen. In einigen Gärten stand das Wasser bis zu einem Meter hoch, erklärte die Feuerwehr vor Ort. 

Die Bachstraße komplett unter Wasser: Der Starkregen am Freitagnachmittag (4. Juni) verursachte sozusagen einen See. Zahlreiche Einsatzkräfte mussten mit Pumpen anrücken.

Unwetterwarnung für das Sauerland: Gewitter, Regen und Sturmböen weiterhin möglich

Update vom 4. Juni, 19.28 Uhr: Für den Kreis Olpe und den Hochsauerlandkreis sind die Wetter-Aussichten nicht mehr so zappenduster wie noch gegen 16.30 Uhr. Während zu dem Zeitpunkt für Teile der beiden Kreise eine Unwetterwarnung der Stufe 4 galt (siehe Erstmeldung von 16.34 Uhr), hat sich die Lage nun entspannt. Für den Kreis Olpe und den HSK gilt „nur noch“ eine „Vorabinformation Unwetter“. Diese Vorabinformation umfasst zunächst den Zeitraum bis Mitternacht. Örtlich können demnach weiterhin schwere Gewitter aufziehen, auch mit Starkregen muss weiterhin gerechnet werden. Als Begleiterscheinung können Sturmböen bis 85 km/h sowie Hagel auftreten.

Unwetterwarnung für das Sauerland: Gewitter, Starkregen im HSK und Kreis Olpe

[Erstmeldung vom 4. Juni, 16.34 Uhr] Sauerland - „Schwere Gewitter“ mit „extrem heftigem Starkregen und Hagel“ kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am späten Freitagnachmittag für Teile des Sauerlands an. Konkret betroffen von dieser amtlichen Unwetterwarnung sind die Stadt Olpe und die Gemeinde Wenden im südlichen Kreis Olpe sowie vereinzelte Gebiete im angrenzenden Siegerland.

Nach Angaben des Wetterdienstes könne es in diesen Regionen Niederschlagsmengen um 50 Liter pro Quadratmeter in der Stunde geben. Zudem drohten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 75 km/h und Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter. Die Warnung gilt laut DWD aktuell (Stand 16.20 Uhr) noch bis 17 Uhr.

Unwetterwarnung für das Sauerland: Starkregen und Gewitter im HSK und Kreis Olpe möglich

Aber auch in anderen Teilen des Kreises Olpe sowie im HSK könnte es Unwetter geben - auch wenn die laut Wetterdienst nicht ganz so extrem ausfallen. Für Finnentrop, Lennestadt, Attendorn und Kirchhundem im Kreis OIpe sowie Sundern, Eslohe und Schmallenberg im Hochsauerlandkreis gilt noch bis 17 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung vor „schwerem Gewitter“ mit „heftigem Starkregen und Hagel“. Dort ist beim DWD von Niederschlagsmengen um 40 Liter pro Quadratmeter in der Stunde die Rede - und ebenfalls von Sturmböen und Hagel.

Starkes Gewitter kündigt der Wetterdienst für den restlichen Kreis Olpe (Drolshagen) sowie für Meschede, Bestwig, Olsberg, Winterberg und Hallenberg. Dort drohen demnach rund 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in der Stunde und Sturmböen bis zu 65 km/h.

Unwetterwarnung für das Sauerland: „Vermeiden Sie den Aufenthalt im Freien!“

Der Wetterdienst warnt: „Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr!“ Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Auch seien im Sauerland Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen möglich. Die Bürger sollten alle Fenster und Türen zu Hause schließen und Gegenstände draußen sichern. „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“, warnt der DWD. Auch über die Warn-App „NINA“ wurde die Bevölkerung vor der Unwetter-Gefahr gewarnt.

Erst an Fronleichnam haben Starkregen und Gewitter in Teilen von NRW zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Polizei geführt.

Rubriklistenbild: © Kai Osthoff

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