Wenige Einsätze im Kreis Olpe - keine im HSK

Vatertag mit Corona-Regeln: So lief der Feiertag im Sauerland

+
Am Vatertag gab es im Sauerland nur wenige Corona-Einsätze der Polizei. (Symbolfoto)

Der Vatertag 2020 stand wegen des Coronavirus unter besonderen Vorzeichen: Die traditionellen Gruppen-Wanderungen mit Bollerwagen waren nicht erlaubt. So lief der Feiertag im Sauerland.

Sauerland - Die meisten Menschen aus dem Sauerland haben sich am Vatertag vorbildlich an die Corona-Regeln gehalten, wie eine Kurier-Nachfrage bei den Polizeibehörden im HSK und Kreis Olpe am Freitagmorgen ergab.

Insgesamt vier Einsätze "mit Pandemie-Bezug" gab es am Donnerstag im Kreis Olpe, wie Polizeisprecherin Esther Schöttke berichtete. Zwei davon spielten sich im Stadtgebiet Attendorn ab, "dort war allerdings kein polizeiliches Handeln erforderlich", wie Schöttke erklärte. Die Beamten hätten nicht vorgefunden, was ihnen zuvor gemeldet worden sei. 

Vatertag im Sauerland: Polizei löst Versammlung an Listertalsperre auf

Zwei größerere Einsätze gab es dagegen am Vatertag an den Talsperren im Kreis Olpe. An der Listertalsperre in Drolshagen-Kalberschnacke habe eine Gruppe am Nachmittag eine Absperrung missachten und sich am Ufer des Sees versammelt. "Daraufhin begaben sich immer mehr Menschen in den Bereich, sodass sich am Ende etwa 200 dort aufhielten", berichtete Esther Schöttke. 

Die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Drolshagen hätten die Versammlung dann aber aufgelöst und alle Beteiligten hätten das Ufer der Listertalsperre ruhig und geordnet verlassen. "Wir haben keine Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung verzeichnet", sagte Schöttke. 

Vatertag im Sauerland: Keine Corona-Einsätze im HSK

Etwa zeitgleich habe der Betreiber des Campingplatzes am Sonderner Kopf gemeldet, dass sich ebenfalls rund 200 Menschen dort auf der Liegewiese am Biggesee versammelt hätten. Aber noch bevor die Polizei vor Ort eintraf, habe der Betreiber das Vatertags-Treffen am Biggesee selbst aufösen können.

Deutlich ruhiger war die Lage im HSK: Dort gab es nach Angaben von Polizeisprecherin Laura Burman keinen einzigen "Corona-Einsatz" - auch wenn es an den bekannten Ausflugszielen wie dem Sorpesee teilweise ziemlich voll war. 

Der Vatertag am Sorpesee in Bildern

Die Corona-Schutzverordnung gilt nun auch im Sauerland seit fast genau zwei Monaten. Die Polizei hat für NRW ein Zwischenfazit gezogen: Seit März verzeichneten die Ordnungshüter in Nordrhein-Westfalen rund 13.000 Verstöße gegen die Corona-Regeln

Zu Beginn habe es deutlich mehr Vergehen gegeben als in den vergangenen Wochen. Auch im Sauerland hatte es beispielsweise am ersten Wochenende nach Inkrafttreten der Corona-Verordnung noch zahlreiche Verstöße gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare