17. Bundesliga-Spieltag

So unterschiedlich bewerten Watzke und Kramer das Gladbach-Tor

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Diese Szene sorgte für Diskussionen: Christoph Kramer (rechts) bekommt vor seinem Tor den Ball an die Hand.

Der BVB hat gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Für Diskussion sorgte dabei ein Handspiel von Christoph Kramer vor seinem Tor. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke fand deutlich Worte.

Dortmund – Christoph Kramer hat für Borussia Mönchengladbach den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel erzielt gegen Borussia Dortmund. Für BVB-Boss Hans-Joachim Watzke war das ein klares Handspiel – Kramer gab das auch selbst zu. Warum also gab Schiedsrichter Felix Zwayer das Tor?

Am Ende lief aus Dortmunder Sicht alles glatt. Der Spitzenreiter siegte im Topspiel gegen die Fohlen mit 2:1 (1:1). Trotzdem ärgerte sich Watzke über den Gegentreffer. "Das erste Tor von Gladbach – dann müssen wir Hand einfach abschaffen. Dann lassen wir das alles weiterlaufen. Ein klareres Handspiel habe ich noch nie gesehen", sagte er. Doch Schiri Zwayer war im Recht.

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Kramer machte ihn selbst auf das Handspiel aufmerksam. "Das war nicht Absicht und nicht unnatürlich", so der Gladbacher, der seit sieben Spieltagen das erste Mal wieder in der Startelf stand bei den Gästen. Darum habe er Zwayer auch direkt darauf aufmerksam gemacht. "Er hört und sieht es ja sowieso, da kann ich es ihm auch sagen. Ich habe ihm auch gesagt, dass er den Treffer nicht zurücknehmen kann – weil noch natürlicher geht die Handbewegung nicht", sagte Kramer.

"Das hat mich ein bisschen aufgeregt"

Für Watzke war die Sache dann aber doch nicht so klar. Regelkonform? "Ja, aber vielleicht haben die Regelhüter nicht alle Tassen im Schrank. Du köpfst dir selbst an die Hand und verschaffst dir so einen krassen Vorteil, das hat mich ein bisschen aufgeregt", sagte er. Den Unparteiischen nahm er dennoch in Schutz. Watzke: "Ansonsten ist Zwayer einer der besten Schiedsrichter Deutschlands. Ich verstehe nur nicht, warum er sich das noch mal auf den Bildschirmen anguckt, dann können wir die Bildschirme auch abschaffen und haben viel Geld gespart."

Kampf um die Spitze: Dortmund gewinnt gegen Gladbach

Für Aufregung sorgte bei Watzke aber nicht nur das Gegentor, sondern eher der gesamte Spielverlauf. "Ich habe die Nachspielzeit nicht mehr ausgehalten. Da bin ich abgehauen und alleine oben auf der Nordtribüne rumgelaufen", gestand er nach der Partie.

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Quelle: wa.de

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