Borussia Dortmund

Medium bringt alten Bekannten als möglichen Nachfolger für Favre ins Spiel

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Daniel Farke ist aktuell Teammanager von Norwich City in der Premier League.

Nach dem 0:4 von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern gibt's wieder Kritik an Lucien Favre. Der BVB-Coach spielt angeblich nur noch auf Bewährung.

  • BVB-Trainer Lucien Favre steht in der Kritik
  • Die Klatsche bei den Bayern heizen die Diskussionen neu an
  • Borussia Dortmund schaut sich das vorerst noch bis zur Winterpause an

Update 14. November, 8.32 Uhr: Der selbst ernannte Titel-Aspirant Borussia Dortmund hinkt seinen Ansprüchen weiter hinterher. Spätestens die 0:4-Klatsche bei den FC Bayern entfachte die Diskussionen um den in der Kritik stehenden BVB-Coach Lucien Favre neu. Kandidaten mit einer glorreichen Vita sind derzeit nicht auf dem Markt, der Kicker bringt dafür nun ganz anderen Namen ins Spiel.

Dem Fachblatt zufolge sei doch Daniel Farke ein geeigneter Coach, um Favre um Falle einer Entlassung beim BVB zu beerben. Farke ist bei Borussia Dortmund kein Unbekannter, war er doch zwischen 2015 und 2017 für die zweite Mannschaft der Schwarz-Gelben verantwortlich.

Mit Farke hätte der BVB wieder einen Cheftrainer, der "eine fußballerische Identität vermittelt" und für einen "aktiven, intensiven, schnellen, emotionalen Fußball stehe" sowie "eine Mannschaft, die das Spielgeschehen bestimmen will und nicht vor lauter Kontroll-, Sicherheits- und Geduldsvorgaben den Ball nur hin- und herschiebt". Alles Attribute, die für den 43-Jährigen erfüllen würde.

Dass Farke aktuell mit Aufsteiger Norwich City mit nur sieben Zählern Letzter in der Premier League ist, sei am wenigsten ihm anzulasten, heißt es. Einer BBC-Umfrage zufolge gehört er dennoch zu den beliebtesten Teammanagern der Liga. Bei den "Canaries" steht er noch bis 2022 unter Vertrag.

Noch sitzt Favre fest im Sattel. Bleiben Entwicklung und Ergebnisse aus, könnte sich das aber ändern. In dieser Woche soll sich die Führung des BVB mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc, Lizenzspiel-Leiter Sebastian Kehl und Berater Matthias Sammer zu einer Analyse treffen. Sicher nichts Ungewöhnliches, aber nicht ausgeschlossen, dass es dabei auch um die Zukunft von Favre geht.

BVB-Coach muss liefern: Favre wohl bis Winter auf Bewährung 

Update 13. November, 12.30 Uhr: Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat mehrfach betont, dass es keine Diskussionen um Trainer Lucien Favre gibt. Intern mag das stimmen, aber in der Öffentlichkeit wachsen die Zweifel daran, ob der Schweizer (noch) der richtige Coach für die Schwarz-Gelben sei. Nach der 0:4-Klatsche bei den Bayern nahm Zorc den Coach sogar aus sämtlicher Kritik heraus.

Dennoch werden sie beim BVB genau hinschauen, ob Favre es gelingt, die Entwicklung der Mannschaft voranzubringen und ihr die nötigen Attribute einzuimpfen, die sie im Titel-Kampf benötigt.

BVB-Coach Lucien Favre spielt bis Winter angeblich auf Bewährung.

Dennoch auch in Dortmund ist die Geduld endlich. Wie die Sport Bild berichtet, spielt Favre bis zur Winterpause auf Bewährung. Dann sollen nicht nur die Ergebnisse bewertet werden, sondern auch der Auftritt des Dortmunder Teams.

Ein Hauptkritikpunkt sei demnach, dass Favre zu weich sei und seinen Spielern nicht die nötige Härte vermitteln kann, die sie im Kampf um die Meisterschaft braucht.

Ist in dieser Hinsicht bis zum letzten Hinrunden-Spieltag keine Besserung in Sicht, könnte es tatsächlich zu einer vorzeitigen Trennung kommen, heißt es.

Kommentar – Bei diesem Team stößt Favre an Grenzen

Update vom 10. November, 18.33 Uhr: Mats Hummels benötigt kein Medientraining. Dortmunds Innenverteidiger weiß sich zu artikulieren. Seine Analyse nach dem Desaster von München, der BVB sei nur an guten Tagen eine Toptruppe, bringt es auf den Punkt. Die Dortmunder Mannschaft, vor der Saison von den eigenen Verantwortlichen zum Meisterschaftsanwärter auserkoren, lässt schon seit Monaten jegliche Konstanz vermissen. Von 84 möglichen Punkten im Kalenderjahr 2019 holte diese Elf voller zweifelsohne hochtalentierter Fußballer 53 Zähler. Viel zu wenig für die ersehnte Meisterschalen-Runde um den Borsigplatz.

Die entscheidende Frage: Holt Trainer Lucien Favre nicht alles heraus aus dieser Mannschaft – oder ist dieser Kader doch nicht so gut, wie es die BVB-Chefetage und Experten vermutet hatten?

Watzke, Zorc und Co. sollten diese Frage schleunigst beantworten. Die Stimmung unter den Anhängern ist gereizt, weitere sportliche „Nicht-Leistungen“ (Zorc) dürften für einen ernsthaften Bruch zwischen Fans und Mannschaft sorgen.

Letztere hat – auch wenn es Marco Reus nicht schmecken wird – ein Mentalitätsproblem. Das Potenzial, große Leistungen abzurufen, ist theoretisch vorhanden. Das stellte sie gegen Barcelona, Leverkusen, Gladbach und zuletzt Inter Mailand unter Beweis. Allerdings (fast) nie über 90 Minuten. Und vor allem stets im eigenen Stadion. Auswärts ist der BVB ein gern gesehener Gast, sechs Zähler aus sechs Partien sind eine peinliche Bilanz für ein Team mit diesen Ansprüchen. Den von Zorc geforderten „Männerfußball“ (eine übrigens aus der Zeit gefallene Formulierung) zeigte Dortmund in München zu keiner Sekunde, im Gegenteil. Es schien – mit Ausnahme von Hummels, über den zurzeit Gerüchte über einen Umzug nach Neheim die Runde machen – niemand an Zweikämpfen interessiert gewesen zu sein.

Zorc, dessen Forderung vor dem Schalke-Spiel, „mit jeder Faser im Körper gewinnen“ zu wollen, ebenso unerhört blieb, hat diese augenscheinlich schwierig zu führende Mannschaft zusammengestellt. Die Entwicklung zu einem Topteam ist trotz der Ausgaben von über 120 Millionen Euro – Stand heute – nicht gelungen. Im Fokus wird in der Länderspielpause aber wohl trotzdem Favre statt Zorc stehen. Der Sportdirektor nahm den Coach zwar bereits in Schutz. Er hat schließlich keine Lust auf eine erneute Trainerdebatte. Aufflammen wird sie dennoch sicher. Favre, ein unbestrittener Fachmann, scheint mit seiner Art und Weise bei dieser Mannschaft, von der er am Samstag mal wieder im Stich gelassen wurde, an Grenzen zu stoßen. bop

Witsel verteidigt BVB-Coach Favre: "Wir haben den richtigen Trainer"

Update 6. November, 10.58 Uhr: In der Diskussion um die Zukunft von Lucien Favre bei Borussia Dortmund hat Mittelfeldspieler Axel Witsel seinem Trainer den Rücken gestärkt.

"Er ist ein ausgezeichneter Coach. Wir haben den richtigen Trainer und die richtige Mannschaft, um Titel zu gewinnen", sagte der 30 Jahre alte belgische Fußball-Nationalspieler in einem Interview mit der Sport Bild.

Damit reagierte Witsel wenige Tage vor dem Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern München mit Topstürmer Robert Lewandowski, bei der als gesetzt gilt in der Startelf des BVB, auf die Kritik, wonach Favre trotz der jüngsten Erfolge zu emotionslos auftrete und den Vize-Meister nach einer spielerisch starken Saison im Vorjahr nun nicht mehr weiterentwickeln würde.

"Ich kann den Eindruck absolut nicht bestätigen", sagte Witsel. Favre habe sich nicht verändert, im Gegenteil. "Er geht jedes Spiel mit großer Motivation und der hundertprozentigen Überzeugung des Gewinnens an. Und er weiß, dass wir Spieler alle hinter ihm stehen", sagte Witsel.

Update vom 25. Oktober, 18.28 Uhr: Dieser News-Ticker ist beendet, Jose Mourinho selbst hat ein Engagement bei Borussia Dortmund ausgeschlossen. Für Lucien Favre wird der Druck aber nicht geringer. Wie der BVB-Trainer damit umgeht, lesen Sie hier.

Update vom 24. Oktober, 11.24 Uhr: Das Revierderby könnte für Lucien Favre zum Endspiel werden. Meint jedenfalls manch ein Fan von Borussia Dortmund. Nach der Niederlage gegen Inter Mailand steigt nicht nur der Druck der internationalen Presse. Der BVB-Coach muss liefern. Ein Auswärtssieg des BVB im Derby gegen den FC Schalke wäre da ein guter Anfang.

Im Falle einer Niederlage müsste sich Borussia Dortmund zwangsläufig mit einer Trainer-Entlassung auseinandersetzen. Sportdirektor Michael Zorc bekräftigte zwar bei Sky, man halte an Favre fest. Der Druck von außen steigt aber weiter. Favre selbst bleib gelassen. "Das ist so, so, so. Das wird auch wieder weniger", sagte er ebenfalls bei Sky. Ja, dafür muss er aber gewinnen. Am besten gegen den Erzrivalen FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/live im TV).

Rückendeckung erhält Favre aber auch von Verantwortlichen anderer Bundesligisten. "Der Saisonstart in diesem Jahr verlief nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Lucien jetzt von außen so zu bewerten, wie es aktuell getan wird, ist überzogen", sagte Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl dem Nachrichtenportal t-online.

Für den BVB ist das ein Dilemma. Entlässt man Lucien Favre, muss ein adäquater Ersatz her. Mitten in der Saison. Jose Mourinho galt als heißer Kandidat für eine Nachfolge, Zorc dementierte das Gerücht aber vehement. Zudem muss man Favre vielleicht auch einfach noch mehr Zeit zugestehen. Der Umbruch bei Borussia Dortmund ist immer noch nicht komplett vollzogen, die Neuzugänge müssen einschlagen – vielleicht schon Samstag beim Revierderby gegen den FC Schalke.

Wird Mourinho nächster Trainer beim BVB? Zorc: "Ist schon eine echte Männerfreundschaft"

Update, 20.52 Uhr: Startrainer Jose Mourinho soll beim BVB die Nachfolge von Lucien Favre antreten – Das Gerücht hält sich hartnäckig: Jetzt hat sich (erneut) Sportdirektor Michael Zorc eingeschaltet in die Trainerdiskussion. Er bekennt sich zu Favre – weist aber auch auf eine besondere Verbindung zwischen Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, und Trainer Mourinho hin.

"Ich glaube da fußt der Artikel drauf. Das ist schon eine echte Männerfreundschaft, die über viele Jahre besteht", sagte Zorc bei Sky vor dem Champions-League Spiel Inter Mailand gegen Borussia Dortmund mit Blick auf die Verbindung zwischen Mourinho und BVB-Boss Watzke. Darüber hatte die Sportbild zuerst berichtet. Mehr eben aber auch nicht.

"Dass die Nachfolge schon anberaumt ist, ist völlig substanzlos. Wir haben keine Trainerdiskussion, wir führen keine Trainerdiskussion. Wir sind froh, dass wir Lucien Favre haben", so Zorc vor dem Revierderby, bei dem der FC Schalke 04 Freibier verteilen wird.

Entscheidende Wochen für Favre - Star-Trainer als möglicher Nachfolger im Visier

Update 23. Oktober, 9.44 Uhr: Der BVB steht vor entscheidenden Partien. Die anstehenden Englischen Wochen mit Bundesliga, Champions League gegen Inter Mailand und DFB-Pokal werden einen Fingerzeig geben, wohin die sportliche Reise für Borussia Dortmund geht - und vermutlich auf für Lucien Favre.

Der Trainer steht aufgrund der Ergebniskrise in der Kritik, konnte sich mit dem jüngsten 1:0-Sieg gegen Mönchengladbach aber Luft verschaffen. Doch laufen die kommenden Wochen nicht nach Plan der Dortmunder Verantwortlichen, scheint auch eine vorzeitige Trennung vom Chefcoach denkbar - auch wenn die die Klub-Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke das Szenario eines Trainerwechsels mitten in der Saison vermeiden wollen.

Doch für den Fall, dass die Ziele mit Favre als Coach gefährdet sind, hält BVB nach möglichen Nachfolgern Ausschau. Als heißer Kandidat gilt nach Informationen der Sport Bild Jose Mourinho. Er gelte als "Königslösung", schreibt das Blatt.

Watzke und Mourinho pflegen seit Jahren eine Freundschaft und seien immer mal wieder in Kontakt, heißt er. "The Special One" hatte zuletzt passenderweise erklärt, sich einen Wechsel in die Bundesliga vorstellen zu können. Er lernt sogar bereits Deutsch.

Kein Thema für ein kurzfristiges Engagement beim BVB seien hingegen Roger Schmidt und Bremens Florian Kohfeldt.

Update 17. Oktober, 11.39: BVB-Torhüter Roman Bürki stellt sich schützend vor seinen Trainer Lucien Favre. "Wir sind ein Team - es liegt an uns Spielern, gemeinsam da rauszukommen", sagte Stammkeeper Bürki mit blick auf das schwere Heimspiel des BVB gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach am Samstag (18.30 Uhr/live im TV oder bei uns im Live-Ticker). "Der Trainer ist ein hervorragender Taktiker, der immer versucht, eine gesunde Positivität in die Kabine zu bringen", so Bürki gegenüber der Sport Bild.

BVB-Torhüter Roman Bürki nimmt seinen Trainer Lucien Favre (r.) in Schutz.

Borussia Dortmund ist eher mäßig in die Bundesliga-Saison gestartet, wartet auf einen Sieg. BVB-Coach Lucien Favre ist dadurch in die Kritik geraten. Es heißt, er würde seine Mannschaft nicht heiß machen. "Er ist keiner, der Brand-Reden hält, arbeitet aber sehr akribisch und detailversessen. Er will jeden Einzelnen jeden Tag ein Stückchen besser machen", sagte Bürki nun. Und: "In der Vorsaison hat er unserem Spiel mit tollem Fußball ein Gesicht gegeben. Wir wollen offensiv spielen, viele Tore schießen, jedes Match gewinnen - auch die Spiele gegen Bayern oder Barcelona."

Kritik an Favre wächst - Medium bringt spektakulären Nachfolger ins Gespräch

Update, 9. Oktober, 10.09 Uhr: Bei all den öffentlichen Kritik am aktuellen BVB-Trainer Lucie Favre kommt hinzu, dass Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in seinem Buch Jürgen Klopp hinterhertrauert und von einem Fehler sprach, ihn einfach gehen zu lassen, wie Sie hier lesen.

Update, 8. Oktober, 10.25 Uhr: Die Kritik an Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre wächst. Nicht allerdings intern, wie Michael Zorc betonte. "Es gibt keine Trainer-Diskussion. Daran hat sich nichts geändert", sagte der Sportdirektor des BVB der Bild: "Die Situation ist grundsätzlich unbefriedigend. Wir haben das dritte Liga-Spiel in Folge nicht gewinnen können, dazu dreimal die Führung verspielt. Wir treten auf der Stelle. Das einzig Positive nach diesem Spieltag, dass tabellarisch nicht wirklich viel passiert ist."

Daher steht eine Ablösung von Favre auch aktuell nicht zur Diskussion. Es könnte anders aussehen, wenn die Ergebnisse weiter ausbleiben. Die Bild bringt für diesen Fall Ralf Rangnick (61) als Nachfolger ins Gespräch. Der ehemalige Leipziger Trainer und Erfolgsmacher wäre sicher eine spektakuläre Lösung. Ob auch realistisch, sei dahingestellt. Für willkommene Ablenkung von der Thematik sorgt da vielleicht der Auftritt einiger BVB-Stars bei "Verstehen Sie Spaß?".

Update, 15.51 Uhr: Der Ton im Umfeld von Borussia Dortmund wird rauer, die Kritik an BVB-Trainer Lucien Favre wächst. Rückendeckung gibt es unter anderem von Nico Schulz, der im Interview Lob für Favre übrig hat. Die Fans wünschen sich eine Trendwende mit teilweise radikalen Forderungen – auch eine Entlassung. Aber steht es so schlecht um Borussia Dortmund?

Zugegeben, die letzten Auftritte waren nicht von Erfolg gekrönt. Aber eben auch nicht von Misserfolg. Das 0:0 gegen den FC Barcelona hat den Akteuren des BVB sicherlich viel Kraft gekostet. Lucien Favre also gleich entlassen, nur weil die Siege ausbleiben? Das wäre wohl der falsche Weg. Andererseits wächst der Unmut bei den BVB-Fans. Einige fordern offenbar schon "Favre muss weg".

"Favre entlassen" und "Favre muss weg" – auffällige Suchbegriffe im Netz

In den vergangenen 24 Stunden jedenfalls haben Menschen, die im Internet nach "Lucien Favre" gesucht haben, auch nach den Begriffen "Favre entlassen" und "Favre muss weg" gesucht – die Begriffe erreichten einen auffälligen Wert.

Die sportlichen Ergebnisse stimmen vielleicht noch, der BVB hatte bislang in dieser Saison lediglich bei Aufsteiger Union Berlin das Nachsehen. Aber die großen Würfe blieben aus. Angesichts der Qualität des Kaders, der starken letzten Saison und der gesteckten Ziele, kommt so offenbar trotzdem Unmut auf – der sich dann auch einfach nur in einer simplen Suchanfrage im Internet zeigen kann.

Bei all der Kritik, gibt es aber auch Fürsprecher, die sich auf die Seite von BVB-Trainer Lucien Favre schlagen. Bei Facebook und Twitter fordern einige schwarzgelbe Anhänger Ruhe und Gelassenheit. Damit wäre Borussia Dortmund vermutlich auch am besten beraten. Der BVB muss einfach mal wieder ein Spiel gewinnen, dann dürfte die Kritik abflauen – und vielleicht lenkt die anstehende Länderspielpause auch etwas ab, die Lukasz Piszczek übrigens nutzen kann, um sich von seiner Verletzung zu erholen.

Lucien Favre in der Kritik: Tuchel oder Mourinho zum BVB? Verrückte Gerüchte kursieren

Update vom 6. Oktober, 11.22 Uhr: Nach dem 2:2 in Freiburg hagelte es erneut Kritik gegen BVB-Trainer Lucien Favre. Denn erneut hat es Borussia Dortmund nicht geschafft, einen Gegner an die Wand zu spielen – obwohl schwarzgelb zweimal in Führung gegangen ist. Das beruhigt die Trainerdiskussion nicht unbedingt.

Und zu einer waschechten Trainerdiskussion, die der Verein selbst dementiert, gehören natürlich auch Gerüchte um mögliche Nachfolger – da wurde nach dem Spiel SC Freiburg – Borussia Dortmund ein mächtig prominenter Name in die Runde geworfen: "the special one".

Irre Gerüchte nach Favre-Kritik: Mourinho oder Tuchel zum BVB?

Richtig, José Mourinho soll Thema bei Borussia Dortmund sein. Der ehemalige Trainer von Manchester United ist zurzeit ohne Job, würde sich über ein Engagement bestimmt freuen. Viel dran an dem Gerücht dürfte allerdings nicht sein. Favre gilt beim BVB nach wie vor als Wunschlösung von Sportdirektor Michael Zorc und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Da wäre wohl eher ein Szenario realistischer, dass die Blogger von ruhrbarone.de – nicht ganz ernst gemeint – gemalt haben.

"Der BVB will nach dem erneutem Rückschlag Trainer Thomas Tuchel zurück nach Dortmund holen", heißt es dort in dem Bericht. Gefüttert ist der Text mit fiktiven Aussagen von Watzke. Satirisch soll es wohl wirken, etwas ernstes dran ist jedenfalls nicht. Thomas Tuchel wird beim BVB bleiben (wo er unter anderem den Ex-Schalker Thilo Kehrer trainiert). Fakt ist: Favre, der unter anderem wegen des Umgangs mit Julian Brandt kritisiert wird, muss beim BVB liefern. Sonst könnten die Scherze sich irgendwann als Tatsachen herausstellen und Borussia Dortmund guckt sich tatsächlich nach einem neuen Coach um.

Kritik an Trainer Lucien Favre beim BVB: Bremens Florian Kohfeldt ist mächtig sauer

Update vom 2. Oktober, 18.37 Uhr: Florian Kohfeldt vom SV Werder Bremen wird als möglicher Nachfolger von Lucien Favre als Trainer von Borussia Dortmund gehandelt. Jetzt hat er sich dazu geäußert – und zeigte sich verärgert.

"Ich äußere mich jetzt dazu, weil ich diese Berichte respektlos gegenüber Lucien Favre finde", sagte Kohfeldt am Mittwoch deichstube.de* und nahm damit aktiv Stellung zu den Diskussionen um seine Person in Sachen Borussia Dortmund und Lucien Favre.

Weiter stellte Kohfeldt, der als Nachfolger von Lucien Favre gehandelt wird, klar: "Ich bin in Bremen, und bleibe in Bremen." Der Trainer des SV Werder Bremen war ziemlich erbost über die anhaltende Kritik an Favre.

"So eine Diskussion anzustrengen, gehört sich nicht", sagte Kohfeldt. Damit sind aus seiner Sicht die Diskussionen um Favre beim BVB beendet. Allerdings sollte Favre dafür auch bald wieder einen Sieg einfahren – das war gegen Slavia Prag der Fall. Allerdings bleibt ein fader Beigeschmack, findet unser BVB-Reporter in seinem Kommentar.

Irres Gerücht! BVB-Trainer Lucien Favre stellt sich Trainerdiskussion – er reagiert trotzig

Update, 18.51 Uhr: Borussia Dortmund hat sich mit dem Berater von Jürgen Klopp über Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt unterhalten. Was dabei rauskam, ist fraglich. BVB-Trainer Lucien Favre will davon aber nichts wissen. Er macht weiter wie gehabt. Es hat aber Kontakt gegeben. Das steht fest, wie deichstube.de* berichtet.

Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel Slavia Prag gegen Borussia Dortmund äußerte sich der BVB-Trainer zu den Gerüchten und der aufkommenden Trainerdiskussion. Er reagierte trotzig – und konzentriert sich ganz auf die Aufgabe in Champions League.

Update, 17.49 Uhr: Auch BVB-Trainer Lucien Favre will der aufkommenden Trainerdiskussionen bei Borussia Dortmund nicht viel Aufmerksamkeit schenken. "Ich bin seit 30 Jahren im Trainergeschäft. Ich kenne solche Sachen", sagte er bei der Pressekonferenz vor dem Spiel Slavia Prag gegen Borussia Dortmund in der Champions League.

BVB-Trainer Lucien Favre in der Kritik: Borussia Dortmund hat wohl Nachfolger im Visier

Update vom 1. Oktober, 12.16 Uhr: Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, hat Stellung bezogen zur Trainerdiskussion rund um Lucien Favre. Zeitgleich hat Kehl auch einen Appell an die Mannschaft von Borussia Dortmund gerichtet.

Favre war zuletzt beim BVB in die Kritik geraten. "Wir sind am sechsten Spieltag, es sind drei Punkte bis zur Tabellenspitze. Es ist alles noch sehr früh", erklärte Kehl gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zur aktuellen Trainerdiskussion beim BVB hat Kehl zudem eine klare Meinung. "Die Diskussion ist lächerlich. Die gibt es intern nicht", sagte er in Bezug auf Favre.

BVB-Trainer Lucien Favre musste sich zuletzt die Kritik gefallen lassen, dass der BVB nicht genug Willen zeigt, um ein Spiel zu gewinnen. "Natürlich wissen wir, dass wir momentan nicht unseren besten Fußball spielen. Damit müssen wir jetzt alle umgehen. Und damit sollten wir am Besten morgen anfangen", sagte Kehl. Der BVB trifft in der Champions League am Mittwoch auswärts auf Slavia Prag (bei uns im Live-Ticker) – dabei muss Borussia Dortmund allerdings auf einen wichtigen Spieler verzichten, Paco Alcácer ist verletzt.

BVB-Trainer Lucien Favre in der Kritik: Borussia Dortmund hat wohl Nachfolger im Visier

Dortmund – Lucien Favre hat in seiner ersten Saison bei Borussia Dortmund die Erwartungen übertroffen. Das könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden. Denn als man sah, wozu der BVB fähig ist, wollte man mehr. Meisterschaft, Titel. Daran könnte Favre scheitern, vielleicht wackelt er bereits.

Denn bei Borussia Dortmund sind die Machtstrukturen zwar klar. Eine Kraft darf man dabei aber nicht unterschätzen: die Südtribüne. Verliert Favre den Rückhalt der Fans, kann der BVB nur schwer noch an ihm festhalten und müsste ihn entlassen. Favre ist aber nicht der Typ, der die Massen mit flammenden Reden hinter sich versammelt. Der akribische Fußballlehrer kann nur mit einer anderen Waffe Boden gut machen: Er muss mit seiner Art des Fußballs positive Ergebnisse erzielen. 

Lucien Favre konnte bei Borussia Dortmund noch kein emotionales Feuerwerk zünden

Eigentlich hat Borussia Dortmund die auch eingefahren. Eigentlich. Denn die beiden Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt und den SV Werder Bremen lassen Zweifel aufkommen. Dem BVB fehlt offensichtlich der letzte Biss. Den konnte Favre seiner Mannschaft bislang noch nicht vermitteln. Er analysiert, er erklärt, aber er hat es noch nicht geschafft kontinuierlich die Mannschaft des BVB zu Höchstleistungen anzutreiben.

BVB-Trainer Favre muss sich immer wieder mit Jürgen Klopp messen – das lässt Zweifel aufkommen

Der Vergleich mit Welttrainer Jürgen Klopp, der bald nach Dortmund zurückkehrt, ist in diesem Fall zwar nicht angebracht, kommt aber zwangsläufig auf. Manch ein Fan fordert gar die Entlassung von Favre. Das ist zu radikal angesichts der Umstände – man liegt nur drei Punkte in der Liga hinter Spitzenreiter und Titelverteidiger FC Bayern München, in der Champions League (nächstes Spiel: Mittwoch, 18.55 Uhr, gegen Slavia Prag, hier live im TV) ist noch alles offen und das Minimalziel erreichbar. Aber trotzdem wirkt das Gebilde wacklig.

Wackelt Favre beim BVB? Borussia Dortmund steht in Kontakt mit einem anderen Bundesliga-Trainer

Ausgerechnet ein Bundesliga-Trainer wird da als möglicher Nachfolger gehandelt. Es habe bereits Kontakt zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremens Florian Kohfeldt gegeben. "Das ist nicht ungewöhnlich im Fußball-Geschäft. Zumal Kohfeldts Berater Marc Kosicke einen hervorragenden Draht zum BVB hat, sein prominentester Klient ist schließlich Jürgen Klopp", berichtet deichstube.de*. Falls Favre wirklich irgendwann mal entlassen werden sollte beim BVB, wäre Kohfeldt wohl die erste Wahl.

Zorc und weitere BVB-Verantwortliche stehen hinter Coach Favre: Wie lange noch?

Der Werder-Trainer hat auch in seiner Art und Weise im Umgang mit den Fans Ähnlichkeit mit Jürgen Klopp, ist nahbar und leidenschaftlich. Dinge, die Favre eben nicht unbedingt auszeichnen. Dinge, die viele BVB-Fans aber vermissen. 

Allerdings sprechen mindestens zwei Dinge dagegen, dass das Trainerkarussel bald zwischen Weser und Ruhr rotiert. Erstens: Florian Kohfeldt ist bis 2023 an Bremen gebunden, möchte diesen Kontrakt wohl mindestens bis 2021 erfüllen. Zweitens: Nicht nur BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat Favre unlängst das Vertrauen ausgesprochen bei Borussia Dortmund. Der BVB will etwas langfristiges aufbauen – und sich nicht durch kleinere Unebenheiten aus dem Tritt bringen lassen. Noch nicht.

Abseits von Favre und dem BVB – Blick zum Revierrivalen FC Schalke 04:

Sorgen wie diese hat dafür ausnahmsweise Erzrivale FC Schalke 04 nicht. Bei den Knappen läuft er zurzeit so gut, dass Trainer David Wagner – dessen Vorgänger, Domenico Tedesco, einen neuen Verein gefunden haben könnte – sogar auf die Euphorie-Bremse drücken muss – zumal beim nächsten Heimspiel, bei dem der FC Schalke zum ersten Mal Parkgebühren kassieren will, in Gegner 1. FC Köln ein in die Enge getriebenes Tier wartet. maho

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Quelle: wa.de

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