Borussia Dortmund

BVB krönt außergewöhnliche Hinrunde und rettet Watzkes Weihnachten

+
Ein gewohntes Bild in der Hinrunde: Die Spieler von Borussia Dortmund feiern wieder regelmäßig nach ihren Partien. Zuletzt am Freitagabend nach dem 2:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach.

Borussia Dortmund krönt seine außergewöhnliche Hinrunde. Gleichzeigt sorgt die Mannschaft für eine bessere Weihnachtsstimmung im Hause Watzke.

Dortmund - Die Erleichterung war Hans-Joachim Watzke, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Bundesliga-Herbstmeisters Borussia Dortmund, deutlich anzumerken. Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg über die Borussia aus Mönchengladbach ließ er es sich nicht nehmen, sich im Kabinengang bei allen Spielern, Betreuern und dem Trainerteam mit einer herzlichen Umarmung zu bedanken.

„Für mich persönlich hing das ganze Weihnachtsfest davon ab“, gestand Watzke ein und richtete ein Riesenkompliment an die Mannschaft, der am Ende der anstrengenden Runde doch ein wenig die Körner ausgegangen waren.

42 Punkte in der Bundesliga, die Champions-League-Gruppe gewonnen, im Pokal noch dabei. „Wenn wir das im August erklärt hätten, hätten alle behauptet, dass wir geistesgestört sind“, erklärte der BVB-Chef, der sich jetzt angesichts des Sechs-Punkte-Polsters auf die Münchner Bayern darauf freut, in der kurzen Pause etwas runterzukommen. Lediglich in der Meistersaison 2010/2011, damals unter Trainer Jürgen Klopp, hatten die Schwarz-Gelben in einer Vorrunde mehr Zähler (43) errungen.

Moral und Mentalität

Gegen Mönchengladbach zeigten die Dortmunder nach Meinung von Kapitän Marco Reus nach der Pleite in Düsseldorf Moral und Mentalität und gewannen durch die beiden Treffer von Jadon Sancho (42.) und Reus (54.), die jeweils von Mario Götze vorbereitet wurden, verdient gegen harmlose Gladbacher. Eigenschaften, die die Mannschaft laut Reus während der gesamten Vorrunde ausgezeichnet haben.

„Wir haben uns gut entwickelt, müssen aber zugeben, dass wir in den ersten Spielen Glück hatten“, erklärte der Nationalspieler. „Es kann in Fürth und gegen Leipzig auch anders laufen. Dann kommen wir vielleicht nicht so ins Rollen. Es war aber alles hart erarbeitet.“ Was dazu führte, dass der BVB diesmal im November und Dezember nicht so viele Punkte liegen ließ wie in den Jahren zuvor. „

Jetzt war es nicht so. Das lag auch daran, dass viele Spieler gesund geblieben sind. Und die Leute, die einspringen mussten, waren gleich immer voll da“, lobte Reus den guten Zusammenhalt in der Truppe.

Reus krönt überragende Leistung

Er selbst krönte seine überragende Leistung gegen Gladbach mit dem elften Saisontor, so viele wie nie zuvor in einer Halbserie. „Ich rede nicht gern über mich, doch bin ich natürlich zufrieden“, antwortete er auf die Frage nach seiner persönlichen Bilanz.

„Wichtig war für mich, dass ich die komplette Vorbereitung mitmachen konnte und die Spiele über 90 Minuten bekomme. Es war aber auch extrem anstrengend für mich, weil ich in den letzten zwei Jahren gar nicht gewohnt war, immer zu spielen. Aber es hat mir gut getan“, erklärte Reus, der jetzt den kurzen Urlaub genießen, sich ausruhen und regenerieren will, um im Januar in guter körperlicher Verfassung zurück zu kommen.

Kampf um die Spitze: Dortmund gewinnt gegen Gladbach

Derweil schrieb Michael Zorc einen großen Anteil der außergewöhnlichen Leistung der Mannschaft Lucien Favre zu. Der Sportdirektor erklärte präzise, warum Favre die Profis so gut in die Spur gebracht hat: „Der Trainer hat vom ersten Tag eine klare Vorstellung gehabt, wie unser Spiel laufen soll“, berichtete Zorc. „Er hat diese Abläufe in den Trainingseinheiten immer wieder geübt, auch mit unterschiedlichem Personal. Die Mannschaft hat das irgendwann verinnerlicht. Das sieht man.“

Gute Balance zeichnet Favre aus

Eine gute Balance zwischen schönen, attraktivem Spiel und einer gesunden Absicherung zeichne den Fußball-Lehrer aus. „Er hat auch den jungen Spielern Dinge aufgezeigt, an die sie vorher vielleicht nicht gedacht haben“, ergänze Zorc. „Die Arbeit ist aber noch nicht beendet, sie geht im neuen Jahr weiter.“

Für den Sportdirektor wird sie selbst während der Feiertage nicht komplett ruhen. Er muss den Markt beobachten und dafür sorgen, dass der zu große Kader verkleinert wird. „Die Transferperiode beginnt erst am 1. Januar“, gab sich Zorc allerdings gelassen. „Wir gucken, wo was gemacht werden kann und werden dann die eine oder andere Entscheidung treffen.“ Spieler wie Shinji Kagawa, Jeremy Toljan, Dzenis Burnic oder auch Marius Wolf, die unter Favre nicht so oft oder überhaupt nicht zum Zuge kamen, werden in der Winterpause im BVB-Schaufenster stehen.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare