Nach der Trennung

Kommentar: Watzke liegt mit Tuchels Aus richtig - und ist jetzt gefordert

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Watzke und Tuchel gehen ab sofort getrennte Wege.

Dortmund - Es war nur noch eine Frage Zeit, nun hat sich Borussia Dortmund offiziell von Trainer Thomas Tuchel getrennt. Der Schritt war nötig. Ein Kommentar.

Endlich hat das traurige Schauspiel ein Ende. Borussia trennt sich von Thomas Tuchel. Dieser notwendige Schritt nach beinahe rufschädigenden Monaten für den Verein war unausweichlich.

Der öffentlich gewordene Dissens vor allem in der Beurteilung rund um das schreckliche Attentat auf die Mannschaft vor der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco schwebte wie ein Damoklesschwert über dem BVB. Die Frage, ob Tuchel in die Entscheidung hinsichtlich der zügigen Neuansetzung eingebunden war, wird wohl nicht mehr geklärt werden. 

Dringend geklärt werden muss jetzt die Nachfolge. Ganz gleich, ob Lucien Favre oder ein anderer: Der nächste Schuss von Watzke muss sitzen, wenn er die Anhänger nicht verlieren will.

Denn die Entlassung von Tuchel hat viele Fans fassungslos gemacht. Er ist der Trainer mit dem besten Punkteschnitt noch vor Legenden wie Jürgen Klopp oder Ottmar Hitzfeld und hat erst kürzlich mit dem Gewinn des DFB-Pokals den ersten Titel nach fünf Jahren eingefahren. Das sind die Fakten, die viele Fans als Grundlage für die Beurteilung der kurzen Ära Tuchel nehmen.

Tuchels schlechter Stil

Sollte der Erfolg unter dem neuen Coach ausbleiben, könnte Dortmunds Boss Watzke erstmalig mit Gegenwind von den Fans rechnen. Denn dann müsste der Dortmunder Sanierer sich dem Vorwurf stellen, seine persönlichen Befindlichkeiten über das Wohl des Klubs gestellt zu haben. 

Doch das wäre falsch. Führungsspieler sollen sich mehrfach bei der sportlichen Führung über Tuchels Führungsstil beschwert haben. Kapitän Marcel Schmelzer hat mit ungewohnt drastischen Worten sein Unverständnis über die Nichtberücksichtigung von Sahin im Pokalfinale in die Notizblöcke der Presse notiert. Tuchel hat die Mannschaft und einzelne Spieler öffentlich zur Sau gemacht und den erfolgreichen Kaderplaner Mislintat nach einem Streit ignoriert. Auch, dass der 43-Jährige seine Trennung von der Borussia via just kreiertem Twitter-Account noch vor dem BVB verkündet hat, ist schlechter Stil. 

Das Wohl von Borussia Dortmund steht im Vordergrund

Mit Blick auf das Image des BVB war dieser Schnitt nur logisch. Es geht nicht (nur) um das Befinden von Watzke, sondern vor allem um das Wohl des Vereins. Das sollten die Anhänger bei der Beurteilung der Trennung berücksichtigen.

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Quelle: wa.de

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