Seit 2015 im Verein

Gespräche bestätigt: Stammspieler soll beim BVB verlängern

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Gespräche ob einer Vertragsverlängerung sollen beim BVB bereits in vollem Gange sein.

Seit 2015 steht Roman Bürki zwischen den Pfosten beim BVB. Sein Vertrag läuft im Sommer 2021 aus. Sportdirektor Michael Zorc bestätigt Gespräche.

Update vom 17. Februar, 12.45 Uhr: Grund zur Freude hatte BVB-Stammkeeper Roman Bürki in der aktuellen Saison kaum. In gerade einmal neun Spielen blieb der Schweizer ohne Gegentor, allein in der Bundesliga musste Bürki bereits 32 mal den Ball aus dem eigenen Netz holen.

Schuld daran hatte er nur in den seltensten Fällen, weshalb sich der 29-Jährige wohl in den kommenden Wochen dann doch freuen darf. Bürkis Vertrag bei Borussia Dortmund läuft im Sommer 2021 aus, eine vorzeitige Verlängerung steht bevor, wie Sportdirektor Michael Zorc im Kicker bestätigte.

Roman Bürki: Michael Zorc bestätigt Gespräche

"Wir sind in Gesprächen", wird Zorc zitiert. Angestrebt werde dem Bericht zufolge eine Verlängerung bis 2023, dann wäre der Schweizer 32 Jahre alt.

"Das hat mich unheimlich berührt. Daran werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern", hatte Bürki noch im Dezember geschwärmt, als ihn die BVB-Fans für seine herausragende Leistung in der Champions League gegen Slavia Prag feierten (siehe Ursprungsmeldung). Weitere "Bürki, Bürki"-Sprechchöre könnten in den kommenden Jahren folgen.

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Roman Bürki: Seit 2015 Stammkeeper beim BVB

Bürki war im Sommer 2015 vom SC Freiburg zum BVB gewechselt und hatte Roman Weidenfeller im Tor verdrängt. Seitdem bestritt der Schweizer 192 Pflichtspiele für Borussia Dortmund.

Höhepunkt war wohl der Gewinn des DFB-Pokals im Mai 2017. Beim 2:1-Erfolg über Eintracht Frankfurt stand Bürki 90 Minuten zwischen den Pfosten - und streckte anschließen die begehrte Trophäe auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions in den Nachthimmel.

Matchwinner Bürki dankbar über Zuspruch nach Sieg über Prag

[Ursprungsmeldung] Dortmund – „Bürki, Bürki“ schallte es der Mannschaft nach Abpfiff der aufregenden 90 Minuten gegen Slavia Prag (2:1) von der Südtribüne entgegen. Zunächst zierte sich der Schweizer noch etwas, reihte sich ganz am Rand neben seinen Mannschaftskollegen ein. Erst nach nochmaliger Aufforderung der Dortmunder Anhänger ging der 29-Jährige einige Schritte nach vorn und erntete seinen überaus verdienten Sonderapplaus. 

Bürki hatte den Klub mit teils spektakulären Flugeinlagen im Wettbewerb gehalten. Auf wen der BVB nun im Achtelfinale trifft, wird die Auslosung am Montag zeigen.

 Die Liste an Gratulanten war entsprechend lang. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke war einer der ersten. Noch auf dem Rasen dankte er jedem seiner Spieler per Handschlag. Einzig Bürki herzte er so richtig. „Er war fantastisch. Alle haben das festgestellt“, fasste sich Trainer Lucien Favre gewohnt kurz. 

Bürki erhält Sonderlob von BVB-Innenverteidiger Hummels

Mats Hummels holte etwas weiter aus: „Roman hat heute fünf, sechs Weltklasse-Paraden gezeigt. Er hat ein Top-Spiel gemacht. Mehr kann er nicht machen als das, was er heute gemacht hat. Das war sensationell.“ Hummels und seine Defensiv-Kollegen hatten mit den schnellen Tschechen immer wieder Probleme. Das Tempo der Gäste im Umschaltspiel bereitete den Borussen Kopfzerbrechen. Mehrmals tauchte Prag in bester Abschlussposition vor Bürki auf. An dem gab es aber nur einmal ein Vorbeikommen. 

Weitere Versuche entschärfte er mit Fuß, Händen und dem Rest des durchtrainierten Körpers. „Bürki heute mit mehr Paraden als die USA am 4. Juli“, schrieb ein Twitter-User. Wenig Hoffnung hatte Hummels, dass sein Schlussmann ein Sieger-Bier annehmen würde. „Er ist ja eher ein Asket. Vielleicht bekommt er dafür ein Bircher-Müsli.“ 

BVB-Keeper Bürki betont den Mannschaftsgedanken und bleibt bescheiden

Hummels lag richtig mit seiner Vermutung. „Ich trinke nicht so viel Alkohol“, erklärte Bürki. Doch auch auf das Müsli verzichtete er: „Sie müssen mir nichts ausgeben. Dafür bin ich ja auch da. Es war klar, dass auch Arbeit auf mich zukommt.“ Dem Schweizer war es wichtig, bescheiden zu bleiben, den Mannschaftsgedanken zu betonen. „Wir sind ein Team, wir haben gut gekämpft. Wir haben in den letzten Wochen oft unglücklich Gegentore gekriegt und ich hatte oft keine Saves. Heute habe ich es vielleicht wieder ein bisschen gut gemacht.“ 

Das hatte er tatsächlich. Auch aus Sicht der Fans, zu denen Bürki, der seit 2015 im Verein ist, als Nachfolger des beliebten Roman Weidenfeller lange ein schwieriges Verhältnis pflegte. Beeindruckende Reflexe zeigte der frühere Freiburger schon immer, gerade zu Beginn unterliefen ihm im BVB-Tor aber auch stetig bittere Patzer. 

Bürki dankbar über lautstarken Zuspruch des BVB-Anhangs 

Im Januar 2018 legte sich der Schweizer gar mit einigen Anhängern an, sagte nach einem enttäuschenden 2:2 gegen Freiburg: „Die Ost- und Westtribüne, da kommen die Leute ins Stadion, um ihre eigene Mannschaft auszupfeifen. Die sollen lieber zu Hause bleiben. Das sind Leute, die keine Ahnung von Fußball haben. Die haben wohl nichts Besseres zu tun.“ Der Rüffel von Sportdirektor Michael Zorc folgte prompt: „Das war deplatziert und inhaltlich falsch.“ 

Fast zwei Jahre später spricht davon niemand mehr im Dortmunder Umfeld. Bürki ist spätestens nach seiner überragenden Vorsaison („Kicker“-Notenschnitt: 2,64) angekommen im Ruhrgebiet. Das ließ ihn die Südtribüne am Dienstag deutlich spüren. „Das hat mich unheimlich berührt. Daran werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern“, sagte der Torwart. 

Um am Ende des langen Abends, an dem er schon Bier und Müsli entschieden abgelehnt hatte, doch noch einen Wunsch zu äußern: „Ich würde gern mal ausschlafen. Aber der Trainer hat für morgen früh schon wieder Training angesetzt.“

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Quelle: wa.de

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