Transfer bahnt sich an

Emre Can zum BVB: Eine mögliche Win-Win-Situation mit Abstrichen

Emre Can steht vor einem Wechsel zum BVB.
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Emre Can steht vor einem Wechsel zum BVB.

Emre Can steht wohl vor einem Wechsel zum BVB. Der Transfer wäre für beide Seiten sinnvoll, birgt allerdings ebenso Risiken - auch für Borussia Dortmund

  • Emre Can soll vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund stehen.
  • Der variabel einsetzbare deutsche Nationalspieler will sich für die EM 2020 empfehlen. Ein Transfer wäre aber nicht ohne Risiko für den BVB.
  • Alle Entwicklungen zum Transfer von Emre Can zum BVB lesen Sie hier.  

Dortmund - Der Transfer von Emre Can zum BVB steht nach übereinstimmenden Medienberichten kurz vor dem Abschluss. Zwischen 20 und 30 Millionen Euro wird Borussia Dortmund wohl an Juventus Turin überweisen müssen. Eine Summe für einen Transfer, die sich für alle Beteiligten auszahlen könnte.

Denn: Spielwitz, Dribbelstärke und ganz viel Gefühl im Fußgelenk haben sie alle im aktuellen Kader des BVB. Die nötige Robustheit und den Willen, den Rasen sprichwörtlich umzupflügen, allerdings nur die Wenigsten beim BVB.

Pro: Wechsel vom Emre Can zum BVB ist für beide Seiten nachvollziehbar

Das Wort "Mentalitätsscheiße", das Kapitän Marco Reus im vergangenen Herbst im Interview mit Sky genervt entfahren war und wochenlang die schwarz-gelben Schlagzeilen prägte, schwebt nach wie vor über der Elf von Trainer Lucien Favre - wenn auch aktuell als deutlich abgeschwächter Hauch.

Denn nach zehn Toren zum Rückrunden-Auftakt ist die Euphorie beim BVB zwar zurückgekehrt. Der schier unendliche Hype um Stürmer-Neuzugang Erling Haaland hat das Hauptproblem des BVB-Kaders allerdings nur vorübergehend in den Schatten gerückt: mangelnde Körpersprache. 

Ohnehin gestaltet sich die Suche nach dem berüchtigten 'Mentalitätsmonster', das mit seiner Präsenz alle ans Leistungsmaximum pusht, bei Borussia Dortmund als eine schwierige. Thomas Delaney wäre ein geeigneter Kandidat, würde er nicht an seiner großen Verletzungsanfälligkeit leiden. Das soll, wenn es wohl nach den BVB-Verantwortlichen ginge, nun Emre Can übernehmen.

Emre Can zum BVB: Nationalspieler wäre variabel einsetzbar

Und das auf gleich mehreren Positionen beim BVB. Denn nach Informationen des Kicker ist der gelernte defensive Mittelfeldspieler beim BVB neben der Sechserposition auch als Innenverteidiger für die Dreierkette eingeplant. 

Lukasz Piszczek galt zuletzt neben Mats Hummels und Manuel Akanji nur als Notlösung. Bei den Nachwuchskräften Leonardo Balerdi und Mateu Morey müsse man nach wie vor "Geduld bewahren", wie BVB-Trainer Lucien Favre zuletzt betonte.

Auf ungewohntem Terrain würde sich Can nicht bewegen, kam er doch in der DFB-Elf unter Bundestrainer Joachim Löw vorzugsweise in hinterster Reihe zum Einsatz. Und auch in seiner Zeit in England beim FC Liverpool war der 26-Jährige in der Defensive gesetzt. Dort aber als Rechtsverteidiger.

Kontra: Emre Can würde das BVB-Gehaltsgefüge sprengen

"Es ist noch nichts entschieden oder spruchreif", hielt sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit dem Kicker noch zurück. Spruchreif soll der Wechsel von Emre Can zu Borussia Dortmund dennoch im Laufe der Woche werden - trotz immenser finanzieller Bedingungen.

Denn Can verdient bei seinem aktuellen Klub Juventus Turin rund 14 Millionen Euro im Jahr. Eine Summe, die das derzeitige Gehaltsgefüge des BVB sprengen würde. Nur Kapitän Marco Reus (12 Millionen Euro), Mats Hummels und Mario Götze (beide je 10 Millionen Euro) verdienen laut Bild ansatzweise so viel wie der frühere Leverkusener und Münchner. Viel Geld für einen Spieler, der in der laufenden Saison erst acht Partien auf dem Rasen stand.

Emre Can zu BVB: Transfer ist mit hohem Risiko verbunden

Es ist ein hohes Risiko, das der BVB mit Emre Can eingehen würde. Eines, das ein großes Loch in der Vereinskasse hinterlassen würde. Aber eben auch eines, das bereits in der Rückrunde erste Früchte tragen könnte. 

Nicht nur für den Verein, sondern auch für den Spieler, der sich beim BVB mit guten Leistungen für die EM 2020 in den Vordergrund spielen möchte.

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Quelle: wa.de

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