Emre Mor

Der türkische Messi dribbelt sich ins nächste Abseits

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Emre Mor im BVB-Trikot: Nur eine Saison spielte er für die Borussia.

Es klappt auch nicht beim nächsten Verein: Ex-BVB-Angreifer Emre Mor steht nun auch bei Celta Vigo vor dem Aus.

Was waren das nur für Vorschusslorbeeren, mit denen Emre Mor nach Dortmund kam. Als türkischen Messi feierten ihn die Zeitungen in seiner Heimat Dänemark und in der Türkei. "Er ist ein hochveranlagter und in der Offensive vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial", schwärmte Sportchef Michael Zorc, als der Wechsel fest stand.

Mor wurde in Kopenhagen geboren, durchlief im Nachwuchs die Stationen Bronshoj BK und Lyngby BK, ehe er 2015 als Profi in Nordsjælland vorgestellt wurde. Zunächst spielte er in der dänischen U17, U18 und U19, ehe er sich dann für die Türkei entschied. Bei der WM 2016 machte er mit einigen Dribblings auf sich aufmerksam.

In Dortmund zeigte sich: Die Bundesliga ist mindestens eine Nummer zu groß für ihn. Mor spielte auf dem Platz meistens sein eigenes Spiel. Der junge Türki war und ist extrem ballverliebt und kein großer Teamplayer. Dumm für ihn, dass die meisten deutschen Verteidiger wenig Probleme hatten, ihn zu stoppen.

Kurzzeitig hatte der BVB Hoffnung, dass Mor doch noch den Dreh findet. Mit Peter Bosz kam ein Trainer, der gut mit jungen Spielern arbeiten kann. Doch auch er verzweifelte schnell an dem jungen Türken, der als extrem selbstbewusst mit Tendenz zur Überheblichkeit gilt. "Er hat sehr große Qualitäten", sagte Bosz."Aber er muss lernen, wann er ins Dribbling gehen kann und wann er den Ball spielen muss." Am Ende seiner BVB-Zeit standen viele Kurzeinsätze und ein Bundesliga-Treffer beim 6:0 gegen den SV Darmstadt 98.

Mor wechselte noch vor der Saison 2017/18 nach Spanien. Doch auch bei seinem neuen Verein Celta Vigo kam Mor nicht über die Jokerrolle hinaus. Seine Zeit ist  offenbar auch in Spanien abgelaufen. Mehrere spanische Medien berichten, dass Celta-Trainer Juan Carlos Unzue nicht mehr auf Mor setzt. Der junge Türke zeige sich im Training lustlos. Spanische Zeitungen spekulieren schon über einen Wechsel in die Türkei.

Zwei Wochen stand Mor nicht im Kader, zuletzt durfte er zumindest wieder als Joker ran. Gegen CD Leganes durfte es 20 Minuten aufs Feld, gegen den FC Barcelona weitere zehn Minuten. Dort hinterließ er zumindest mal wieder Eindruck: Beim 2:2 gegen den designierten Meister bereitete Mor in der 82. Minute mit einer Flanke den Ausgleichstreffer vor.

Kurios: Ausgerechnet in diesem Spiel hatte auch ein anderer Ex-Borussia eines seiner seltenen Highlights. Ousmane Dembélé erzielte mit dem zwischenzeitlichen 0:1 seinen ersten Liga-Treffer für den FC Barcelona.

Quelle: wa.de

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