Schickhardt: Urteile für "rohes Spiel" müssen überdacht werden

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Die Minderung seiner Sperre von drei auf zwei Spiele sorgt für rege Diskussion: Robert Lewandowski

UNTERFÖHRING - Der Jurist Christoph Schickhardt ist davon überzeugt, dass die Reduzierung der Sperre von Borussia Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski Folgen für die Rechtsprechung im deutschen Fußball haben wird.

"Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft viel häufiger zu Sperren von zwei Spielen bei rohem Spiel kommen wird", sagte Schickhardt exklusiv im "Inside Report" des Sport-Nachrichtensenders Sky Sport News HD: "Generell müssen die Urteile für 'rohes Spiel' überdacht werden. Das sind Unfälle im Sport, im Nahkampf, die immer wieder vorkommen werden."

Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, hatte am Montag seinem Unmut über die Reduzierung der Sperre Luft gemacht. Schickhardt hat Verständnis für die Enttäuschung Nachreiners: "Wenn Anton Nachreiner sagt, dass dies eine Umstellung der Rechtsprechung mitten in der Saison ist, hat er damit recht. Die Vereine, die bisher die Drei-Spiele-Sperren akzeptiert haben, ärgern sich zu recht, weil diese Urteile bisher in Stein gemeißelt waren."

Das Spiel des BVB gegen den HSV in Bildern:

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DFB-Bundesgericht verkürzt Sperre Lewandowskis

Lewandowski war nach einer Roten Karte am 21. Spieltag gegen den Hamburger SV zunächst für drei Spiele gesperrt worden. Das DFB-Bundesgericht hatte die Sperre am vergangenen Freitag auf zwei Spiele reduziert, so dass der polnische Nationalspieler bereits am 24. Spieltag gegen Hannover 96 wieder mitwirken konnte und beim 3: 1-Erfolg des BVB einen Doppelpack erzielte.-SID

Quelle: wa.de

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