Kehl: "Die Gier wird größer"

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"Das Spiel gegen Donezk war phasenweise berauschend": BVB-Kapitän Sebastian Kehl

DORTMUND - Nach dem Sieg der Borussia gegen Schatjor Donezk erhob auch Real-Trainer José Mourinho den BVB in den Kreis der Mitfavoriten. Im Interview  äußert sich Borussia Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl nach dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale.

Im Europapokal ist oft von magischen Nächten die Rede. Haben Sie das 3:0 über Donezk heute als besonderen Moment empfunden?

Kehl: "Das Spiel war phasenweise berauschend, deshalb war es ein toller Abend. Aber es ist nicht so, dass wir jetzt einen Partymarathon einleiten werden. Ich bin weit davon entfernt, in Euphorie zu verfallen. Rumhopsen wäre verfrüht - wir haben noch nichts gewonnen."

Borussia steht seit 15 Jahren erstmals wieder im Viertelfinale der Champions League. Wie ordnen Sie das ein?

Kehl: "Man kann in dieser Champions-League-Saison sehen, welche Entwicklung unser Team genommen hat. Wohin das am Ende führen wird? Lassen wir uns einfach mal überraschen."

Donezk-Coach Mircea Lucescu hatte vor dem Spiel prognostiziert, dass der Sieger dieses Duells ins Finale einziehen wird. War das zu hoch gegriffen?

Kehl: "Definitiv. Ich musste sehr schmunzeln, als ich das gelesen habe. Davon zu sprechen, Favorit zu sein, wäre für uns nicht angemessen. Das ist absolut verfrüht und auch unangebracht. Ich glaube weiter nicht, dass wir zu den Top-Favoriten gehören. Wobei sich der Kreis natürlich immer enger schließt und so natürlich auch die Gier größer wird."

Gibt der Sieg Rückenwind für das Derby am Samstag gegen Schalke?

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Kehl: "Natürlich. Aber wir müssen nun erst Kräfte sammeln. Einige Profis sind angeschlagen, ich persönlich auch. Das Derby ist ein heißes Spiel. Wir wollen diese Woche nach Siegen über Hannover und Donezk positiv beenden und haben nach der Schmach aus dem Hinspiel etwas gutzumachen." -dpa

Quelle: wa.de

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