4. Bundesliga-Spieltag

Handspiel von Tah bei Borussia Dortmund gegen Leverkusen? Delaney hat eine klare Meinung

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Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen (l.) im Zweikampf mit Thomas Delaney – der für den BVB fast zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen hätte.

Borussia Dortmund hat gegen Bayer 04 Leverkusen gewonnen, für Diskussion sorgte ein vermeintliches Handspiel von Jonathan Tah. Thomas Delaney äußerte sich.

Update vom 14. September, 19.12 Uhr: Thomas Delaney durfte von Beginn an ran gegen Bayer 04 Leverkusen. Er machte ein starkes Spiel für Borussia Dortmund, erzielte fast ein Tor für den BVB zum zwischenzeitlichen 2:0. Aber Jonathan Tah blockt den Ball mit seiner Hand – kein Problem, meint Delaney.

"Die Regeln sind eben seit dieser Saison etwas anders und sagen, dass es kein Elfmeter ist, wenn man bei einem Tackling mit der Hand am Ball ist. Das war richtig vom Schiedsrichter", sagte Delaney. Sein Kapitän Marco Reus hätte sich aber wohl etwas aufgeregt, dass der Videoschiedsrichter nicht eingriffen hat. Da war sich Delaney allerdings nicht so sicher wie bei der Aktion von Tah.

"Ich glaube, Marco Reus war sauer", so Delaney. Akustisch kam das aber nicht ganz beim Sechser an. "Da wäre es manchmal besser in Dänemark zu spielen. Da ist es nicht so laut und man hört seine Mitspieler besser", sagte Delaney und schmunzelte. Vielleicht gibt es im Norden auch keine unsäglichen Handspieldiskussionen.

Ähnlich gelassen wie Thomas Delaney blieb aber auch BVB-Neuzugang Julian Brandt, der bei seiner Auswechslung ein paar Beleidigungen von den Leverkusen-Fans einstecken musste.

VAR-Ärger bei BVB gegen Leverkusen – Handspiel von Tah?

Dortmund – Alle 11 Minuten ärgert sich ein ein Fußballfan über den Videoschiedsrichter. Zugegeben, das ist nicht nachgewiesen und spielt nur auf eine bekannte Partnervermittlung an – aber auch bei Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen gab es wieder einmal Diskussionsbedarf rund um den VAR und die unsägliche Handspielregel.

Borussia Dortmund gewinnt 4:0 gegen Bayer Leverkusen

Der BVB ist nach 28 Minuten (bei uns im Live-Ticker) in Führung gegangen gegen Bayer 04 Leverkusen. Achraf Hakimi hat eine schöne Flanke auf Paco Alcácer gespielt, der sich in den Rücken von Jonathan Tah geschlichen hatte. Das Tor zählte, der Videoschiedsrichter überprüfte aber vorsorglich auf Abseits.

Borussia Dortmund gegen Leverkusen: Videoschiedsrichter greift nicht ein – Handspiel von Tah?

Fünf Minuten später blieb der Kölner Keller stumm, der VAR schaltete sich nicht ein. Gewühl im Leverkusener Strafraum, Thomas Delaney* hätte nur noch ins leere Tor einschießen müssen – Teamkollege Jadon Sancho, der auch gegen Leverkusen wieder in der Startelf des BVB stand, drehte schon jubelnd ab. Aber dann kam Tah. Der Hüne setzte zur Grätsche an und blockt in letzter Sekunde den Ball von Delaney – berührte ihn dabei auch mit der Hand.

Videoschiedsrichter bleibt stumm bei BVB gegen Leverkusen

Schiedsrichter Daniel Siebert, der Unparteiische bei Borussia Dortmund gegen Bayer 04 Leverkusen, ließ weiterlaufen. Auch der Videoschiedsrichter (VAR) griff nicht ein. Wohl zurecht. Denn strafbar war das Handspiel von Tah keinesfalls.

Handspiel von Tah bei Dortmund – Leverkusen wird nicht geahndet: Aus diesem Grund

Bei der Grätsche stützte sich Tah mit der einen Hand ab, eine ganz normale Bewegung. Den Schuss von Delaney sah er wohl gar nicht kommen. Keine Absicht also, seine Hand konnte er nirgendwo sonst hinpacken, vergrößerte auch nicht unnatürlich seine Körperfläche. Köln blieb stumm, der Videoschiedsrichter griff nicht ein. Zum Unmut einiger BVB-Fans – aber eben zurecht.

Achraf Hakimi hatte in dieser Situation übrigens auch noch eine große Chance. Sein Nachschuss nach dem Versuch von Delaney landete über Umwege aber nur an der Latte. Mit einem 1:0 ging es dann für den BVB in die Pause. Am Dienstag trifft der BVB in der Champions League auf den FC Barcelona (21 Uhr/bei uns im Live-Ticker und hier im TV). Vielleicht haben Hakimi und Delaney dann mehr Glück. maho

*Korrektur: in einer früheren Version des Textes stand, Paco Alcácer hätte auf das gegenerische Tor geschossen. Das ist falsch. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

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Quelle: wa.de

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