Im Achtelfinale gescheitert

Zorc wütet nach Pokal-Aus des BVB bei Werder: "Lahmarschig, bequem und …"

Nach dem Aus von Borussia Dortmund im DFB-Pokal bei Werder Bremen war Trainer Lucien Favre enttäuscht. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wütete auch am Tag danach.

  • Der BVB ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.
  • Bei Werder Bremen setzte es eine überraschende 2:3-Niederlage.
  • Die Akteure von Borussia Dortmund übten anschließend Selbstkritik.

Update vom 5. Februar, 15.07 Uhr: Bei Michael Zorc war der Zorn auch am Tag nach dem überraschenden Pokal-Aus von Borussia Dortmund bei Werder Bremen noch nicht verraucht. "Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Hälfte lahmarschig, bequem und langsam gespielt haben", wetterte der Sportdirektor des BVB im Gespräch mit dem kicker. "Wir haben nicht so gewirkt, als wüssten wir, worum es geht."

Das 2:3 (0:2) im DFB-Pokal bei Werder Bremen am Dienstag war ihm sichtlich auf den Magen geschlagen - vor allem die Vorstellung in den ersten 45 Minuten. Das Achtelfinal-Aus tue sehr weh, "es ist nicht zu reparieren. Die Niederlage war vermeidbar, aber letztlich verdient", betonte Zorc.

So erklärt der BVB das überraschende Pokal-Aus bei Werder - Vorwürfe von Favre

Update vom 5. Februar, 12.34 Uhr: Schwer enttäuscht war Lucien Favre. Das Aus im Achtelfinale der DFB-Pokals bei Werder Bremen schlug dem Trainer von Borussia Dortmund schwer auf den Magen.

"Wir waren einfach zu lethargisch", klagte der Coach des BVB nach der überraschenden 2:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten Werder Bremen. Besonders in der ersten Halbzeit fanden die Schwarz-Gelben überhaupt nicht ins Spiel, mit ungewöhnlicher Unruhe verfolgte Favre den Auftritt seiner Schützlinge im Weserstadion: "Ich war enttäuscht, dass wir fast alle Zweikämpfe verloren haben und dass wir zu wenig in Bewegung waren."

BVB-Coach Lucien Favre war nach dem Pokal-Aus enttäuscht.

Mats Hummels pflichtete seinem Coach bei. "Wir haben eine Mannschaft, die nicht vor Selbstvertrauen strotzt, nicht vor genügend Probleme gestellt und sie damit ins Spiel geholt. Wir haben es ihnen leicht gemacht, aggressiv zu verteidigen und das Publikum mitzunehmen", erklärte der Abwehrchef des BVB im Sky-Interview.

Aus im DFB-Pokal! So erklärt der BVB die überraschende Niederlage bei Werder Bremen

[Erstmeldung] Bremen - Borussia Dortmund ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Gegen Werder Bremen setzte es am Dienstag im Achtelfinale eine überraschende 2:3-Niederlage. Die Chancen, das Aus doch noch abzuwenden, waren besonders im zweiten Durchgang da für den BVB

Konsequent genutzt hatte die Elf von Coach Lucien Favre diese aber nicht. Die Treffer von Erling Haaland und Giovanni Reyna reichten nicht. Dementsprechend selbstkritisch analysierten Julian Brandt, Mats Hummels und Trainer Lucien Favre die Leistung am ARD-Mikrofon.

Werder Bremen gegen BVB: Julian Brandt hadert besonders mit der ersten Halbzeit

Julian Brandt zur ersten Halbzeit: "Die erste Halbzeit war gar nicht gut, zumindest nicht nach vorne. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, daraus haben wir aber viel zu wenig gemacht. Es ist immer sehr schwer hier im Weserstadion. In der zweiten Halbzeit mussten wir hinten auf machen. Man hat gesehen, dass die Fans die Bremer Mannschaft mitgenommen haben, dementsprechend haben sie sich das auch verdient." 

Zur schwachen Offensivleistung: "Wir haben zu viel quer gespielt, den Zug nach vorne vermissen lassen. Man kann nicht erwarten, dass wir jedes Spiel fünf Tore schießen, das versteht sich von selbst. Es hat ein wenig die Gier gefehlt, die Tore erzielen zu wollen." 

Mit Blick auf die kommenden Wochen: "Wir haben uns im Pokal viel vorgenommen. Es ist ein bitterer Abend für uns, das haben wir uns nicht so vorgestellt. In der Liga müssen wir jetzt weiter Gas geben, da dürfen wir uns so etwas nicht erlauben."

Werder Bremen gegen BVB: Mats Hummels hinterfragt Entscheidung des Schiedsrichters

Mats Hummels über den nicht gegebenen Elfmeter in der zweiten Halbzeit, als Bremens Moisander BVB-Jungspund im Sechzehner erwischt hatte: "Ich hab es eben bei den Kollegen am Bildschirm gesehen. Ich bin keiner, der immer etwas fordert. Aber für mich ist es eine Tätlichkeit. Es fällt mir schwer, die Entscheidung nachzuvollziehen."

Über die Leistung des BVB: "Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Tiefe im Spiel gehabt. Wir brauchen die Tiefe, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Wir haben keine berauschende, aber auch keine schlechte Leistung gezeigt. So sind wir raus geflogen. Glückwunsch an Werder! Nicht unverdient, aber letztlich hatten wir es in der eigenen Hand."

Werder Bremen gegen BVB: Trainer Lucien Favre hadert mit der Chancenverwertung

Lucien Favre über das Aus des BVB bei Werder Bremen: "Unsere erste Halbzeit war nicht gut. Wenig Tempo, nicht viele Zweikämpfe gewonnen. Wir waren immer zu spät, das war nicht gut. Es ist schwer zu erklären. Wir waren nicht gut bei der Balleroberung. Bremen war aggressiver als wir, das hat man auch beim 0:2 gesehen. Die Jungs sind sehr enttäuscht, wir sind raus, das ist schade, sehr sehr schade. Wir hatten die Chancen, unsere Ziele zu erreichen. Wir hatten zwei, drei Großchancen, die wir nicht gemacht haben."

Auch im Netz haben die Fans auf das Aus des BVB reagiert - und die Hauptverantwortlichen ausgemacht.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare