BVB in Marbella

Zwischenfazit: So gut ist die Stimmung im Trainingslager

+
Gute Laune im BVB-Trainingslager.

Borussia Dortmund hat sein erstes Testspiel gewonnen, die Stimmung ist gut in Marbella - doch es gibt auch Dinge, die BVB-Coach Lucien Favre Sorgen machen.

Marbella – Grüne Wiese, graue Berge, gelbe Trikots. Der BVB hat sein Winterlager wieder einmal im spanischen Marbella aufgeschlagen. Seit dem vergangenen Freitag sind Trainerteam, Mannschaft und Betreuer vor Ort. Stimmen die Rahmenbedingungen? „Absolut“, antwortet Linksverteidiger Marcel Schmelzer auf Nachfrage dieser Redaktion. Am Montag stand das erste Testspiel an, Borussia Dortmund besiegte Ligakonkurrent Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (2:2) – Zeit für ein erstes Zwischenfazit.

Der Trainingsplatz ist mit dem Auto etwa zehn Minuten vom Mannschaftshotel entfernt, bis zum Strand sind es keine 100 Meter. Die BVB-Akteure fühlen sich wohl. Auch der Trainer.

Personallage sorgt für Beunruhigung

„Die Bedingungen sind sehr gut. Es ist angenehm mit der Sonne. Alles ist perfekt“, sagt Lucien Favre. Etwa 15 bis 20 Grad Celsius am Tag, wenig Wind. Abends und nachts wird es dafür recht schnell frisch – dennoch: Besser als daheim im verregneten Dortmund. Doch eine Sache beunruhigt den Coach: die Personallage.

Bunte Stangen und bunte Leibchen

In der Innenverteidigung fehlt Manuel Akanji, lässt sich in der Schweiz von Experten untersuchen. Abdou Diallo kann nur teilweise mit der Mannschaft trainieren. Für Dan-Axel Zagadou ist es auch noch zu früh, er musste sich am Montag nach Informationen dieser Redaktion noch einigen Untersuchungen unterziehen. Ömer Toprak verletzte sich im Test gegen Düsseldorf. Schlimm? „Mal sehen, er hat Schmerzen“, so Favre. Die Situation mache ihm Sorgen, er bleibe aber optimistisch: „Die Spieler, die verletzt sind, kommen langsam, aber sicher zurück.“

Weigl als Option?

Schmelzer weiß: „Es ist suboptimal, dass man die drei Innenverteidiger da hat, die ausfallen. Das ist schade, weil wir alle zusammen trainieren müssen – weil man dann automatisch stärker ist“, sagt der 30-Jährige. Favre improvisierte zuletzt mit Julian Weigl in der Deckung. „Er hat bewiesen, dass er diese Rolle spielen kann“, attestiert ihm der Trainer. Eine Dauerlösung kann es nicht sein. „Er will auch eigentlich lieber im Mittelfeld spielen“, so Favre.

Borussia Dortmund im Trainingslager: Tag 3

Auf die Stimmung drückt die Personalmisere in der Defensive aber nicht. „Es bringt ja nichts, uns in die Zimmer zu setzen und zu sagen: Oh, bitter, dass die Spieler ausfallen. Klar ist das doof, aber wir müssen daran arbeiten, um gegen Leipzig eine Mannschaft auf den Platz zu bekommen, die Leipzig schlagen kann“, erklärt Schmelzer mit Bezug auf den Rückrundenstart am 19. Januar um 18.30 Uhr bei RB.Roman Bürki, Keeper des Herbstmeisters, warnt: „Wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen bestätigen, was wir in der Hinrunde geleistet haben.“ Heißt: Weiterhin Vollgas im Trainingslager geben, auch die restliche Zeit der Vorbereitung über. „Wir müssen hart und wir müssen richtig trainieren“, sagt Favre. Das Klima im Kader scheint zu stimmen. 

Kuriose Bestrafungen

Co-Trainer Edin Terzic lockert hier und da immer mal wieder eine Einheit auf durch kuriose Bestrafungen. Beim Wettdribbling durch einen Stangenwald etwa müssen die Verlierer die Gewinner durch eben jenen Parcours auf dem Rücken tragen. „Wie die Kamele in Dubai, da seid ihr Silvester doch fast alle gewesen“, rief Terzic. Die Spieler lachen, scherzen. So sieht ein Herbstmeister aus. Sie ziehen allesamt konzentriert mit bei den Übungen – so sieht auch eine Mannschaft aus, die noch lange nicht satt ist. Die Rückrunde kann kommen. Der BVB ist hungrig.

Die Fotos vom Testspiel Borussia Dortmund gegen Fortuna Düsseldorf

Wobei nicht komplett. Marco Reus. Hungrig auf Erfolge noch, ja. Aber mit wenig Appetit – und das ist der Grund seines Fehlens im Training. „Er hat etwas mit dem Bauch. Es ist nichts Schlimmes“, meint Favre, der so lange ohne seinen Kapitän das Training durchführen muss.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare