Will denn niemand aufsteigen?

Kuriose 2. Liga: Alle Spitzenteams verlieren - Köln schon fast aufgestiegen

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Union Berlin hat gegen Darmstadt gepatzt.

Die 2. Liga bleibt kurios. Die Mannschaften auf den Tabellenplätzen zwei bis acht haben alle verloren. Der 1. FC Köln spielt am Montag und kann den Aufstieg klar machen. 

Berlin -  Union Berlin hat nach den Patzern vom Hamburger SV und SC Paderborn im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ebenfalls Nerven gezeigt. Die Köpenicker verloren bei Darmstadt 98 mit 1:2 (0:0) und blieben mit 53 Punkten Dritter. Dem 1. FC Köln (59) reicht am Montag bei der SpVgg Greuther Fürth ein Remis zur Rückkehr in die Bundesliga.

Union ließ sich in Darmstadt vom Nervenflattern der Konkurrenz anstecken und agierte bei den Lilien lange Zeit viel zu passiv. Yannick Stark (49.) und Mathias Wittek (77.) sorgten im zweiten Durchgang mit ihren Toren für den Sieg, Sebastian Andersson (87.) verkürzte in der Schlussphase. Darmstadt festigte mit 43 Punkten den Platz im gesicherten Mittelfeld.

Ingolstadt schockt den HSV

Für eine noch größere Überraschung sorgte aber der HSV, der sein Heimspiel gegen den Abstiegsaspirant FC Ingolstadt mit 0:3 (0:1) verlor und mit 53 Punkten die Rückkehr in die Bundesliga aus eigener Kraft nicht mehr erreichen kann. "Wir haben jetzt die klare Verantwortung, wieder aufzustehen, um am nächsten Sonntag ein besseres Spiel zu machen", sagte Trainer Hannes Wolf.

Obwohl die Hamburger schon seit sieben Spieltagen auf einen Sieg warten und dabei sind, den Aufstieg zu verspielen, soll Wolf beim Bundesliga-Dino bleiben. "Wir sind grundsätzlich von unserem Trainer total überzeugt und deshalb müssen wir diese Phase auch mal gemeinsam überstehen", sagte Sport-Vorstand Ralf Becker am Sonntag nach einer dreistündigen Sitzung der HSV-Bosse.

Paderborn patzt, Kiel verliert Anschluss

Einen Punkt mehr auf dem Konto als der HSV hat der SC Paderborn (54), der am Freitag beim 0:2 gegen Arminia Bielefeld einen Dämpfer hinnehmen musste. Einen Rückschlag im Aufstiegskampf erlitt auch der 1. FC Heidenheim. Gegen den SV Sandhausen verlor das Team von Trainer Frank Schmidt 2:3 (1:0) und hat mit 49 Punkten nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg.

Auch Holstein Kiel verabschiedete sich wohl endgültig aus dem Aufstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter hatte zu Hause gegen Schlusslicht MSV Duisburg mit 0:2 (0:0) das Nachsehen und wird mit 46 Punkten nicht mehr in den Kampf um die Bundesliga-Tickets eingreifen können. Joseph-Claude Gyau (55.) und Tim Albutat (68.) trafen für den MSV, der den drohenden Abstieg zunächst abwendete.

Aue und Dresden retten sich zum Klassenerhalt

Im Abstiegskampf feierte Erzgebirge Aue die Rettung. Die Sachsen gewannen bei Jahn Regensburg mit 3:1 (0:0) und haben mit 39 Punkten mit dem Abstiegskampf nicht mehr zu tun. Die Treffer für Aue erzielten Pascal Testroet (52.), Dimitrij Nazarov (61.) per Strafstoß und Philipp Riese (90.+1). Sargis Adamyan (55.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Einen Rückschlag musste der 1. FC Magdeburg einstecken. Der einzige DDR-Europapokalsieger rutschte durch die 2:4-Niederlage beim VfL Bochum als Tabellen-17. erstmals in 2019 auf einen direkten Abstiegsplatz. Gegen Magdeburg spricht das schwere Restprogramm, der FCM spielt noch bei Union und gegen Köln.

Dynamo Dresden hat den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt gemacht. Die Sachsen setzten sich mit 2:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli durch und können mit 39 Punkten nicht mehr abgefangen werden. "Die Erleichterung ist schon groß", sagte Dresdens Routinier Patrick Ebert.

SID

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