Nations-League-Aufgebote

Österreich mit Alaba - Polen ohne Lewandowski

Steht in Österreichs Kader für die anstehenden Länderspiele: David Alaba vom FC Bayern München. Foto: Matthias Balk/dpa
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Steht in Österreichs Kader für die anstehenden Länderspiele: David Alaba vom FC Bayern München. Foto: Matthias Balk/dpa

Klagenfurt (dpa) - Der Münchner Champions-League-Sieger David Alaba steht im Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die ersten Länderspiele nach der Corona-Zwangspause.

Fußball-Bundestrainer Franco Foda nominierte zudem Konrad Laimer und Marcel Sabitzer von Königsklassen-Halbfinalist RB Leipzig. Die Österreicher treffen in der Nations League am 4. September in Oslo auf Norwegen und dann am 7. September in Klagenfurt auf Rumänien. Im 23er Kader stehen insgesamt 18 Deutschland-Legionäre.

Das sei "seine Sache", sagte Foda. "Marcel Sabitzer und Konrad Laimer haben nach ihrem Aus eine Woche Pause gehabt", meinte er mit Blick auf das 0:3 der Leipziger gegen Paris Saint-Germain am 18. August. Die Rückmeldungen seien "sehr, sehr positiv" gewesen. "Mit David habe ich über WhatsApp sehr oft kommuniziert", berichtete Foda weiter. "Auch da gab es keine negativen Rückmeldungen, deshalb gehe ich davon aus, dass alle Spieler am Wochenende zur Nationalmannschaft kommen werden und ich sie auch einsetze."

Polens Fußball-Nationalmannschaft wird die bevorstehenden Spiele in der Nations League gegen die Niederlande und Bosnien-Herzegowina indes ohne Alabas Bayern-Teamkollege Robert Lewandowski bestreiten. Dies gab der nationale Verband PZPN bekannt. Nach dem Champions-League-Sieg der Bayern gegen Paris Saint-Germain brauche Lewandowski eine Pause, sagte Nationaltrainer Jerzy Brzeczek.

"Ich habe heute mit Robert gesprochen, und wir waren beide der Meinung, dass dies für ihn der beste Moment ist, um sich nach derart erschöpfenden Begegnungen physisch und psychisch zu erholen", erklärte Brzeczek. Lewandowski bleibe aber der Kapitän und ein "Schlüsselspieler" der polnischen Nationalmannschaft.

Jadon Sancho steht hingegen im Aufgebot für die Spiele der englischen Nationalmannschaft in Island und Dänemark. England-Trainer Gareth Southgate nominierte den 20 Jahre alten Profi vom Bundesligisten Borussia Dortmund wie erwartet. Die beiden Länderspiele werden am 5. September in Rejkjavik und am 8. September in Kopenhagen ausgetragen.

In seinen Kader berief Southgate zunächst auch Manchester Uniteds Kapitän Harry Maguire. Aber nachdem der 27-Jährige am Dienstag der schweren Körperverletzung, des Angriffs auf einen Polizisten und des Versuchs der Bestechung für schuldig befunden wurde, strich ihn Southgate wieder. "Wie ich heute bereits sagte, habe ich mir das Recht vorbehalten, die Situation zu überprüfen. Nachdem ich mit Manchester United und dem Spieler gesprochen habe, habe ich diese Entscheidung im besten Interesse aller Parteien und unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf unsere Vorbereitungen für die nächste Woche getroffen", sagte Southgate.

Maguire hatte sich in seinem Sommerurlaub am Samstag vor der griechischen Justiz verantworten müssen. Hintergrund war eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten, in die auch Maguire verwickelt gewesen sein soll. Der 27-Jährige war danach vorläufig festgenommen worden. Am Dienstag fiel in seiner Abwesenheit das Urteil: 21 Monate und 10 Tage Gefängnis auf Bewährung. Maguire will Berufung einlegen, er bestreitet alle Vorwürfe.

Seine Berufung sei keine einfache Entscheidung gewesen, hatte Southgate am Dienstag vor dem Urteilsspruch gesagt. "Ich kann mich nur auf die Informationen verlassen, die ich habe. Und ich habe mit Harry gesprochen", erklärte der Coach. "Sollten sich die Fakten ändern, müsste ich das natürlich überdenken. Aber ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln, was er mir gesagt hat."

© dpa-infocom, dpa:200825-99-299582/8

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