Corona-Krise

Bierhoff: Fußball kann Stimmung im Land wieder anheben

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Hofft auf Solidarität in der Corona-Krise: DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Foto: Thomas Böcker/DFB/dpa

Köln (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff glaubt an eine wichtige gesellschaftliche Funktion des Fußballs in der Corona-Krise - zur Not auch mit Hilfe von vorerst unausweichlichen Geisterspielen.

"Das eine ist, die Menschen finden zu Hause mehr Möglichkeiten, den Sport zu verfolgen. Das gilt nicht nur für den Fußball, sondern auch für andere Sportarten. Es gäbe ein bisschen Auflockerung. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Sport und gerade der Fußball - und da wollen wir als Nationalmannschaft natürlich auch einen Beitrag leisten - die Atmosphäre und Stimmung im Land wieder etwas anheben können", sagte Bierhoff RTL/ntv-Redaktion.

Den wirtschaftlichen Schaden für den Deutschen Fußball-Bund kann Bierhoff noch nicht beziffern. Einschnitte werde es aber geben. "Wir machen uns jetzt aber auch schon klare Gedanken darüber, welche Investitionen wir zurückfahren, wie wir Sparmaßnahmen einleiten können. Uns ist natürlich bewusst, dass bei uns ein großer Schaden entsteht. Generalsekretär Curtius hat ja schon einmal 50 Millionen Euro angedeutet", sagte der 51-Jährige.

In der Krise setzt Bierhoff auch auf einen Solidaritätsgedanken. "Wir müssen uns gegenseitig stützen und der eine bedarf es mehr oder weniger", sagte der Europameister von 1996. "Ich hoffe, dass am Ende irgendwie alle durchkommen. Aber das ist schwer einschätzbar, genau wie in der Wirtschaft. Ob dann wirklich kurzfristige Übergangshilfen ausreichen, um die großen Schäden abzudecken", sagte Bierhoff.

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