Covid-19 legt Fußball lahm

Drastische DFL-Empfehlung wegen Coronavirus bringt Zündstoff für die Bundesliga +++ Live-Ticker 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert wegen des Coronavirus einen Trainings-Stopp in der Bundesliga. Ein heikles Thema, da manche Bundesliga-Teams in Kleingruppen Training absolvieren.

Update, Samstag (28. März), 21.18 Uhr: Die Ausbreitung des von Covid-19 bereitet vielen Bundesligisten finanzielle Sorgen. Welche Vereine nur noch Kurzarbeit leisten, bei welchen Klubs die Spieler auf Gehalt verzichten müssen: Die Gehaltsverzicht oder Kurzarbeit in der Bundesliga? Ein Überblick aller Teams - und wer wie handelt in der Übersicht.

Update, Freitag (27. März), 09.54 Uhr: Frankfurt - Selbst, wenn die Bundesligasaison wieder aufgegriffen wird, ist klar, dass alle Mannschaften über Wochen, vielleicht sogar Monaten, kein Manschaftstraining absolviert haben. Die Klubs suchen daher nach kreativen Lösungen, um ihre Teams möglichst fit zu halten.

Coronavirus (Fußball): DFL empfiehlt Bundesliga-Klubs das Training bis Ostern auszusetzen

Wegen des Coronavirus und seinen Folgen ist es den Bundesliga-Klubs aber nicht gestattet, in Gruppen zu trainieren. Trotzdem gibt es Vereine wie RB Leipzig, BVB, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach oder der FC Augsburg, die den Betrieb in kleinen Gruppen wieder aufgenommen haben.

Deswegen hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag (26. März) offenbar ein Schreiben an die Klubs geschickt, wie Medien übereinstimmend berichten. Demnach wird eine Aussetzung des Trainingsbetriebs empfohlen.

Coronavirus (Fußball): DFL will Bundesliga-Klubs keine Vorschriften machen

"Bis mindestens 5. April sollte lediglich Individualtraining durchgeführt werden. Sollte es medizinisch vertretbar sein und es die behördlichen Vorgaben erlauben, könnte dann in Richtung Ostern Kleingruppen-Training erfolgen, um – sollte eine Fortsetzung der Saison möglich sein – ab Mitte April wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen", zitiert beispielsweise Sport1.de aus dem Schreiben.

Ein sensibles Fußball-Thema, will die DFL doch schließlich wegen des Coronavirus keine Vorgaben machen, wie sie anschließend betont. "Selbstredend ist, dass die Trainingssteuerung in der Hoheit der Klubs bleibt."

Coronavirus (Fußball): DFL befürchtet falschen Eindruck durch die Bundesliga-Klubs

Trotzdem habe das neunköpfige Präsidium der DFL in Frankfurt, dem sechs Klub-Vertreter angehören, die Befürchtung, dass falsche Eindrücke entstehen. Auf der einen Seite appellieren Spieler und Klubs mit Videos und Fotos an die Bürger, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) um Geschäftsführer Christian Seifert empfiehlt den Bundesliga-Klubs einen Trainingsstopp.

Auf der anderen Seite wollen die Mannschaften zum Training zusammenkommen. "Wir gehen hier alle unserem Job nach, unter genauester Einhaltung aller Regeln, die im Moment dafür gelten", rechtfertigt sich beispielsweise Marcel Schäfer (35), Sportdirektor des VfL Wolfsburg.

Coronavirus (Fußball): DFL-Mitgliederversammlung mit Bundesliga-Klubs am 31. März

Mit Spannung wird daher nun die DFL-Mitgliederversammlung am 31. März erwartet. Dort wird mit großer Wahrscheinlichkeit zugestimmt, dass der Spielbetrieb bis Ende April ruhen soll. Außerdem soll aber auch über ein Trainingsstopp bis mindestens Mitte April abgestimmt werden.

Update, Donnerstag (26. März), 22.47 Uhr: Die türkische Trainer-Legende Fatih Terim (66) ist am Coronavirus erkrankt. Da überrascht es nicht, dass sich viele seiner ehemaligen und aktuellen Spieler zu Wort melden. 

So zum Beispiel sendete auch Ozan Kabak (19) vom FC Schalke 04 eine emotionale Botschaft an den am Coronavirus erkrankten Fatih Terim*. Der 19-Jährige war zwischen 2015 und 2019 bei Galatasaray - erst in der Jugend, dann bei den Profis. Seit 2017 ist Fatih Terim zum vierten Mal Trainer bei "Gala".

Coronavirus (Fußball): Bundesliga-Profis für FIFA 20-Turnier durch DFL bekanntgegeben

Update, Donnerstag (26. März), 18 Uhr: Mittlerweile steht fest, welche Spieler für welches Profiteam das FIFA-Turnier spielen. Für den BVB sind Profi Achraf Hakimi und e-sportler Erné Embeli am Controller aktiv. Für den S04 spielen Mitteldeldspieler Nassim Boujellab und Tim „Tim_Latka“ Schwartmann, e-sportler im Schalker e-sports-team, in der virtuellen Liga. Die DFL gab heute die Spieler aller teilnehmenden Teams bekannt.

Update, Donnerstag (26. März), 10.55 Uhr: Wenn schon kein Fußball an den Wochenenden in den Bundesliga-Stadien stattfindet, wird er eben simuliert. Das dürfte vor allem die Zocker freuen.

Coronavirus (Fußball): DFL lässt Bundesliga-Klubs FIFA 20 im Online-Modus spielen

Wegen des Coronavirus lässt die Deutsche Fußball Liga (DFL) an den kommenden beiden Wochenenden ein FIFA 20-Turnier im Online-Modus an der Playstation 4 stattfinden. 26 Klubs aus der 1. und 2. Liga nehmen an der "Bundesliga Home Challenge" teil. Damit nicht genug.

Die Teams bestehen aus je zwei Mitgliedern, wobei einer der beiden ein "echter" Fußball-Profi ist. "Die zweite Person kommt aus dem entsprechenden Klub oder dessen Umfeld", teilte die DFL zu dem eFootball-Turnier mit.

Coronavirus (Fußball): 26-Bundesliga-Klubs nehmen am DFL-Turnier teil

Wer von den 26 Bundesliga-Klubs aus der 1. und 2. Liga gegeneinander spielen wird, ist noch unklar. Für das spezielle DFL-Turnier wegen des Coronavirus nehmen folgende Klubs aus der 1. Liga teil:

  • FSV Mainz 05
  • FC Köln
  • Union Berlin
  • Bayer Leverkusen
  • Borussia Dortmund
  • Eintracht Frankfurt
  • FC Augsburg
  • FC Schalke 04
  • Hertha BSC
  • RB Leipzig
  • SC Freiburg
  • SC Paderborn
  • Werder Bremen
  • TSG Hoffenheim

Aus der 2. Fußball-Bundesliga nehmen folgende Teams teil:

  • FC Nürnberg
  • Arminia Bielefeld
  • Dynamo Dresden
  • St. Pauli
  • Hamburger SV
  • Hannover 96
  • Holstein Kiel
  • Greuther Fürth
  • Jahn Regensburg
  • Darmstadt 98
  • Wehen Wiesbaden
  • VfB Stuttgart
Die DFL um Geschäftsführer Christian Seifert lässt wegen des Coronavirus an zwei Wochenenden ein FIFA 20-Turnier mit Bundesliga-Profis stattfinden.

Update, Mittwoch (25. März), 20.38 Uhr: Die Krise durch das Coronavirus könnte vor allem kleine Vereine der Bundesliga hart treffen. Ein Modell mit zwei Schritten der DFL und einiger Top-Vereine soll nun helfen.

Coronavirus (Fußball): DFL und Bundesliga-Besten helfen wegen Covid-19

In einem ersten Schritt habe die DFL bereits eine Rücklage durch den aktuellen TV-Vertrag in Höhe von 45 Millionen Euro auf die hohe Kante gelegt. Das berichtet die Bild. Dieses Geld sollte ursprünglich für eigene Projekte genutzt werden.

Doch die DFL soll sich laut der Zeitung bereit erklärt haben, das Geld durch das übliche TV-Verfahren an die Vereine auszuschütten, sollte es nicht gebraucht werden.

Coronavirus (Fußball): DFL und Bundesliga-Besten helfen wegen Covid-19

Doch auch die "Großen" der Bundesliga sollen sich bereit erklärt haben, der DFL und vor allem den kleinen Vereinen unter die Arme zu greifen. Im zweiten Schritt sollen sich laut Bild der FC Bayern München, RB Leipzig, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen selbst beteiligen.

Denn den Champions League-Teilnehmern stehen eigentlich gemeinsam 12,5 Millionen Euro an TV-Geldern zu. Doch diese Summe soll nun in einen Solidartopf fließen.

Coronavirus (Fußball): DFL und Bundesliga-Besten helfen wegen Covid-19

Update, Mittwoch (25. März), 10.04 Uhr: Seit Dienstag (24. März) ist klar, was die Deutsche Fußball Liga (DFL) den 36 Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga bei der nächsten Versammlung am 31. März in Frankfurt vorschlagen wird. Wegen des Coronavirus soll die Bundesliga-Pause noch den kompletten April über andauern.

Coronavirus (Fußball): Sars-Cov-2 und Covid-19 zwingen Bundesliga zur langen Pause

Doch wie lange zwingt das Coronavirus den Fußball und damit die Bundesliga noch in die Knie? Dauert die Pause wegen des Virus Sars-Cov-2 und Covid-19 womöglich noch länger an?

Seriös beantworten kann das zu diesem Zeitpunkt niemand. Allerdings hegt die DFL um ihren Geschäftsführer Christian Seifert (50) offenbar eine Hoffnung und hat noch dazu einen genauen Plan, wie Bild.de (Bezahlschranke) berichtet.

Coronavirus (Fußball): DFL hofft Bundesliga-Saison Mitte Mai fortsetzen zu können

Demnach hofft die DFL, dass in der Bundesliga ab Mitte Mai wieder Fußball gespielt werden kann. Wegen des Coronavirus sind aber nur "Geisterspiele" geplant.

Eigentlich war für den 16. Mai der 34. und damit letzte Bundesliga-Spieltag für die Saison 2019/2020 geplant. Nun könnte es der Startschuss für die letzten neun Spieltage der laufenden Spielzeit sein.

Coronavirus (Fußball): Bundesliga und DFL hoffen trotz Covid-19 bis 30. Juni mit Saison fertig zu sein

Die DFL und die Bundesliga-Klubs hoffen so, dass die Saison 2019/2020 noch bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden kann. Vermutlich aus gutem Grund.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) um ihren Geschäftsführer Christian Seifert hofft offenbar auf eine Bundesliga-Fortsetzung ab Mitte Mai.

Denn (theoretisch) ändern sich am 1. Juli die Fußball-Verträge - ein Experte hat bereits die Probleme für die Bundesliga wegen des Coronavirus* erklärt. Dass die 36 Klubs aus der 1. und 2. Liga den Vorschlag, den Spielbetrieb bis zum 30. April ruhen zu lassen, am 31. März abnicken, ist wohl nur noch Formsache.

Coronavirus (Fußball): Bundesliga-Klubs mit DFL-Plan einverstanden

Manager und Vorstände haben bereits durchblicken lassen, den DFL-Plan abzunicken. Die Bundesliga-Klubs hätten so über einen längeren Zeitraum mehr Planungssicherheit.

Klar scheint derweil auch der Plan von UEFA und FIFA zu sein, was die Champions League angeht. Demnach werden die K.o.-Spiele wegen des Coronavirus und der ausbleibenden Zeit ab Juli zu Ende gespielt, allerdings ohne ein Rückspiel. Fragt sich nun nur noch, ob dann tatsächlich ab Mai wieder Fußball gespielt werden kann.

Update, Dinestag (24. März), 16.52 Uhr: Das Coronavirus hat den Fußball und das öffentliche Leben lahmgelegt. An einen normalen Spielbetrieb ist vorerst nicht zu denken. 

Coronavirus: DFL empfiehlt weitere Verschiebung von 1. und 2. Bundesliga

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat daher am heutigen Dienstag (24. März) in einer mehrstündigen Video-Konferenz erneut über die Folgen des Coronavirus (SARS-CoV-2) für die 1. und 2. Bundesliga beraten. Dabei hat die DFL eine erneute Verschiebung des Spielbetriebs vorgschlagen. 

"Das Präsidium ist sich im Klaren darüber, dass alle Szenarien und Handlungsoptionen auch von externen Faktoren abhängig sind, auf deren Entwicklung DFL und Clubs nur begrenzt oder teilweise gar keinen Einfluss haben: unter anderem die weitere Verbreitung des Virus und die Bewertung der Lage durch die Politik. Vor diesem Hintergrund wird das Präsidium der Mitgliederversammlung eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April empfehlen" teilt die Deuscthe Fußball Liga in einer Pressemitteliung mit.

Coronavirus: Bundesliga-Saison soll bis Ende Juni beendet werden

"Angesichts der potenziell existenzgefährdenden Situation einiger Clubs und aus Verantwortung für einen Wirtschaftszweig mit 56.000 direkt und indirekt Beschäftigten hatte die Mitgliederversammlung am 16. März einstimmig das Ziel vertreten, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende spielen zu wollen, soweit dies rechtlich zulässig und selbstverständlich gesundheitlich vertretbar ist" führt die DFL fort.

Zudem habe sich das DFL-Präsidium dazu entschieden, die geplante Ausschreibung der Medienrechte zu verschieben. Diese ist nun für den Juni vorgesehen.

Update, Dienstag (24. März), 16.02 Uhr: Frankfurt am Main - Wann der Spielbetrieb in der Bundesliga wieder aufgenommen werden kann, ist noch unklar. Wenn er wieder aufgenommen wird, werden sämtliche Begegnungen wohl als Geisterspiele ausgetragen. Veranstaltungen mit zehntausenden Fans sind ob des Coronavirus aktuell undenkbar.

Coronavirus: DFB-Generalsekretär befürchtet Geisterspiele in der Bundesliga bis Ende des Jahres

Stadionbesuche sind zwar für viele Fußballverrückte das absolute Highlight der Woche, allerdings sind sie keineswegs systemrelevant. Das Öffnen der Stadiontore dürfte eine der letzten Amtshandlungen der Regierung sein, wenn in der Zeit nach Covid-19 die erlassenen Beschränkungen peu a peu wieder aufgehoben werden.

Generalsekretär Friedrich Curtius (44) vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) stellt sich ebenfalls auf eine lange Zeit mit Geisterspielen ein, wie er im Interview mit Sponsors verriet. "Ich glaube nach Gesprächen mit vielen Experten, dass dass noch bis Ende dieses Jahres andauern kann."

Wegen des Coronavirus: DFB erwartet 2020 Verlust von 50 Millionen Euro

Finanziell erwarten den DFB ebenfalls schwerwiegende Auswirkungen. Laut Friedrich Curtius werde das Coronavirus für einen Verlust von 50 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2020 sorgen. Durch Reduzierung der Personalkosten hoffe man, diesen Fehlbetrag noch reduzieren zu können.

Update, Dienstag (24. März), 11.46 Uhr: Luca Kilian (20) vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 ist wieder gesund. Der deutsche U21-Nationalspieler hatte sich vor zwei Wochen mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Coronavirus (SARS-CoV-2) im Sport: Bundesliga-Spieler Luca Kilian vom SC Paderborn spricht über Krankheit

Im Interview mit dem Westfalen-Blatt blickt Luca Kilian nun auf die schwere Zeit zurück. Dabei berichtet der Abwehrspieler vom SC Paderborn von Angst-Zuständen.

Alles fing am 10. März mit einem leichten Kratzen im Hals an, ehe Husten und Kopfschmerzen folgten. Am 12. März "bekam ich erste Hitzeattacken", berichtet der 20-Jährige, der sich dann sofort beim Mannschaftsarzt meldete. 

Coronavirus (SARS-CoV-2) im Sport: Bundesliga-Spieler Luca Kilian vom SC Paderborn bekam Angst

"Noch einen Tag später wurde es dann richtig heftig. Ich bekam Fieber, Schüttelfrost und Zitterattacken", so Luca Kilian weiter. Der Bundesliga-Spieler vom SC Paderborn "hatte in dieser Phase dann auch zum ersten Mal Angst."

Erst nach vier Tagen sei das Fieber zurückgegangen und es ging ihm jeden Tag besser. Seit Montag (23. März) sei er wieder top fit und vom Coronavirus (SARS-CoV-2) erholt, also zwei Wochen später.

Coronavirus (SARS-CoV-2) im Sport: Luca Kilian von Mutter im Kinderzimmer gepflegt

Dass Luca Kilian vom SC Paderborn wieder fit ist, hat der 20-Jährige vor allem seiner Mutter zu verdanken. Die sei Krankenschwester und hatte ihn in seinem alten Kinderzimmer so gut es ging wegen des Coronavirus (SARS-CoV-2) isoliert und ihn gesund gepflegt.

Der zuletzt erkrankte Bundesliga-Spieler Luca Kilian (r.) vom SC Paderborn 07 hat über seine Angstzustände wegen des Coronavirus gesprochen.

"Wenn ich allein in Paderborn geblieben wäre, wäre ich ins Krankenhaus gegangen", so der deutsche U21-Nationalspieler weiter. Vor allem, als der Ernstfall eintrat und feststand, dass er an Covid-19 erkrankt sei, "bekam ich ein Angstgefühl, das ich auch in den nächsten Tagen mit mir rumgeschleppt habe. Denn da ging es mir täglich schlechter."

Update, Montag (23. März), 15.22 Uhr: In Europa ist Spanien nach Italien gegenwärtig am stärksten vom Coronavirus betroffen. Der Fußball ist in den Hintergrund gerückt und wird dort wohl auch noch eine Weile verweilen.

Reaktion auf Coronavirus: LaLiga setzt den Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit aus

Wie RFEF und LaLiga heute bekanntgaben, werden alle professionellen Fußballwettbewerbe so lange ausgesetzt, bis die Behörden der spanischen Regierung und die Generalverwaltung des Staates der Ansicht sind, dass der Spielbetrieb ohne gesundheitliche Gefährdung fortgesetzt werden kann.

Der spanische Fußballverband und LaLiga drücken im gemeinsamen Statement außerdem all jenen ihren größtmöglichen Dank aus, die sich in Zeiten von Covid-19 mit besten Kräften um das Wohlergehen der spanischen Bevölkerung sorgen. Außerdem schickten sie "eine herzliche Umarmung aus der Welt des Fußballs an die vielen Familien, die geliebte Menschen verloren haben".

Update, Montag (23. März), 11 Uhr: Oliver Leki, Aufsichtsratmitglied der DFL, hat sich am Sonntag gegenüber dem SWR über eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Bundesliga geäußert. Bei der DFL rechnet (oder hofft) man mit dem Wiederbeginn der Bundesliga am 30. April. 

Oliver Leki (DFL) nennt konkreten Termin - Geht die Bundesliga am 30. April weiter? 

"Das scheint mir der frühstmögliche Termin zu sein, um wirklich wieder an einen Spielbetrieb denken zu können", sagte Oliver Leki am Sonntag gegenüber dem SWR. Wichtig sei zu erwähnen, dass der Fußball Kulturgut, aber auch Wirtschaftsbetrieb ist. "Und um den am Laufen zu halten, ist es wichtig, dass wir produzieren können."

Jedoch sollte allen laut Oliver Leki klar sein, dass es sich zunächst um Geisterspiele handeln wird. Spiele ohne Zuschauer seien eine Möglichkeit, dass die Bundesliga und die Klubs aus der Krise herauskommen, ohne dass Existenznöte aufkommen. Am Dienstag (24. März) will sich das DFL-Präsidium zusammensetzen, um über die Coronavirus-Krise zu beraten. 

Update, Sonntag (22. März), 17.18 Uhr: Die Corona-Krise legt aktuell den Spielbetrieb der Bundesliga lahm. Fast alle Vereine lassen ihre Profis Zuhause trainieren. Ein Bundesligaklub möchte dies nun ändern.

Coronavirus: Erster Bundesligaklub beendet Pause der Corona-Krise

Wie der VfL Wolfsburg auf der vereinseigenen Webseite bekannt gab, soll ab Montag (23. März) der Trainingsbetrieb in der Volkswagen Arena wieder aufgenommen werden - jedoch nur in kleinen Gruppen.

Der VfL Wolfsburg nimmt in Kleingruppen wieder den Trainingsbetrieb auf.

Sportdirektor Jörg Schmadtke (56) erklärt: "Aktuell ist der Stand, dass ab dem 2. April wieder gespielt wird. Auch wenn das unrealistisch scheint, müssen wir es annehmen und uns darauf einstellen."

Coronavirus: Bundesligaklub VfL Wolfsburg mit strengen Maßnahmen ins Training

Auf die leichte Schulter genommen wird die Corona-Krise beim Bundesligaklub jedoch nicht. Das Training soll "unter besonderen Bedingungen und der strengen Einhaltung hygienischer Maßnahmen" stattfinden. Der Rest der Bundesliga lässt es dennoch langsam angehen.

Bis auf Borussia Mönchengladbach haben die Profivereine ihre Schützlinge in die eigenen vier Wände verbannt. Bei Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und beim SC Paderborn gab es einen oder mehrer Coronavirus-Fälle innerhalb der Mannschaft. Die Mannschaft der Eintracht sowie die Berliner befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Update, Samstag (21. März) 20.31 Uhr: Turin - Paulo Dybala (26) von Juventus Turin wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilten der Verein und der Spieler am Samstag mit. 

Coronavirus: Paulo Dybala ist dritter infizierter Spieler von Juventus Turin

Der Offensiv-Star befinde sich derzeit in häuslicher Isolation, die Erkrankung verlaufe bisher ohne Symptome. Paulo Dybala wandte sich, auch im Namen seiner ebenfalls infizierten Partnerin, an seine Fans auf Twitter und Facebook: "Sowohl Oriana als auch ich wurden positiv getestet. Zum Glück geht es uns perfekt. Danke für Eure Nachrichten". 

Der Argentinier ist bereits der dritte Spieler von Juventus Turin, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Zuvor wurden bereits Daniele Rugani (25) und Blaise Matuidi (32) als erkrankt gemeldet. Über 53.000 Menschen in Italien haben sich mit dem Virus angesteckt, 4.825 Personen sind bereits verstorben.

Update, Samstag (21. März), 17.05 Uhr: Frankfurt - Wie lange pausiert die Bundesliga wegen des Coronavirus? Nach einer ersten Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte Geschäftsführer Christian Seifert (50) am Montag (16. März) bekanntgegeben, dass der Spielbetrieb bis mindestens zum 2. April ruht.

Coronavirus: DFL rät Bundesliga-Fußball noch länger pausieren zu lassen

Im gleichen Atemzug betonte Christian Seifert bei einer Pressekonferenz der DFL aber "ausdrücklich, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen". Wegen Ansammlungsverboten während der Coronavirus-Krise in immer mehr Städten Deutschlands ist sowieso immer unwahrscheinlicher, dass Bundesliga-Mannschaften das Mannschaftstraining in einer Woche wieder aufnehmen können.

Dazu passt, dass das neunköpfige DFL-Präsidum nun offenbar den DFL-Mitgliedern eine weitere Aussetzung empfiehlt, wie der kicker berichtet. Demnach trifft sich das Präsidium am Dienstag (24. März) zu einer weiteren Sitzung, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Coronavirus in der Bundesliga: Eintracht Frankfurt und Hertha BSC unter Quarantäne

Eine längeres Aussetzen des Spielbetriebs ist auch deswegen wahrscheinlich, weil schon jetzt Bundesliga-Klubs wie Eintracht Frankfurt und Hertha BSC komplett unter Quarantäne stehen. Der FC Schalke 04 beispielsweise reagierte bereits und hat das Mannschaftstraining wegen des Coronavirus für eine weitere Woche ausgesetzt*.

Die englische Premier League setzt den Spielbetrieb schon jetzt definitiv bis zum 30. April aus. Gleiches gilt für die 3. Fußball-Liga in Deutschland sowie die Frauen-Bundesliga.

Coronavirus im Fußball: EM 2020 um ein Jahr verschoben

Immerhin: Die EM 2020 wurde bereits um ein Jahr verschoben. So hätte die Bundesliga etwas mehr Zeit, die ausgefallenen Spiele nachzuholen. 

Bislang appellierten die Vereinsverantwortlichen an eine Fortsetzung der Saison, da der DFL ansonsten ein Verlust von über 750 Millionen Euro droht. Selbst gestandene Klubs drohe dann der Kampf um die Existenz. Aktuell kann es aber noch nicht einmal sogenannte "Geisterspiele" geben.

Joshua Kimmich und Leon Goretzka spenden wegen des Coronavirus eine Million Euro.

Update, Freitag (20. März), 12.38 Uhr: Mit dem Hashtag #WeKickCorona haben die deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich (25) und Leon Goretzka (25) eine Spendenaktion gestartet. Dabei geht das Duo selbst mit gutem Beispiel voran.

Coronavirus: Leon Goretzka und Joshua Kimmich spenden eine Million Euro

Eine Million Euro spenden Joshua Kimmich und Leon Goretzka als Privatpersonen für eine Sofort-Hilfe. Das Geld soll wegen des Coronavirus für karitative Vereine und soziale Einrichtungen eingesetzt werden.

"Weil man es in der aktuellen Zeit gar nicht oft genug machen kann, auch von meiner Seite ein Riesendankeschön an alle, die in sozialen Vereinen, sozialen Einrichtungen, Arztpraxen oder Krankenhäusern alles dafür geben, um die Situation zu meistern", sagt Leon Goretzka auf Twitter in einer Stellungnahme per Video-Botschaft. "Was ihr leistet, ist wirklich Wahnsinn!"

Coronavirus: Leon Goretzka und Joshua Kimmich gründen Initiative #WeKickCorona

Deswegen haben sich Joshua Kimmich und der ehemalige Spieler des VfL Bochum und FC Schalke 04 wegen des Coronavirus gemeinsam überlegt, wie beide helfen und einen Beitrag dazu leisten können. "Wir haben eine Spendeninitiative namens 'We kick Corona' gegründet", so Leon Goretzka auf Twitter weiter.

Man habe eine Million Euro gespendet und hoffe, dass "viele dem Beispiel" folgen. Sei es durch das Bewerben auf Spendengelder oder durch direktes Spenden.

Coronavirus: Leon Goretzka ruft auf, zu Hause zu bleiben

Bis dahin hofft Leon Goretzka, dass wegen des Coronavirus alle zu Hause bleiben und man sich bald wiedersehe. Das Video des FC-Bayern-Spielers war am Freitagmittag (20. März) schon über 50.000 Mal angeklickt worden.

Update, Freitag (20. März), 09.10 Uhr: Jonas Schmidt-Chanasit (40) ist Virologe vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg. Der Mediziner sagte am Donnerstag (19. März) im NDR Sportclub, dass er in 2020 nicht an eine Fortsetzung des Profifußballs glaube.

Coronavirus: Virologe glaubt nicht an Profi-Fußball und Bundesliga in 2020

"Man muss sich davon verabschieden. Es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", so der 40-Jährige über die weltweite Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen.

Demnach würden die Hoffnungen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und aller Bundesliga-Fans einen mehr als nur herben Dämpfer hinnehmen müssen. Zuletzt hatten unter anderem DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (50) und sein Vize Peter Peters (57), Finanzvorstand beim FC Schalke 04, betont, wie wichtig es sei, die Saison zu Ende zu spielen.

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit geht davon aus, dass die Bundesliga und der Fußball generell wegen des Coronavirus bis mindestens 2021 pausieren müssen.

Coronavirus: Existenz der Bundesliga-Klubs auf dem Spiel - 750 Millionen Euro würden fehlen

Würde die Bundesliga-Saison abgebrochen werden müssen, würden der DFL über 750 Millionen Euro Einnahmen verloren gehen. Die Existenz selbst gestandener Top-Klubs wäre dann wegen des Coronavirus und ihrer Folgen stark gefährdet.

"Wir sehen ja, wie die Situation in Europa ist und was uns noch bevorsteht. Und selbst wenn es uns nicht so schlimm treffen sollte, heißt das noch lange nicht, dass der Fußball wieder anfangen darf. Denn das würde natürlich wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen", so der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit am Donnerstag (19. März) in Hamburg gegenüber dem NDR Sportclub weiter.

Virologe zum Coronavirus: Bundesliga kann frühestens erst 2021 fortgesetzt werden

Jonas Schmidt-Chanasit fasst daher wenig überraschend zusammen, was wohl kein Bundesliga-Fan und -Verein hören möchte: "Das heißt, wir sprechen hier sicherlich über einen Zeitraum, der frühestens nächstes Jahr erreicht werden kann."

Bislang hatte die DFL wegen des Coronavirus den Spielbetrieb zunächst nur bis zum 2. April eingestellt. Danach hofften alle Verantwortlichen, wenigstens mit Geisterspielen die Saison beenden zu können.

Virologe Jonas Schmidt-Chanasit: Bundesliga rückt wegen Coronavirus-Pandemie in den Hintergrund

"Auch Geisterspiele würden dazu verleiten, dass die Leute sich wieder treffen und zusammen gucken wollen", warnt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Fußballspiele würden wegen der Coronavirus-Pandemie sowieso in den Hintergrund rücken, wie der Mediziner findet.

"Da gibt es viele Sachen, die früher zu entscheiden sind, wenn man die Schrauben überhaupt wieder lockern könnte. Was wirklich relevant ist, wie Kindergarten." Doch damit nicht genug.

"Die Spaßveranstaltungen, die müssen ganz zum Schluss kommen - gerade die, wo ein Potenzial besteht, dass sich die Leute treffen wollen. Das darf man beim Fußball nicht unterschätzen", so der Virologe weiter.

Coronavirus: Premier League weitet Unterbrechung bis zum 30. April aus

Update, Donnerstag (19. März), 21.04 Uhr: Die englische Premier League weitet die Spielunterbrechung noch weiter aus. Nun wird der Spielbetrieb bis mindestens 30. April ruhen, wie die Liga heute offizielle mitteilte.

"Die Entwicklung von COVID-19 bleibt unklar, und wir können jedem versichern, dass die Gesundheit und das Wohlergehen von Spielern, Mitarbeitern und Fans für uns Priorität haben“, hieß es in der Mitteilung. „Wir werden weiterhin den Ratschlägen der Regierung folgen und zusammenarbeiten, um die Situation im Blick zu behalten und alle verfügbaren Möglichkeiten zu prüfen, damit wir Wege finden, die Saison wieder aufzunehmen, sobald die Bedingungen es erlauben."

Update, Donnerstag (19. März), 20.16 Uhr: Ein erfolgreiches Ende der aktuellen Saison der Bundesliga ist das Ziel der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Nun soll es drei Geheimmodelle geben, um die Spielzeit nach überstandener Corona-Krise zu beenden.

Coronavirus: Beendet DFL Bundesliga-Saison mit kuriosem EM-Geheimmodell?

Finanziell lastet die Bundesliga-Pause durch die Coronavirus -Pandemie auf der DFL und den Vereinen. Laut exklusiven Informationen von Sportbuzzer plant die Organisation nun wohl mit drei Geheimmodellen, um den Verlust zu minimieren und die Saison in Liga eins und zwei zu beenden.

Dem Portal zufolge soll es bei einer Lösung einen besonders ausgefallenen Modus geben. Dieser soll wie eine Europameisterschaft aufgebaut werden. So soll es von der DFL festgelegte Standorte geben, an denen gespielt wird, eingeteilt von Nord nach Süd und West nach Ost

Coronavirus: DFL mit zwei naheliegenden Ideen für Bundesliga

Für den Süden könnte laut Sportbuzzer als Beispiel München herhalten. Im Westen eventuell Dortmund. So sollen in kürzester zeit an gewissen Standorten mehrere Spiele pro Tag stattfinden - wie bei einer Europameisterschaft. Nebst dieses Modells hat die DFL zwei Weitere parat.

Naheliegend ist laut des Sportportals ebenfalls ein Eil-Modell, bei dem die Bundesliga -Mannschaften alle zwei Tage gegeneinander spielen müssten. Als dritte Lösung könnte noch das englische Modell herhalten. Insgesamt vier Wochen lang könnte es englische Wochen mit hoher Spieldichte geben.

Update, Donnerstag (19. März), 17 Uhr: Die Spieler von Borussia Mönchengladbach sind die ersten Fußball-Profis in Deutschland, die wegen der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts verzichten. Laut einem Bericht der Rheinischen Post spart der Verein dadurch angeblich mehr als eine Millionen Euro pro Monat an Gehaltskosten ein.

In einem Interview auf der offiziellen Webseite des Klubs bestätigte Sportdirektor Max Eberl (46) den Entschluss der Spieler. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Klares Signal: Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten." Und fügt hinzu: "Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen."

Zudem kündigte der 46-Jährige an, dass sich dem Gehaltsverzicht auch der Trainerstab sowie sämtliche Klub-Direktoren und Geschäftsführer anschließen werden. Neben den Profis von Borussia Mönchengladbach kündigten darüber hinaus die Spieler vom Zweitligisten Karlsruher SC eine ähnliche Aktion an.

Gladbach-Sportdirektor Max Eberl freut sich über den Gehaltsverzicht seiner Profis.

Wegen Coronavirus: Bleibt Jadon Sancho noch ein weiteres Jahr beim BVB?

Update, Donnerstag (19. März), 12 Uhr: Bleibt Jadon Sancho aufgrund der Coronavirus-Krise noch ein weiteres Jahr beim BVB? Eigentlich war ein Abschied im Sommer 2020 so gut wie sicher. Doch die aktuelle Krise könnte auch Auswirkungen auf den Transfermarkt haben. 

Fußballvereine müssen in diesem Jahr mit finanziellen Einbußen rechnen. Können Topklubs aus England und Spanien die immense Ablösesumme für Jadon Sancho in der kommenden Transferperiode nicht aufbringen? 

Update, Donnerstag (19. März), 11.45 Uhr: BVB-Spieler Erling Haaland (19) hat sich via Instagram aufgrund der Coronavirus-Krise mit einem flammenden Appell an die Fans gerichtet. In den sogenannten Instagram-Stories teilte er ein Kurzvideo, das die aktuelle Situation rund um die Ansteckungsdynamik in der Bevölkerung symbolisieren soll. 

Erling Haaland (BVB) dringender Bitte an die Fans - "Bleibt zu Hause"

Die Fans bei Instagram können zahlreiche Streichhölzer sehen, die nahe beieinander stehen und sich entzünden. Ein Streichholz tritt aus der Reihe und verhindert so das Übergreifen des Feuers. 

Die anderen Streichhölzer fangen kein Feuer. Mit dem Hashtag #StayAtHome ("Bleibt zu Hause") rundet Erling Haaland die Instagram-Story ab. Auch andere BVB-Stars haben sich mit #StayAtHome bei Instagram zu Wort gemeldet. 

Update, Dienstag (17. März), 15.23 Uhr: Jetzt ist es offiziell. Die für den Sommer 2020 vorgesehene EM wird um 12 Monate verschoben und findet erst 2021 statt. Das hat die UEFA heute offiziell verkündet. Alle Details dazu und ein Statement von Aleksander Čeferin, Präsident des Verbands, findet ihr hier.

Update, Dienstag (17. März), 13.50 Uhr: Nach Informationen von ZDF Sport will die UEFA die Europameisterschaft in das Jahr 2021 verschieben. Vertreter der UEFA haben die nationalen Ligen und die Europäische Klubvereinigung ECA darüber informiert. 

Coronavirus: Verschiebung der EM 2020 in den Sommer 2021 von UEFA vorgeschlagen

Endgültig ist der Vorschlag für die EM 2020 aber noch nicht. Die nationalen Mitgliedsverbände der UEFA müssen dem Vorschlag noch zustimmen. 

Das UEFA-Exekutivkomitee könnte im Falle einer Zustimmung die Verschiebung in den Sommer 2021 noch heut formal beschließen. Auslöser für den Vorschlag ist das Coronavirus. Ursprünglich sollte die EM 2020 in zwölf Ländern ausgetragen werden.

Erstmeldung, Dienstag (17. März), 12.15 Uhr: Das Coronavirus hat mittlerweile die gesamte Welt im Griff. Der Sport kommt nahezu komplett zum Erliegen, weswegen drastische Maßnahmen getroffen werden, wie RUHR24.de* berichtet.

Coronavirus: Bundesliga, DEL, HBL, NBA und restliche Sport-Welt reagieren auf Sars-CoV-2

Seit Montag (16. März) steht fest: Wegen des Coronavirus* wird es in der Bundesliga und 2. Liga bis mindestens 2. April keine Spiele geben.

In den Tagen zuvor hatte die restliche Sport-Welt schon längst weitreichende Schritte eingeleitet. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat die Saison bereits abgebrochen. Die Deutsche Handball-Liga (HBL) hat ihre Spielzeit unterbrochen. Gleiches gilt ebenso für die größte Basketball-Liga der Welt, die NBA (National Basketball Association).

Christian Seifert (DFL): Bundesliga-Klubs wegen Coronavirus von Existenz bedroht

Am Montag (16. März) hatte Christian Seifert (50), Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), wegen des Coronavirus von bedrohten Existenzen bei Bundesliga-Klubs* gesprochen. Demnach seien Geisterspiele in den kommenden Wochen und Monaten alternativlos, wenn man die Saison beenden wollen würde - und sie müsse beendet werden.

Wer Spiele ohne Zuschauer kategorisch ausschließe, "der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir bald mit 18 oder 20 Profiklubs in der Bundesliga spielen. Denn dann wird es keine 18 Profiklubs mehr geben."

Coronavirus (Bundesliga): Alexander Jobst (Schalke 04) warnt, Hans-Joachim Watzke (BVB) kassiert Kritik 

Das betrifft auch die vermeintlich besser gestellten Fußball-Klubs in Deutschland. S04-Vorstandsmitglied Alexander Jobst (48) betonte bereits, dass es wegen des Coronavirus auch beim FC Schalke 04 um die Existenz* gehe.

Kurios: Ausgerechnet der Rivale aus Dortmund verharmlost derzeit die Pandemie. Hans-Joachim Watzke (60) vom BVB erntete bereits herbe Kritik für seine Aussagen zum Coronavirus*.

DFL warnt: Bundesliga drohen wegen Coronavirus Verluste von 765 Millionen Euro

Warum Geisterspiele so wichtig sind, verdeutlichen die Zahlen. "Wenn Sie Zuschauereinnahmen, TV-Einnahmen und demzufolge auch Sponsoreneinnahmen nicht mehr haben, dann geht das eine Weile gut, aber halt nicht sehr lange", warnte Christian Seifert.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hatte berechnet, dass den Bundesliga-Klubs pro Spieltag 85 Millionen Euro verloren ginge, wenn wegen des Coronavirus nicht mehr gespielt würde. Neun Spieltage stehen noch aus, was in Summe 765 Millionen Euro machen würde.

Das Problem: Wann sollen die Spieltage nachgeholt werden? Ursprünglich sollte zwischen dem 12. Juni und 12. Juli die Fußball-Europameisterschaft 2020 (EM) stattfinden - in zwölf Ländern in ganz Europa verteilt.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) um ihren Geschäftsführer Christian Seifert hofft offenbar auf eine Bundesliga-Fortsetzung ab Mitte Mai.

Deswegen kommt der europäische Fußballverband UEFA am heutigen Dienstag (17. März) zu einer Krisensitzung zusammen. Natürlich nur via Video-Konferenz

Coronavirus: Fußball-EM 2020 muss verschoben werden 

Die Financial Times berichtet schon vorab, wonach die Fußball-EM 2020 wegen des Coronavirus verschoben werden soll. Demnach gäbe es drei Optionen

Die erste wäre, die EM 2020 ins kommende Jahr zu verschieben, sodass die nationalen Meisterschaften und die internationalen Wettbewerbe wie gewöhnlich stattfinden. Der Haken hieran: 2021 soll die Klub-Weltmeisterschaft stattfinden.

Coronavirus: Absage für EM 2020 ausgeschlossen - drei Optionen möglich

Deswegen, so die Financial Times, steht eine Verlegung der Fußball-EM 2020 in den Spät-Herbst oder in den frühen Winter als zweite Option im Raum. Eine komplette Absage ist wegen lukrativer TV-Verträge so gut wie ausgeschlossen.

Eine dritte Option bietet Russland an, das sich als einziger Gastgeber anbietet und zuletzt noch die Weltmeisterschaft (WM) 2018 ausgetragen hatte. Alexei Sorokin, Cheforganisator für die WM 2018, bot laut russischer Medien bereits wegen des Coronavirus Hilfe an.

FC Valencia: 35 Prozent positiv auf Sars-CoV-2 (Coronavirus) getestet 

Apropos Russland: Dort wird, wie in der Türkei, noch Erstliga-Fußball gespielt. Trotz des Coronavirus. Im Gegensatz zu fast allen anderen europäischen Fußball-Ländern.

Beim FC Valencia sind 35 Prozent aus dem direkten Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Wie zum Beispiel in Spanien. Dort trifft es den FC Valencia derzeit sehr hart. Wie der spanische Erstligist am Montag (16. März) mitteilte, sind mittlerweile "35 Prozent" aus dem direkten Umfeld der Profi-Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

FC Valencia: Gegner Atalanta Bergamo schickt wegen Coronavirus Mannschaft in Quarantäne

Was das genau bedeutet, ließ der FC Valencia offen. Zum Kader zählen 25 Spieler sowie ein Trainerstab, Betreuer und medizinisches Personal. Fest steht nur, dass am Sonntag (15. März) ein sechster Spieler positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war. 

Pikant: Erst in der Woche zuvor hatte der FC Valencia noch im Champions-League-Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo (3:4) gespielt. Der italienische Erstligist, der sowieso schon wegen der Pandemie in Italien sehr stark betroffen ist, kündigte bereits an, seine gesamte Mannschaft in Quarantäne zu schicken.

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Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa; Collage: RUHR24

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