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Verzweifelter VfB Stuttgart muss nach Nervenschlacht in die Relegation

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Von: Niklas Noack

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Der VfB Stuttgart hat sich am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 (0:0) von der TSG 1899 Hoffenheim getrennt. Der Ticker zum Nachlesen.

VfB Stuttgart gegen TSG Hoffenheim: Die Aufstellungen

Aufstellung VfB StuttgartBredlow - Mavropanos, Anton, Ito - Vagnoman, Karazor (76. Pfeiffer), W. Endo, Sosa - Silas (76. Coulibaly), Führich (66. Tomas)- Guirassy
Aufstellung TSG HoffenheimBaumann - Kabak (58. Bicakcic), Brooks, Nsoki (64. Tohumcu) - Becker (46. Skov), Rudy (58. Stiller), Angelino - Prömel, Kramaric - Bebou, Baumgartner (58. Larsen)
Tore1:0 Bebou (75.), 1:1 Tomas (80.)
Wataru Endo vom VfB Stuttgart schaut verzweifelt bei der Partie gegen Hoffenheim.
VfB-Kapitän Wataru Endo kann es nicht fassen. © IMAGO/H. Langer, H. Langer

Fazit: Für den direkten Klassenerhalt war es zu wenig vom VfB Stuttgart, der zwar noch den Ausgleich machte, aber zu oft Nerven zeigte. Jetzt müssen die Schwaben in die Relegation.

ABPFIFF

90. Minute+6: Tomas kommt im Strafraum nochmal zum Abschluss, aber drüber.

90. Minute: Sechs Minuten Nachspielzeit.

88. Minute: Hier ist gerade die Luft raus, der VfB kommt derzeit nicht in Fahrt.

Tomas gleicht für den VfB Stuttgart aus

80. Minute: Jetzt ist er drin! Nach einem langen Ball auf Tomas, haut er die Kugel zum 1:1 ins Netz. Der Treffer wird vom VAR gecheckt, doch er zählt.

77. Minute: Fast der Ausgleich! Millot knallt das Leder aber nur an die Latte.

Bebou trifft für die TSG zur Führung gegen den VfB

75. Minute: Die Führung für die TSG aus dem Nichts! Nach einer Flanke von links köpft der freistehende Bebou zur Hoffenheimer 1:0-Führung ein.

70. Minute: Mini-Chance für Stuttgart: Sosa flankt von rechts ins, Mavropanos Kopfball geht vorbei.

68. Minute: Der eingewechselte Tomas gleich mit der ersten Chance, doch der Stuttgarter schießt Baumann an.

62. Minute: Was eine Gelegenheit! Silas stürmt mit viel Power über rechts und spielt das Leder Führich in den Rücken, der links vom Tor aber trotzdem zum Abschluss kommt – drüber! Es ist nicht zu fassen.

53. Minute: Zum ersten Mal Stuttgart im zweiten Durchgang: Silas klaut Nsoki den Ball rechts an der Torauslinie. Doch er bekommt das Leder nicht aufs Gehäuse.

52. Minute: Es herrscht eine komische Stimmung im ehemaligen Neckarstadion: zwischen Bangen und Aufmunterung.

46. Minute: Der Ball rollt wieder. Was steht uns jetzt hier bevor? Gefühlt liegt etwas in der Luft.

Halbzeitfazit: Man spürt in so gut wie jeder Aktion, dass den VfB-Profis die Relevanz der Partie bewusst ist. Zwar kontrollieren die Schwaben das Geschehen, doch vor dem Tor schlottern ihnen die Knie. Von Hoffenheim kommt bis auf wenige Nadelstiche in Form von Kontern kaum etwas.

Finn Ole Becker von der TSG 1899 Hoffenheim kämpft gegen Borna Sosa vom VfB Stuttgart um den Ball.
VfB-Star Borna Sosa (r.) im Zweikampf gegen TSG-Spieler Finn Ole Becker. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

HALBZEIT

40. Minute: Das gibt es doch nicht! Silas schickt Guirassy in die Gasse, der flach knapp links vorbeischießt. Den muss er machen.

29. Minute: Jetzt mal wieder eine zarte Torannährung: Führich dribbelt in den Strafraum und leitet auf Endo weiter, der dem Ball aber nicht die entscheidende Richtung geben kann.

VfB Stuttgart gegen TSG 1899 Hoffenheim: Atakan Karazor und Ihlas Bebou kämpfen um den Ball.
VfB-Defensivmotor Atakan Karazor (l.) im Zweikampf mit Hoffenheims Ihlas Bebou. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

22. Minute: Vor dem gegnerischen Tor zittern den Schwaben noch die Knie. Gerade tauchte der VfB vor TSG-Keeper Baumann auf, doch weder Silas noch Guirassy bekommt den Ball in Richtung des Gehäuses.

18. Minute: Das muss die Führung sein! Endo steckt das Leder durch auf Vagnoman, der den Ball drüber schießt. Anscheinend war es allerdings Abseits.

17. Minute: Stuttgart bestimmt jetzt hier das Geschehen, von der TSG ist hier gar nichts zu sehen.

11. Minute: Erste Chance für den VfB: Ein langer Ball von Endo erreicht Vagnoman, der die Kugel von innerhalb des Strafraums rechts vorbeischießt.

10. Minute: Die Nervosität ist hier zum Greifen. Beide Teams schieben hier die Kugel mit nur geringem Tempo hin und her.

5. Minute: Es ist ein vorsichtiger Beginn in der Mercedes-Benz Arena. Der VfB versucht zunächst, die Partie zu kontrollieren.

1. Minute: Schiedsrichter Robert Schröder pfeift das Abstiegsfinale für den VfB an. Gelingt den Schwaben der direkte Klassenerhalt?

ANPFIFF

Wann hält der VfB Stuttgart die Klasse, wann steigt er ab? Auch Relegation möglich

Der VfB Stuttgart kann sich wie schon in der vergangenen Saison am letzten Spieltag direkt retten. Sollten die Schwaben gewinnen, spielen sie auch in der nächsten Spielzeit erstklassig. Im Falle eines Unentschiedens gegen Hoffenheim, dürften Bochum und Schalke nicht gewinnen, dann wäre der VfB ebenfalls gerettet. Verliert Stuttgart sogar, wäre der direkte Klassenerhalt erreicht, wenn Bochum verliert und S04 nicht gewinnen würde.

Der VfB Stuttgart empfängt am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga die TSG 1899 Hoffenheim.
Der VfB Stuttgart empfängt am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga die TSG 1899 Hoffenheim. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO

In die Relegation müsste der VfB bei einem eigenen Unentschieden und wenn entweder Schalke oder Bochum gewinnt. Verliert der VfB, der VfL punktet und Schalke gewinnt nicht, geht es für Stuttgart ebenfalls in die Relegation.

Das Worstcase-Szenario wäre ein direkter Abstieg der Stuttgarter. Den bitteren Gang in Liga 2 müssten die Schwaben antreten, sollten sie gegen die TSG nur ein Remis holen und die Konkurrenten Bochum und Schalke gewinnen beide. Verliert der VfB, müsste Bochum nur nicht verlieren und S04 gewinnen, dann wäre der dritte Abstieg innerhalb von sieben Jahren für Stuttgart ebenfalls beschlossene Sache.

In der vergangenen Saison feierte der VfB Stuttgart am letzten Spieltag den Klassenerhalt.
In der vergangenen Saison feierte der VfB Stuttgart am letzten Spieltag den Klassenerhalt. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Borna Sosa steht beim VfB Stuttgart wieder in der Startelf, Zagadous Einsatz ist fraglich

Im Vorfeld der Partie gegen die TSG Hoffenheim hat VfB-Trainer Sebastian Hoeneß deutlich gemacht, dass Borna Sosa wieder spielen wird. „Borna ist fit und macht einen guten Eindruck. Wenn er fit bleibt, wird er spielen, da gibt es für mich keine Diskussion. Er ist für uns ein wichtiger Faktor. Er ist für diese Position ausgebildet“, führte der Stuttgarter Coach aus. Gegen Mainz 05 hatte Nikolas Nartey den Kroaten auf der linken Verteidigerseite ersetzt, der kurzfristig aufgrund einer Entzündung im Mund- und Rachenraum ausfiel.

Fraglich ist derweil der Einsatz von Dan-Axel Zagadou, der schon gegen Mainz wegen einer Kopfverletzung ausgewechselt wurde. Zwar macht ihn diese keine Probleme mehr, dafür plagen den Franzosen nun Fußbeschwerden, sodass ein Ausfall wahrscheinlich ist. Hoeneß hat trotzdem eine „leise Hoffnung“, dass Zagadou für die Partie gegen Hoffenheim noch rechtzeitig fit wird. Sollte dies nicht der Fall sein, ersetzt ihn Konstantinos Mavropanos.

Borna Sosa ist wieder bereit, für den VfB Stuttgart aufzulaufen.
Borna Sosa ist wieder bereit, für den VfB Stuttgart aufzulaufen. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

TSG Hoffenheim bereits gerettet: Pellegrino Matarazzo will gegen Ex-Klub VfB Stuttgart dennoch gewinnen

Durch einen 4:2-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin ist es der TSG Hoffenheim schon am vergangenen Spieltag gelungen, den Klassenerhalt einzutüten. Somit bleibt den Kraichgauern ein Abstiegsfinale gegen den VfB Stuttgart erspart. Dennoch will die TSG gewinnen. Vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sagte der Ex-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo bei Sky: „Ich wünsche mir einen Sieg der TSG und den Klassenerhalt für den VfB. Das ist nicht diplomatisch, sondern die Wahrheit, was ich spüre. Wir sind Wettkämpfer. Ich bin der Trainer der TSG. Wir fahren dorthin, um zu punkten.“

VfB Stuttgart hat sich gute Ausgangslage für das Ziel Klassenerhalt verschafft

Stuttgart - Nach dem 4:1-Sieg des VfB Stuttgart gegen Mainz 05 durften die Schwaben zumindest kurz erleichtert sein. Dadurch haben sie nämlich ihre Rettung am letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim in der eigenen Hand. Ein Sieg muss her, dann sind die Ergebnisse auf den anderen Plätzen irrelevant für den VfB, der in diesem Falle auch im kommenden Jahr Erstligafußball spielen würde.

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