Remis gegen den VfL

Am Tag nach dem Wolfsburg-Spiel: Saint-Etienne trennt sich von Trainer Printant

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AS Saint-Etienne hat sich von Trainer Ghislain Printant getrennt.

Am zweiten Spieltag konnten am frühen Abend weder Borussia Mönchengladbach noch der VfL Wolfsburg einen Sieg feiern. Der Spielbericht zu beiden Partien.

Update vom 4. Oktober 2019, 16.45 Uhr:

Einen Tag nach dem Europa-League-Spiel gegen den VfL Wolfsburg hat sich der französische Fußball-Erstligist AS Saint-Etienne von seinem Trainer Ghislain Printant getrennt. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Frankreichs Rekordmeister ist in der heimischen Liga nur Tabellenvorletzter und hat nach dem 1:1 gegen Wolfsburg auch in der Europa League noch kein Spiel gewonnen.

Nach zweieinhalb Jahren als Co-Trainer in Saint-Etienne wurde der 58 Jahre alte Printant erst in diesem Sommer zum Chefcoach befördert. Sein Nachfolger bei dem Traditionsclub soll der zuletzt in England bei Leicester City und dem FC Southampton tätige Claude Puel werden. Pikant dabei: Puel trainierte von 2008 bis 2011 auch für drei Jahre den Erzrivalen Olympique Lyon. Der Verein aus der Nachbarstadt ist an diesem Sonntag der nächste Gegner von Saint-Etienne.

Fußballerische Magerkost - Gladbach und Wolfsburg ohne Sieg - Frankfurt macht es besser

Originalmeldung vom 3. Oktober 2019: Istanbul/Saint Etienne/Guimaraes - Borussia Mönchengladbach steht in der Europa League unverändert unter Druck. Die stark in die Bundesliga gestartete Mannschaft von Trainer Marco Rose kam in ihrem zweiten Gruppenspiel nur dank des späten Tors von Patrick Herrmann (90.+1) noch zu einem 1:1 (0:0) bei Istanbul Basaksehir. Der VfL Wolfsburg erreichte bei AS Saint-Etienne in Frankreich ebenfalls ein 1:1 (1:1), ist aber nach seinem Auftaktsieg im Soll.

Die Gladbacher haben nach zwei Partien nur einen Punkt, nun stehen die beiden schweren Spiele gegen Gruppenfavorit AS Rom an, der wie Gladbachs Auftaktgegner Wolfsberger AC vier Zähler auf dem Konto hat. Edin Visca (55.) hatte Basaksehir, den Lieblingsklub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, in Führung gebracht (das Spiel im Ticker zum Nachlesen).

Europa League: Gladbach-Coach Rose: „Wir müssen anfangen zu punkten“

"Wir müssen anfangen zu punkten", hatte Rose vor dem 100. Spiel der Rheinländer in der Europa League bzw. im UEFA-Cup noch gefordert, um das Ziel "international überwintern" zu erreichen. Mut schöpfte der 43-Jährige aus der jüngsten Erfolgsserie in der Bundesliga, die Gladbacher feierten im Tagesgeschäft zuletzt drei Siege und sind auswärts noch ohne Punkteverlust.

Vor schwacher Kulisse im Fatih-Terim-Stadion, das im relativ neuen Stadtteil Basaksehir liegt, entwickelte sich bei sommerlichen Temperaturen ein Spiel auf Augenhöhe. Marcus Thuram (20.) hatte per Kopf die größte Borussia-Chance in der ersten Hälfte, kurz zuvor hätte es nach einem Handspiel von Ponck zudem Elfmeter für die Rose-Elf geben müssen. Im weiteren Spielverlauf agierten die Gladbacher zunehmend fehlerhaft, mit einem eiskalten Konter ging Istanbul in Führung. Erst kurz vor Schluss traf Herrmann aus dem Gewühl zum Ausgleich.

Europa League: Packende Anfangsphase in Saint-Etienne - Williams schnelle Antwort

In Saint-Etienne traf der brasilianische Außenverteidiger William (15.) nach feiner Vorarbeit von Maximilian Arnold per Kopf für den VfL. Timothee Kolodziejczak (13.) hatte die Franzosen nach einer verunglückten Faustabwehr von Wolfsburg-Keeper Pavao Pervan zunächst in Führung gebracht.

Mit dem Remis beim französischen Rekordmeister bauten die Wölfe eine imposante Serie aus: Unter Neu-Trainer Oliver Glasner haben sie in dieser Saison noch keines ihrer neun Pflichtspiele verloren.

Vor 24.815 Zuschauern boten beide Teams über weite Strecken fußballerische Magerkost. Vor allem Wolfsburg beschränkte sich meist auf die Sicherung des eigenen Tores und geriet in der Schlussphase unter Druck.

Europa League: Frankfurt macht es besser - Auswärtssieg im Norden Portugals

Um 21.05 Uhr trat in Gruppe F noch Vorjahreshalbfinalist Eintracht Frankfurt bei Vitoria Guimaraes aus Portugal an (das Spiel im Ticker zum Nachlesen bei den Kollegen von fr.de*). Anders als Gladbach und Wolfsburg machte es die Hütter-Elf und siegte am Ende mit 1:0. Das goldene Tor erzielte in der ersten Hälfte der zuletzt außen vor gelassene Verteidiger Evan N’Dicka (36.). Die Hessen hat mehrere gute Gelegenheiten, ließen allerdings auch die ein oder andere gute Chance der Portugiesen zu. Am Ende verteidigten die Frankfurter leidenschaftlich und erkämpften sich einen verdienten Erfolg der Marke Arbeitssieg. 

SID

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