Erster Spieltag er Europa League

Gladbach und Frankfurt kassieren heftige Heimpleiten - nur Wolfsburg jubelt

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Böse ausgerutscht: Breel Embolo (l.) und Borussia Mönchengladbach gehen gegen den Wolfsberger AC baden.

Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach ist der Start in die Europa League gründlich missraten. Nur der VfL Wolfsburg hält die deutsche Fahne hoch.

München - Herber Dämpfer für Eintracht Frankfurt, blamabler Auftritt von Borussia Mönchengladbach - nur der VfL Wolfsburg sorgte für einen deutschen Auftaktsieg in der Europa League: Während der Vorjahres-Halbfinalist Frankfurt 0:3 (0:1) gegen den FC Arsenal verlor, leistete sich Mönchengladbach beim peinlichen 0:4 (0:3) gegen den österreichischen Außenseiter Wolfsberger AC die höchste Heimniederlage im Europapokal. Immerhin Wolfsburg überzeugte beim 3:1 (2:0) gegen PFK Olexandrija aus der Ukraine.

Die Eintracht hielt gegen den 13-maligen Meister gut mit, vergab aber zahlreiche Chancen. Besser machte es Arsenal, das durch Joe Willock (38.), Bukayo Saka (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (87.) dreimal traf. Die beiden letzten Treffer fielen nach Kontern - und Frankfurt war zu diesem Zeitpunkt nach einer Gelb-Roten Karte gegen Dominik Kohr (79.) bereits in Unterzahl.

Europa League: Mönchengladbach liegt schon zur Pause deutlich zurück

Mönchengladbach zeigte derweil eine indiskutable Leistung und lag bereits zur Pause mit 0:3 zurück. Shon Weissman (13.), Mario Leitgeb (31.) und Marcel Ritzmaier (41.) trafen für die Gäste. Zwar erhöhte die Mannschaft von Trainer Marco Rose nach der Pause kurzzeitig den Druck, doch wieder schlugen die Gäste zu. Erneut Leitgeb (68.) erhöhte auf 4:0 für den Europa-League-Debütanten aus Österreich, die Gladbacher Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft mit lauten Pfiffen.

Deutlich besser lief es bei den Wolfsburgern, die über Treffer von Maximilian Arnold (20.), Admir Mehmedi (24.) und Josip Brekalo (67.) jubelten. Eugene Banada (66.) war vor nur 10.112 Zuschauern für die Gäste erfolgreich.

Durchgesetzt: Lukas Nmecha (l.) und der VfL Wolfsburg ergattern gegen den FC Oleksandriya drei Punkte.

Europa League: Frankfurts Sportvorstand hadert mit Chancenverwertung

Frankfurt haderte mit der schlechten Chancenverwertung. "Es ist nicht so, dass wir vom Platz geschossen worden sind", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei DAZN: "Wir hatten unsere Möglichkeiten, deshalb ist das Ergebnis etwas komisch." Weil die Hessen ihre Chancen aber nicht nutzten, stand am Ende die höchste Heimniederlage im Europapokal.

Djibril Sow (4.), Andre Silva (11.) und Filip Kostic (18.) vergaben in der starken Frankfurter Anfangsphase erste Möglichkeiten. Eine halbe Stunde lang wurde das Geschehen von den Frankfurtern bestimmt - doch stattdessen trafen die Gäste. Frankfurts Kapitän David Abraham fälschte den Schuss von Willock unhaltbar ab. In der zweiten Halbzeit bemühten sich die Frankfurter um den Anschluss, doch wieder schlug Arsenal durch Saka und Aubameyang zu.

Europa League: Weissman eröffnet den WAC-Torreigen in Mönchengladbach

Für Gladbach setzte es dagegen eine völlig verdiente Niederlage. Weissman traf früh zum 1:0 für die Gäste, für den Israeli war es elfte Saisontor im neunten Pflichtspiel. Leitgeb durfte nach einem Freistoß völlig unbedrängt einköpfen, Ritzmaier sorgte bereits vor dem Pausenpfiff für ein denkwürdiges Europacup-Debüt des WAC unter Trainer Gerhard Struber.

"Eine undankbare Aufgabe, das wird kein einfaches Spiel", hatte Salzburg-Zugang Stefan Lainer noch über seine Landsmänner vor dem Spiel gesagt. Auch Rose kannte die Wolfsberger bestens aus seiner Zeit in Österreich, doch den vermeintlichen Vorteil spielte seine Elf überhaupt nicht aus. In der Schlussphase war Wolfsberg dem fünften Treffer nah.

sid

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