Gestrichene Rückrunde

Häßler: "Tod des Berliner Amateur-Fußballs"

Thomas Häßler hat kein Verständnis für die Streichung der Rückrunde im Berliner Amateur-Fußball. Foto: Soeren Stache/dpa
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Thomas Häßler hat kein Verständnis für die Streichung der Rückrunde im Berliner Amateur-Fußball. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) - Ex-Weltmeister Thomas Häßler hat kein Verständnis für die Streichung der Rückrunde im Berliner Amateur-Fußball.

"Wir rutschen in den Freizeitfußball-Bereich ab. Wie soll ich die Jungs beim Training dreimal wöchentlich heiß machen, wenn sie nur alle zwei Wochen spielen?", sagte der Trainer des Landesligisten BFC Preussen der "Bild"-Zeitung und ergänzte: "Diese Regelung ist der Tod des Berliner Amateur-Fußballs!"

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) hatte entschieden, dass unterhalb der sechsten Liga Meister und Absteiger der kommenden Saison aufgrund der Corona-Krise in einer einfachen Spielrunde ausgespielt werden. "Durch die behördlich angeordneten reduzierten Anstoßzeiten werden die Spieltage auf zwei Wochenenden aufgeteilt. Mit dieser Maßnahme findet eine Entzerrung der Spielansetzungen statt", hieß es vom BFV.

Pierre Seiffert, Sportlicher Leiter des BFC Preussen, sprach von einem "Desaster" und sagte: "Erst fehlen die Zuschauer, nun die Hälfte der Spiele - jetzt springen die Sponsoren ab."

Der BFV hatte bedingt durch die Corona-Richtlinien den für das vergangene Wochenende angesetzten ersten Spieltag um eine Woche verschieben müssen. Mit einem neu aufgestellten Zehn-Punkte-Plan sollen alle Auflagen erfüllt werden. So schließt das Rahmenkonzept der Berliner Bezirke für ungedeckte Sportanlagen die Kabinennutzung aus und schreibt zeitliche Pausen zwischen zwei Spielen vor.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-412907/2

Mitteilung des BFV

Bericht BILD

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