"99-Prozent-Mann"

Zidane wehrt sich gegen Abstellung von Kroos

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Soll nach dem Willen von Trainer Zidane nicht für das DFB-Team abgestellt werden: Toni Kroos von Real Madrid. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

Madrid (dpa) - Wenn für Trainer Zinedine Zidane ein Profi von Real Madrid unentbehrlich ist, dann ist das Toni Kroos.

Dass nun ausgerechnet der Deutsche ins ohnehin schon große Lazarett des spanischen Fußball-Rekordmeisters muss, bereitet dem Coach große Sorgen. So große, dass "Zizou" seinem Kollegen Joachim Löw ins Gewissen redet.

"Es wäre für Toni besser, wenn er hier bleibt und sich bei uns erholt", sagte Zidane. Löw hatte Kroos für die Länderspiele am Mittwoch in Dortmund gegen Argentinien und vier Tage später in der EM-Quali in Estland nominiert. Am Samstag beim 4:2-Sieg der Königlichen im Liga-Topspiel gegen den FC Granada war der Mittelfeldspieler aber nach 33 Minuten vom Platz gehumpelt. "Adduktorenprobleme" am linken Oberschenkel, hieß es. Wie schwer der Weltmeister von 2014 verletzt ist, war zunächst aber unklar.

Die spanischen Medien machten derweil Zidane für die Verletzung verantwortlich. Kroos "zahlt für die Überanstrengung seit Saisonbeginn", schrieb die Zeitung "AS". Kein Real-Profi sei so oft eingesetzt worden wie Kroos. Die Nummer acht des Tabellenführers habe vor der Verletzung 99 Prozent aller Pflichtspiel-Minuten absolvieren müssen. Mit Casemiro (96 Prozent) bildet er ein Mittelfeld-Duo, auf das Madrid fast nie verzichtet.

Aussagen von Zidane

Bericht von AS

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