Zurück in der Erfolgsspur

3:0-Heimsieg gegen FCJ Köln: RC Sorpesee hat sich "freigespielt"

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Die Gäste des FCJ Köln hatten gegen die Volleyballerinnen des RC Sorpesee über weite Strecken keine Chance.

Sundern - Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee sind nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Im Heimspiel gegen den FCJ Köln feierte die Mannschaft von Trainer Julian Schallow einen 3:0-Erfolg.

"Freigespielt" - so oder so ähnlich war das Gefühl der Volleyballfans im Schulzentrum Sundern und ganz ähnlich muss es sich für den Tabellenführer vom Sorpesee auf dem Spielfeld angefühlt haben. Entsprechend herzlich fielen die zahlreichen Umarmungen und Freudentänze der jungen Volleyballerinnen des RC Sorpesee nach dem 3:0 gegen den FCJ Köln aus. Das Team wusste, bei wem es sich zu bedanken hatte - und teilte den Moment des ersten Sieges im neuen Jahr mit den Fans der Blauen Wand. Diese waren laut Coach Schallow "wieder einmal der Garant für einen am Ende des Spiels deutlichen Heimerfolg, der dennoch alles andere als selbstverständlich war".

Schon vor dem Spiel mehrten sich auf beim RCS die Hiobsbotschaften: Victoria Vornweg musste mit einer Arbeitsverletzung passen, Kim Spreyer plagte ein Hexenschuss und dann machte zu allem Überfluss auch noch die Wade von Außen Laura Kemper zu. Doch alle drei bissen auf die Zähne und holten nach Aussage ihres Trainers "aus einer schwierigen Situation mit zwei verlorenen Spielen in Folge das absolut Beste heraus". 

Volleyballkrimi im ersten Satz

Dass es im ersten Satz im Schulzentrum dennoch ein Volleyballkrimi wurde, hatte zwei Gründe: "Wir hatten noch einen Stock im... Rücken", wurde die spätere MVP Michelle Henkies zitiert - und in den Augen ihres Trainers hatte sie Recht. Das Spiel der Gastgeberinnen hakte zu Beginn doch arg. Zudem zeigten die Gäste aus dem Rheinland eine starke Leistung in Annamhe und Abwehr. So stand es beim 21:23 schlecht um den RCS. Einige Punkte später beim 25:24 sah es schon besser aus, aber final jubeln konnte das Team erst, als die Mitte die Kölner Diagonale zum 29:27 entscheidend stoppen konnte - die 1:0-Satzführung war Balsam auf die RCS-Seele.

Den Schwung des gewonnenen Auftaktdurchgangs konnten die Mädels des RC Sorpesee vor eigenem Publikum diesmal bestens in den Auftakt von Satz zwei transportieren. Schnell führte das Team um Kapitänin Kirsten Prachtel mit drei Punkten, bevor es aber in der Mitte des Satzes wieder an Power verlor. Der erneute Einsatz der Blauen Wand und eine erbarmungslose Aufschlagserie von Michelle Henkies brachten die Gastgeberinnen allerdings wieder in Front und rissen die entscheidende Lücke. Einige starke Angriffe später war der zweite Satz entschieden und die glänzend aufgelegten Sauerländerinnen machten beim 25:15 den Deckel auf den ersten Heimpunkt des Kalenderjahres. 

Welche Kraft das Spiel des Tabellenführers im dritten Durchgang allerdings entfachte, war zu Beginn der Partie wohl noch niemandem klar: Ein Rädchen griff ins andere und die famos kämpfenden Kölnerinnen waren von Beginn des Durchgangs an vor große Probleme gestellt. Immer wieder gelang es dem RCS - allen voran Bonnie Bastert - die Gäste mit starken Aufschlägen im Aufbauspiel zu stören. Mit diesem Vorteil auf der Habenseite entschärfte die Abwehr der Sauerländerinnen Angriff um Angriff und riss schnell eine Lücke, auf die Köln mit einer Auszeit reagieren musste. Der RC Sorpesee aber hatte noch nicht genug und legte angestachelt von der nach Aussage der Gäste "besten Kulisse der Dritten Liga" noch einen Gang zu. Die Wechsel funktionierten und beim 25:12 lagen sich die Damen in schwarz in den Armen - 3:0 gewonnen und sich eindrucksvoll im Kampf um Sätze und Punkte in dieser Rückrunde zurück gemeldet.

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