Versorgung des Ortes gesichert

Albaumer Dorfladen sucht noch freiwillige Helfer

Die Regale im ALDO sind gefüllt. Gesucht werden noch Helfer, um sie zu mit den angelieferten Waren zu füllen. Foto: Hartmut Poggel

Albaum – Sabine Niemeyer steht vor den Regalen und füllt auf. „Normalerweise bin ich hier morgens nicht allein“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins Albaumer Dorfladens (ALDO).

„Aber unsere Ehrenamtlichen zählen zum größten Teil zu Risikogruppen, und Risiken gehen wir nicht ein. Also fülle ich zurzeit allein die Regale auf. Die Einkaufshilfe der Albaumer Vereine, ,Albaumer helfen Albaumern‘ (siehe Seite 4) läuft jetzt an. Aber wir benötigen nicht nur Fahrer, die Lebensmittel zu den Häusern bringen, sondern auch Helferinnen und Helfer bis 60 im Laden, die morgens vor der Öffnung die Regale einräumen und auch sonst mit anpacken. Ich denke da vor allem an die Leute, die im Home Office sind, oder ältere Schüler, die sich für andere engagieren möchten. Wir haben da noch freie Kapazitäten.“ 

Die Regale im ALDO sind im Übrigen sehr gut gefüllt. „Wir hatten keinerlei Lieferprobleme. Okay, das berühmte Toilettenpapier war auch bei uns zwischenzeitlich ausverkauft, aber am heutigen Samstag sollte auch dieser Engpass behoben sein.“ I

m Eingang steht Desinfektionsmittel und auf dem Boden zwischen den Regalen sind Klebestreifen zu sehen: „Das sind selbstgebastelte Abstandshalter“, schmunzelt die Geschäftsführerin des Trägervereins. Bei allen negativen Auswirkungen kann Sabine Niemeyer der Corona-Pandemie auch etwas Gutes abgewinnen: „Es wird mehr bei uns eingekauft. Mancher erinnert sich an uns und weiß den Vorteil kurzer Wege und der geringeren Sorge um Kontakte zu schätzen.“ 

Das sah im vergangenen Jahr noch ganz anders aus, als der Dorfladen – er ist einer von ganz wenigen in Deutschland, die ausschließlich von Dorfbewohnern getragen wird – fast zum Opfer der „Rabattschlachten“ zwischen den großen Discountern geworden wäre.

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