Kein Beitrag solange Sportstätten gesperrt sind

LC Attendorn sagt Hansemeeting ab

Der geschäftsführende Vorstand des LC Attendorn (v.l.), Ralf Springob, Heike Kosch, Jürgen Biele und Franz-Josef Quinke, hat das Hansemeeting abgesagt.

Attendorn - Alles andere als vom Glück verfolgt ist die Terminplanung des LC Attendorn. Es geht weiter mit Veranstaltungsabsagen. Zugleich entlastet der Verein seine Mitglieder.

Schon die Kreishallenmeisterschaften, die zum ersten Mal in der Rundturnhalle Attendorn stattfinden sollten, fielen dem Coronavirus zum Opfer. Es war  die Verantwortung um die Gesundheit der Teilnehmer, die die Absage erforderlich machte. 

Jetzt sorgt das Coronavirus dafür, dass das für den 16. Mai geplante Hansemeeting des Leichtathletikclubs (LC)  Attendorn abgesagt wurde. "Eine weitere Traditionsveranstaltung, die der aktuellen Lage zum Opfer fällt", schreibt der LCA-Vorstand. Bereits im Vorjahr fiel der beliebte und immer gut angenommene Saisonauftakt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Aufgrund schlechter Witterungsprognosen fiel die Veranstaltung aus, konnte aber am ersten Sommerferien-Wochenende nachgeholt werden. „Das wurde damals sehr gut angenommen“, blickt  LCA-Geschäftsführer Franz-Josef Quinke zurück. Eine solche Verlegung des Meetings ist derzeit für 2020 noch nicht angedacht.

„Vielleicht können wir das Meeting anstelle unserer Werfergala am 27. Juni austragen“, hofft Quinke auf eine baldige Eindämmung der Pandemie, „aber letztlich ist alles unklar.“ Er gibt auch zu bedenken, dass bis dahin eine entsprechende Vorbereitung der Athleten nötig sei. 

Die Sportvereine sind grundsätzlich auf die Einnahmen dieser Events angewiesen, so Quinke weiter. Und doch gebe es die Kassenlage her, dass der Verein bei nicht erbrachten Leistungen – also Trainingsmöglichkeiten – die Mitglieder entlasten kann: „Viele Familien werden gerade jetzt froh sein über jeden Euro.“

In einem Schreiben an die Vereinsmitglieder teilt der geschäftsführende Vorstand des LC Attendorn unmissverständlich mit: „Der Einzug des Beitrags des ersten Kalenderhalbjahres 2020 wird auf Anfang Juli verschoben. Da werden wir den Beitrag dann anpassen und für die Monate, in denen kein Trainingsbetrieb stattfindet, keinen Beitrag erheben.“ Auch das ist ein Beispiel von Solidarität. 

Unklar ist die Situation der Vereine nach der Pandemie: Geht alles so weiter wie vorher oder wird es neue Herausforderungen für die Vereine geben. „Das ist Spekulation. Wir müssen nach vorne schauen, egal was passiert", erläutert Quinke abschließend.

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