„Vergleichbare Serie wird brutal schwer“

SG Attendorn/Ennest zieht Bilanz der Hinrunde

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Die 1. Herrenmannschaft der Handball-SG Attendorn/Ennest spielt nach dem Aufstieg in die Bezirksliga eine überragende Hinrunde und beendet das Jahr 2018 auf dem 2. Tabellenplatz.

Attendorn/Ennest. Die Hinrunde in der Bezirksliga Südwestfalen ist für die heimischen Handballer der SG Attendorn/Ennest fast beendet. Zeit für einen Rückblick auf 2018. Im neuen Jahr steht zum Abschluss der Hinrunde das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenersten HSG Herdecke/Ende (23:3 Punkte) und den zweitplatzierten Attendornern (22:4 Punkte) an.

Dass die Attendorner sich als Aufsteiger 22 Punkte unter den Weihnachtsbaum legen, hatte so niemand erwartet, auch nicht die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft. „Eine vergleichbare Rückrunde zu spielen, wird brutal schwer“, stellt Geschäftsführer Jörg Menzel fest.

Als sich zum Abschluss der letztjährigen Kreisligasaison im Zweikampf mit der HSG Lennestadt-Würdinghausen der Aufstieg in die Bezirksliga Südwestfalen andeutete, standen viele Fragezeichen im Kader der Attendorner. Jörg Menzel hierzu: „Wir hatten Ende der letzten Saison tatsächlich eine Sitzung über die Sinnhaftigkeit eines Aufstieges“. Durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Mittelmann Janik Müller, die anhaltenden Knieprobleme von Rückraumspieler Nils Berkenhagen und Außen Tim Kopperberg sowie dem studienbedingten Abgang von Philipp Stuff mussten Lösungen her. Ein unwahrscheinlicher Glücksfall für die SG, dass man mit den Kreisläufern Kedzierski und Viegener sowie Mittelmann Domjanic kurzfristig absolute Topleute hinzugewinnen konnte.

Nun ist der Klassenerhalt für die SG kein Thema mehr. Im Gegenteil, denn der aktuell zweite Tabellenplatz würde am Ende der Saison doch den Durchmarsch in die Landesliga bedeuten. Trainer Ivo Milos: „Natürlich gucken wir jetzt nicht mehr nach unten, wir wollen unseren zweiten Platz verteidigen“.

„Wir müssen immer kämpfen“

Obwohl die SG weiterhin oben mitmischen will, können die Attendorner im neuen Jahr entspannt nach Herdecke fahren, denn Punkte müssen die Hansestädter vielmehr in anderen Spielen holen.

Janik Müller, jetzt Co-Trainer und Männerwart der SG: „Wir sind keine Mannschaft, die ihre Spiele durch individuelle Klasse gewinnt, wir müssen immer kämpfen. Dafür ist es ganz wichtig die Trainingsarbeit fortzusetzen.“

Für die Verantwortlichen geht der Blick aber jetzt auch schon auf die nächste Saison, noch einmal möchte man nicht auf so viel Glück bei der Kaderplanung bauen. „Auch wenn noch alles passieren kann, müssen wir in Hinblick auf eine mögliche Saison in der Landesliga planen“, so Janik Müller. Der aktuelle Kader sol weitestgehend zusammenbleiben, ergänzt durch ein bis zwei Verstärkungen.

Aber auch abseits der 1. Herren kann die SG Attendorn/Ennest aktuell zuversichtlich sein. Die Damenmannschaft um Trainer Rolf Benninghaus spielt bisher eine ordentliche Saison und hat auf Platz 5 Anschluss an die Spitzengruppe der Liga. Für die Mannschaft gilt es, in der im Januar startenden Rückrunde konstant zu spielen. Dann ist für die Spielerinnen ein Platz im oberen Drittel der Tabelle durchaus erreichbar. Abseits der Ergebnisse ist es erklärtes Ziel, in der Rückrunde Spielerinnen aus der A-Jugend einzubauen und an den Damenkader heranzuführen.

„Zweite“ hat Anschluss nicht verloren

Die 2. Herrenmannschaft kämpft nach dem unerwarteten Aufstieg in der letzten Saison um den Klassenerhalt in der Kreisliga B, liegt aktuell zwar unter dem Strich, hat den Anschluss aber nicht verloren.

Und zu Saisonstart wurde in Attendorn auch wieder eine 3. Herrenmannschaft ins Leben gerufen. Vorsitzender Rudolf Möller: „Hier hat man viele ehemalige Attendorner Handballer reaktiviert und wieder näher an den Verein geholt, das ist ganz wichtig und ein Verdienst von Trainer Peter Wagener.“

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