SC Bredelar ist gut für die Zukunft aufgestellt

Beispiele guter Praxis

Der Sportverein Bredelar bekam in Kamen als Preisträger 2013 einen Scheck überreicht. Foto: Holger Jacoby

Mit dem Zukunftspreis 2013 des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) ist der Sportverein Bredelar ausgezeichnet worden.

Honoriert wurde vor allem der Gemeinschaftssinn, mit dem es den rund 275 Mitgliedern des Vereins gelänge, in einer strukturschwachen Region ein qualitativ hochwertiges Breitensportangebot auf die Beine zu stellen. Besondere Beachtung fand die Initiative des Vereins, die ehemalige evangelische Schule zu übernehmen und zu einem Sportzentrum auszubauen. Aus Klassenräumen, Lehrerzimmern, Werk- und Magazinräumen entstanden– in vielen Stunden Eigenleistung – ein Fitnessstudio mit vielseitiger Ausstattung nebst Umkleiden, ein Vereinsbistro sowie ein Versammlungs- und Seminarraum. Auch die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich nun in dem historischen Gebäude. Sportgeräte, sowie die Theke eines Nobelhotels wurden– mit viel Glück – im Internet ersteigert. Die Theke ist nun das Zierstück des Bistros. Kooperationen mit großen Partnern sind für einen kleinen Verein ganz wichtig, heißt es in der Publikation des FLVW: Der SC Bredelar arbeitet mit der AOK zusammen, die in der Sporthalle und im Fitnessstudio Gesundheitskurse abhält; das Kursangebot wird derzeit weiter ausgebaut. Außerdem nutzt Ritzenhoff den Fitnessbereich für seine Mitarbeiter. Rund 100 Angestellte sind bereits beim SC Mitglied geworden. Auch Privatpersonen können ohne feste Vertragsbindung gegen eine kleine Gebühr das Studio nutzen. Durch die Schaffung einer FSJ-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr) wurde die Kooperation auch auf Schulen ausgedehnt. Unter anderem wird an drei Schulen die Übermittagsbetreuung übernommen, sowie zwei Fußball-AGs am Gymnasium eingerichtet. Noch viele weitere Ideen haben die Bredelarer, um ihren Verein zukunftsfähig zu machen – ein beispielhaftes und preiswürdiges Engagement, wie der FLVW befand: „Dabei hat der Verein zudem gutes Gespür für die Zukunftssicherheit bewiesen und dem demographischen Wandel rechtzeitig entgegengesteuert. Vom Einsatz der Bredelarer profitiert die ganze Region, was auch benachbarten Vereinen zugute kommt.“

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