22 Teilnehmer aus dem Kreis Olpe und dem Siegerland „auf Tour“ in Südtirol

Bergwanderfreunde des Siegerland-Turngaus erkunden die herrliche Region Alta Badia

Die Gruppe am Lunchsee vor den Gardenaccia-Felswänden
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Die Gruppe am Lunchsee vor den Gardenaccia-Felswänden.

Eine Woche lang gingen 22 Bergwanderfreunde des Siegerland-Turngaus aus dem Kreis Olpe und dem Siegerland jeden Tag auf ausgedehnte und anspruchsvolle Touren im Herzen der Dolomiten. Der Standort La Villa, auf gut 1400 m Höhe gelegen, bot sich als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen an, die unter dem Motto „Gemeinsam nach oben“ standen.

Von Juliane Scheel

Kreis Olpe/Siegerland - Machten die Organisatoren Ehrenfried und Juliane Scheel die Frauen und Männer am ersten Tourentag noch mit einer Art „Eingehwanderung“, die zu den beiden wunderschönen Seen am Fuße der Gardenaccia-Felswände führte, mit der Höhe vertraut, verlangte die Tour am zweiten Tag der Gruppe schon einiges ab. Startend am Campingplatz von St. Kassian, ging es zunächst zur Fanes-Hochebene und weiter hinauf auf 2486 m Höhe zur Lago-Scharte. Von dort ließ sich schon der wunderschöne kleine Lagazuoi-See erblicken, den die Vertreter des Turngaus über einen bestens in den Felsen angelegten Steig erreichten. Froh, diesen Abstieg gemeistert zu haben, genossen alle die Rast an dem einmaligen See. Die restlichen „Tiefenmeter“ zum Ausgangsort gestalteten sich dann wieder einfacher.

Die Bergwanderer vor der beeindruckenden, mächtigen Kreuzkofelgruppe.

Die Wanderung Nummer drei zum auf 2045 m Höhe gelegenen Schutzhaus Heiligkreuz mit der bekannten Kirche unter den gewaltigen Felswänden des Heiligkreuzkofels, wartete zwar auch wieder mit etlichen Höhenmetern auf, doch die Schwierigkeit war nicht mit der des Vortages zu vergleichen.

Startpunkt der nächsten traumhaften Tour war der Valparola-Pass auf 2168 Metern Meereshöhe. Über einen prächtigen alpinen Höhenweg, der immer wieder sagenhafte Blicke auf das große Massiv der Kreuzkofelgruppe freigab und eine beeindruckende Blumenvielfalt bot, gelangten die Wandersleute zur Pralongia-Hochfläche. Hier hatten alle den Eindruck, sie seien auf der Seiser Alm. Zum Ende dieser landschaftlich zweigeteilten Bergtour gönnte sich die Gruppe die Abfahrt mit der Gondelbahn hinunter nach La Villa.

Bevor die Wanderwoche mit einer weiteren Königsetappe endete, lernten die Vertreter aller vier Turnbezirke die herrliche Blumenvielfalt der Armentara-Wiesen oberhalb von Badia kennen. Den krönenden Abschluss bildete die Sassongher-Bergtour, den die Gruppe von Kolfuschg aus „in Angriff nahm“. Steil führte der schmale Pfad hinauf zur Sassongher-Scharte, 2435 m. Für die ersten Meter des Abstiegs war Hand- und Fußarbeit gefragt, denn es ging sehr anspruchsvoll durch viel Felsgeröll hinab bis endlich wieder ein schmales „Wegelchen“ das Wandern einfacher machte und eine kurze Rast zuließ. Immer wieder richteten die Wanderer den Blick nach oben, denn die mächtigen senkrechten Felswände der Puezgruppe beeindruckten gewaltig. Vorbei an der Gardenaccia-Hütte absolvierte die Gruppe die letzten Kilometer des Abstiegs nach La Villa.

Fazit: Nach sechs faszinierenden Wandertagen in den ladinischen Dolomiten hieß es Abschied nehmen von der Region Alta Badia. Voll beladen mit vielen tollen Eindrücken, herrlichen gemeinsamen Momenten, einer Super-Gemeinschaft und großer Vorfreude auf eine weitere Bergtour in 2022 machten sich die Südwestfalen auf den Weg in die Heimat.

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