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Kartfahrer Niklas Kry aus Brilon fährt den Saisonabschluss in Las Vegas

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Niklas Kry Kartfahrer Las Vegas
Niklas Kry (links) belegte bei den "Skusa Supernationals" in Las Vegas den 25. Platz.

Brilon/Las Vegas. Für den Briloner Niklas Kry ging die Kart Saison 2015 mit der Teilnahme an den "Skusa Supernationals" in Las Vegas zu Ende.  Kry startete in diesem Jahr bei 21 Rennen in sechs Ländern. Der Saisonabschluss in Las Vegas war gleichzeitig sein Abschied vom italienischen Top-Kart Team.

"Es war eine schöne Zeit im Top-Kart Team, aber seit dem Chassis-Wechsel 2014 auf das neue Top-Kart Produkt blieben gute Ergebnisse Mangelware. Das Chassis funktioniert bei viel Grip nicht und die Techniker in Italien bekommen das auch nicht in den Griff. Körperlich kleinere Fahrer haben damit weniger Probleme, aber ich bin eben nicht klein. Und somit war eine Trennung für mich das Beste", so Kry. In Las Vegas findet im November alljährlich das größte Kart-Event weltweit statt. Mehr als 500 Fahrer gingen in diesem Jahr an den Start. Allein 93 Starter in der Klasse der Tag-Senioren, in der auch Kry fährt.

 Gleich zu Beginn der Veranstaltung, im allersten Training, hatte das Top-Kart Team einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der US-Amerikaner JP Southern Junior verlor am Ende der langen Gerade die Kontrolle über sein Kart und krachte bei vollem Tempo in die Begrenzung. Er brach sich dabei beide Beine und fällt lange aus. Las Vegas ist nicht nur sehr stimmungsvoll, sondern auch sehr gefährlich, da es dort keinerlei Auslaufzonen gibt. Für Kry ging es am ersten Tag zunächst gut los. In den ersten beiden Trainings führte er das 46 Mann starke Feld in seiner Trainingsgruppe zwischenzeitlich an und beendete die ersten Trainingseinheiten auf Platz  sechs und sieben. Im Qualifying hatte  er das Problem, dass er einen langsameren Team-Kollegen vor sich hatte. In seiner Qualifying Gruppe wurde Kry fünfter, in der Gesamtwertung lag er am Ende aber nur auf Platz 36. "Das Qualifying lief nicht optimal. Hier hat man nur sieben Minuten Zeit und bei 46 Fahrern kann man sich auch nicht einfach zurückfallen lassen um nach Vorne etwas Luft zu lassen. Dumm gelaufen", bemerkte Kry. 

In den folgenden Heats ging es um die begehrten 40 Startplätze für das Finale am Super Sunday, wie es die Amerikaner nennen. "Ich habe selten solche harten und teilweise gefährlichen Manöver gesehen wie in diesem Jahr", sagte der Team-Chef von Top-Kart USA. Es gab etliche Unfälle, trotzdem bewahrte sich Kry die Chance auf das Finale in den ersten beiden Heats. Der dritte und entscheidende Vorlauf war dann eigentlich kein Rennen mehr, er glich mehr einem Gemetzel. Gleich zwölf Fahrer schieden vorzeitig aus. Kry war nach dem Start auf Platz zwölf, was für den Einzug ins Finale gereicht hätte, beschädigte sich aber bei einem Unfall den Kühler und wurde nur 28. Statt ins Finale ging es nun zunächst in den Hoffnungslauf. 

Freude für den Teamkollegen

In diesem Last Chance Qualifier ging es für insgesamt 48 Fahrer um die letzten sechs Finalplätze. In einem sehr hart geführten Rennen übernahm Kry die Führung. Eine Runde vor Schluss musste er aber doch noch den Österreicher Reininger ziehen lassen, stand somit als Zweiter sicher im Finale. Der Super Sunday zeigte sich dann in Las Vegas von seiner besten Seite. Für Kry war die letzte Hoffnung auf ein Top-Resultat schnell vorbei, weil er an zwei kollidierten Fahrern nicht vorbeikam und somit den Anschluss nach Vorne verloren hatte. Am Ende reichte es nur für Platz 25. 25. "25. hört sich nicht gut an und ich bin natürlich auch ein Stück weit enttäuscht, aber bei den Umständen und der hohen Qualität der Teilnehmer war das für mich das Maximum. Wenn man schon in der ersten Kurve steht und einen Weg durch die Unfallfahrzeuge finden muss, ist eben alles schnell gelaufen. Für meinen Team-Kollegen Marco Maestranzi freue ich mich natürlich. Nach dem Sieg im letzten Jahr fuhr er heute auf Platz zwei. Ein großer Erfolg für ihn und für Top-Kart USA. Sein Erfolg macht aber auch nochmal das Problem des Top-Kart deutlich. Der kleinste und leichteste im Team war Vorne dabei, alle anderen konnten den Speed vorne nicht mitgehen. Hier muss Top-Kart jetzt reagieren," erklärt Kry nach dem Rennen.

 Obwohl die Saison nun vorbei ist, laufen bereits die Vorbereitungen für 2016. Kry wird 2016 für imsa-Racing an den Start gehen. Dort wird er in Zukunft sowohl Kart als auch Auto fahren. "Es laufen die Vorbereitungen für 2016. Die KF-Motoren gibt es nicht mehr. International wird ab 2016 eine neue Motorengeneration gefahren. Ich werde versuchen imsa-Racing beim Umstieg auf die neuen Motoren zu unterstützen. Wir werden in der DKM und der CIK/FIA Europa- und Weltmeisterschaft an den Start gehen. Welche weiteren Rennen noch mitgefahren werden, kann ich noch nicht sagen. 2017 ist dann der Einstieg in die neue ADAC TCR Germany geplant. Das ist eine neue Tourenwagenserie ab 2016 in Deutschland. Es ist ein Mehrmarken-Tourenwagen-Sport im Rahmen des ADAC GT Masters. Näheres kann ich aktuell noch nicht sagen", sagte Kry am Ende einer langen Saison 2015.

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