Zahlreiche Fans sahen Bayern-Sieg beim Public Viewing

Champions League-Fieber

Die Bayernfans hatten nach dem 2:1-Erfolg im Champions-League-Finale allen Grund zum Feiern.

Es war das Fußballereignis im Jahr 2013 schlechthin.

Ganz Deutschland stand am Samstagabend unter Hochspannung, war wie elektrisiert vor dem Finalspiel in der Champions-League zwischen dem amtierenden deutschen Meister Bayern München sowie seinem Erzrivalen Borussia Dortmund. Eine Milliarde Menschen weltweit verfolgte das dramatische Finale zwischen den beiden besten Vereinen Europas live im Stadion, an den eigenen Bildschirmen zu Hause oder beim Public Viewing – so auch in der gut besuchten St. Georg Schützenhalle in Meschede.

Zahlreiche Fans warteten gespannt auf den Anstoß. Eine bombastische Stimmung herrschte in der Arena, die Spannungskurve stieg bis ins Unermessliche, obwohl erstmals die Fußballfans in zwei große Lager gespalten waren.

Klar für beide Parteien war: Zwei deutsche Mannschaften im Champions League Finale, wann gibt es so etwas wieder? Aber egal wer gewinnt, die Deutschen haben das Finale in der Tasche. Hiltrud Wirsbitzki vor Beginn des Spiels: „Wir haben uns extra für heute Abend T-Shirts anfertigen lassen. Ursprünglich wollten wir nach Dortmund, aber hier wird es mindestens genauso schön. Ich tippe auf einen 5:2-Sieg der Borussen wie beim Pokalendspiel in Berlin.“

Auch Yasin Kosdik war sich seiner Sache sicher: „Der BVB gewinnt mit 2:1. Das Siegtor schießt Ilkay Gündogan.“

Nach dem Anpfiff ging es direkt zur Sache. Dortmund bestimmte das Tempo, war griffig, bissig, machte das Spiel, drückte überlegen und schnürte die Münchner dauerhaft am Strafraum ein.

Fangesänge „Nur der BVB“ wurden laut. Das Stimmungsbarometer stieg immer weiter an als Lewandowski in der 27. Minute von dem Franzosen mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen wurde und weiterspielen durfte. Ribérys Frustfoul in der 28. Minute hatte wohl seine Mannschaft wachgerüttelt, die Bayern kamen. Das Spiel war jetzt auf Augenhöhe – auf beiden Seiten Torhüter, die eine Führung verhinderten. Ingo Bremer nach der ersten Halbzeit: „Dortmund hat klar dominiert, den Bayern das Spiel aufgedrückt. Hoffentlich halten sie das Tempo.“ Doch es sollte anders kommen. In der 60. Minute zog Ribery drei Gegner im Strafraum auf sich, gab den Ball an den freien Robben weiter. Der Niederländer spielte in die Mitte und Mandzukic verwandelte aus nur einem Meter Entfernung den Ball ins Tor, 1:0 für Bayern München. Die Bayern-Fans tanzten. Doch nur 11 Minuten später schoss Gündogan den Ausgleich, nachdem Dante zuvor Reus in den Bauch getreten hatte. Jetzt waren es die Borussen-Fans die nichts mehr auf den Stühlen hielt. Elektrizität lag in der Luft als die Bayernspieler mehrfach an Weidenfeller scheiterten. In der 89. Minute war es dann soweit, Arjen Robben besiegte seinen Endspielfluch und entschied mit seinem Siegestreffer das Finale der Champions League im Wembley Stadion in London. Die Bayern siegten mit 2:1. Die Bayern-Fangemeinde jubelte. Doch alle waren sich nach dem Spiel einig: Verdient hätten es beide.

Weitere Fotos in der Bildergalerie auf www.sauerlandkurier.de (Von Claudia Metten, meschede@sauerlannkurier.de)

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