Biathlon auf Schalke-Tour ist erfolgreich beim Altstadtfest

Christian Müller auf Platz eins

Mit Treffsicherheit und Schnelligkeit sicherte sich Christian Müller (rechts) den Etappensieg in Brilon.

Die Biathlonarena der „Biathlon auf Schalke-Tour“ machte beim Altstadtfest zur fünften Etappe auf dem Martkplatz in Brilon Halt. Zahlreiche Besucher gingen dabei an den Start, um sich für das Finale der „Jedermann-Tour“ am 28. Dezember auf Schalke zu qualifizieren.

 

Neben der Biathlon-Weltelite treten an diesem Tag auch die Finalisten der Etappensieger der 17 anderen Tourstationen in der Biathlonarena auf Schalke an – natürlich in einer eigenen Wertung. Die 90 Wettkämpfer, die in Brilon größtenteils kurzentschlossen am Biathlon-Duell teilnahmen, waren durch die beiden „Gänsehaut-Tickets“ angefixt. Der Preis für die Etappensieger – VIP-Karten für den Biathlon auf Schalke mit Cateringservice im Logenbereich und dem einmaligen Erlebnis, aus dem Innenraum der Arena das Spektakel hautnah mitverfolgen zu können.

Gleich zu Etappenbeginn meldete sich das Ehepaar Gabi und Hubertus Lahme zum Biathlonduell an. Beide legten auf den Crosstrainern einen 200-Meter-Lauf zurück, der in seiner Bewegung dem Skilanglauf nahe kommt. Fitte Sportler schaffen die Strecke in 70 Sekunden, die Meisten liegen aber zwischen 90 und 120 Sekunden. Anschließend geht es zum Lasergewehr, um aus zehn Metern fünf Schüsse „ins Schwarze“ zu bringen. Hubertus Lahm bewältigte die 200 Meter bereits nach 80 Sekunden und legte sogleich fehlerlose fünf Treffer vor, was auf den bisherigen vier Etappen der Tour nur acht von über 200 Wettkämpfern gelang. In 1:57 Minuten legt er zudem eine Klassezeit vor. Der 17jährige aktive Handballer Hannes Pöttgen kam mit 1:58 Minuten ganz nahe dran, verzog jedoch den letzten Schuss und nahm mit vier Treffern vorübergehend Rang zwei ein. Erstaunlich war die Leistung des 14-jährigen Leon Kerkoff: Mit vollem Einsatz legte er die 200 Meter in 79 Sekunden zurück und schoss danach so präzise und zugleich schnell, wie ein erfahrener Biathlet. Mit vier Treffern bei 1:51 Minuten war er der neue Zweite der Tageswertung. Malte Morgenroth war der nächste „junge Wilde“. Auch er ist erst 14 Jahre alt und erreichte in 2:02 Minuten mit zwei Treffern ein achtbares Ergebnis. Sein Vater Markus war aber vier Sekunden schneller. Der Filius drang also auf Revanche, sodass ein spannendes Vater-Sohn-Duell entstand: Beide liefen in 1:48 Minuten ins Ziel doch Malte entschied das Duell mit 4:3 Treffern für sich. Talente wie Malte, der zudem rasche Lernfähigkeit zeigte, durch dieses Erlebnis für den organisierten Biathlon zu gewinnen, darin sieht Stefan Puderbach, Ausbildungsleister für Nordic Sport des DSV Rheinland, ein Potenzial der Biathlon-Tour.

Auch Hannes Pöttgen trat erneut an, um im zweiten Versuch sein Ergebnis vielleicht noch zu verbessern: Die 200 Meter schaffte er in 70 Sekunden. Beim Schießen schlich sich wieder ein Schießfehler ein, so dass seine 1:46 Minuten wieder nicht ganz für Platz eins ausreichten. Nach den Youngstern versuchte es der vierfache Familienvater Christian Müller. Auf dem Crosstrainer gab er alles, jedoch machten seine Beine auf dem Weg vom Crosstrainer zum Gewehr kurz schlapp. Er stolperte, doch stand wieder auf und zeigte unbeeindruckt seine Stärke: Ein Schuss nach dem anderen „saß“. Die fünf Treffer sind Talent und Können, doch die tolle Zeit von 1:50 Minuten war hart erarbeitet. Die Etappe hatte damit einen neuen Spitzenreiter. Beinahe jede Stunde schickte er eines seiner Kinder zur Biathlonarena, die schauen sollten, ob er noch auf Platz eins stand, denn als großer Biathlon-Fan wollte er die Tickets unbedingt.

Aber zwei ernsthafte Angriffe auf den Tagessieg sollten noch folgen. Martin Knecht schaffte die Bestleistung über die 200 Meter mit 68 Sekunden und landete am Ende auf Platz fünf - als schnellster Wettkämpfer mit vier Treffern in 1:43 Minuten. Der 16-jährige Kevin Tran schaffte kurz vor Etappenende die großartige Leistung von 1:54 Minuten bei fünf Treffern. Damit war er der beste der „jungen Wilden“. Auch bei Kevin beeindruckte der schnelle Lernerfolg. Er kam ohne jede Schießerfahrung zur Biathlonarena und setzte die Tipps des Betreuerteams schnell um. Beim Duell rief er seine beste Leistung ab und schaffte ein fehlerloses Schießen. Dem Skateboardfan, fehlten am Ende nur vier Sekunden zu Platz eins. So wurde es mit dem Etappensieg für Christian Müller zwar nochmal ganz eng, doch am Ende der langen Etappe überreichten die Organisatoren einem glücklichen Sieger die beiden Gänsehaut-Tickets. 

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