Schallow-Team bleibt Spitzenreiter

3:1 in Cloppenburg: RC Sorpesee verteidigt Vorsprung an der Tabellenspitze

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Das RCS-Team um Michelle Henkies zeigte beim Auswärtsspiel in Cloppenburg über weite Strecken eine starke Leistung.

Cloppenburg/Sundern - Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben ihren Vorsprung in der Tabelle erfolgreich verteidigt. Der Spitzenreiter der Dritten Liga West feierte beim TV Cloppenburg einen 3:1-Sieg und grüßt weiter vom Platz an der Sonne.

"Ob es an den zahlreichen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Cloppenburg oder aber dem heißen Auftritt des Gästeteams im hohen Norden lag, ist nicht überliefert. Aber am Ende glühte die Blaue Wand im Norden", bilanzierte RCS-Trainer Julian Schallow. Seine Mannschaft sicherte sich unter dem Jubel mitgereisten ihrer Fans drei Punkte gegen einen "kampfstarken und clever eingestellten Gegner" und konnten mit die Heimreise somit mit bester Laune antreten.

Den Grundstein für die drei Auswärtspunkte legte das Team vom Sorpesee dabei bereits in den ersten beiden Durchgängen der rassigen Partie. Denn kaum hatten sich die Gastgeberinnen um ihre umsichtige und abwehrstarke Zuspielerin Elvira Döring, die spätere MVP auf Cloppenburger Seite, versehen, schon hatten die Gäste vom Sorpesee ihre Aufschläge gefunden. 

Starke Aufschläge sichern die ersten beiden Sätze

Allen voran Laura Kemper stellte den Annahmeriegel des TV Cloppenburg in Satz eins und zwei vor schier unlösbare Herausforderungen. Ein Aufschlag nach dem anderen fand den Weg ins Feld des TVC und konnte die Annahme der Gastgeberinnen den Ball einmal entschärfen, so hatte die Block- und Feldabwehr der Sauerländerinnen zumeist etwas einzuwenden gegen einen direkten Angriffspunkt des TVC. So gingen die Sätze eins und zwei fast folgerichtig an den Tabellenführer vom Sorpesee, der beim 25:19 und 25:16 den Beweis der eigenen Stärke angetreten hatte und nach Hoffnung aller Mitgereisten einem ungefährdeten Erfolg entgegenstrebte.

Die Rechnung hatten die Sauerländerinnen allerdings ohne die erfahrenen Cloppenburgerinnen und ihren taktisch klugen Trainer gemacht. Im dritten Durchgang schlug der TVC zurück - und wie: Nur eine Rotation war es, die den Satzverlust für die Gäste aus dem Sauerland besiegelte. Zwar versuchte RCS-Trainer Julian Schallow mit zwei Auszeiten und vier Wechseln alles, den Spielfluss der Gastgeberinnen zu unterbrechen, erfolgreich war er damit allerdings nicht. Am Ende verlor der RC Sorpesee den dritten Satz mit 17:25.

Danach ging wiederum ein Ruck durch das Gästeteam: Mit besseren Aufschlägen und vor allem einer deutlich besseren Einstellung in der Abwehr war der RCS zurück im Spiel. Zwar warfen die kämpferischen Cloppenburgerinnen wie schon in Satz drei alles in die Waagschale, den Fluss der Sauerländerinnen konnten sie aber zunächst nicht stoppen. 

Schallow: "Ein 3:1 der ganz besonderen Art"

Beim 4:7 stockte allen Beobachtern der Partie kurz der Atem: Bei einer Finte kam die bis dato überragende Regisseurin der Cloppenburgerinnen unglücklich auf und musste von RCS-Physio Anne Schmitz schnellstens medizinisch versorgt werden. Zwar ging es für die Unglücksrabin nicht weiter, der TVC aber hatte keineswegs aufgesteckt. Punkt für Punkt kämpfte sich das Team heran und hatte beim 21:21 den Ausgleich tatsächlich geschafft. "Was nun folgte, war allerdings der Beweis, dass auch mit einem jungen Team die entscheidenden Punkte mit viel Mut zu sichern sind", berichtete Julian Schallow. Bis zum Spielende punktete nur noch der RCS und hatte beim 25:21 ein aus Sicht seines Trainers "3:1 der ganz besonderen Art" eingefahren.

So feierte das Team um MVP Michelle Henkies und die erneut überzeugende Bonnie Bastert noch bis spät in den Abend gemeinsam mit den Fans einen weiteren Auswärtserfolg, der das Punktekonto des RCS nach der Partie über die 30-Punkte-Marke, genauer gesagt auf 31 Punkte anhob. Wer diesen Punktestand zu Weihnachten den RCS-Mädels prophezeit hätte, der hätte wohl vor der Saison nur Kopfschütteln geerntet. 

Jetzt aber geben sich die Damen vom Sorpesee mit diesem Punktestand noch ganz und gar nicht zufrieden. Zum letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag wollen sie die Siegesserie fortsetzen und am liebsten gegen die Damen vom MTV Hildesheim einen Sieg vor eigenem Publikum einfahren.

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