3:2-Sieg in der Domstadt

Drittes Spiel, dritter Sieg: RC Sorpesee gewinnt knapp in Köln

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Nach dem Spiel in Köln war die Freude beim RC Sorpesee groß.

Köln/Sundern - Die Erfolgsserie hält an: Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben im dritten Ligaspiel den dritten Sieg gefeiert. Das 3:2 beim FCJ Köln II musste sich die Mannschaft von Trainer Julian Schallow aber hart erarbeiten.

Dass die Auswärtshürde in Köln für die Damen des RC Sorpesee kein leichtes Unterfangen werden sollte, das war allen fachkundigen Zuschauern schon vor der Partie klar. Wie rassig und umkämpft aber die Partie im Schulzentrum in Köln weiden dann wirklich werden sollte, damit hatten wohl nur die kühnsten Optimisten beider Lager gerechnet. "Das Spiel bot alles, was ein hochklassiges Volleyballspiel benötigt, vor allem Spannung bis zum grandiosen Finale", schwärmte Schallow.

Auszeit beim 11:13 aus RCS-Sicht im fünften Satz: Soeben hatte RCS-Kapitänin Kirsten Prachtel einen Aufschlag der Kölnerinnen nur sehr ungenau parieren können und fluchte leise vor sich hin. 30 Sekunden später war das Fluchen aber einer markigen Ansage gewichen: "Vollgas jetzt, das Ding drehen wir!" Gesagt, getan: Einen krachenden Block und zwei exzellente Gegenangriffe später war der RCS wieder voll auf der Höhe und die Spielführerin selbst machte den Deckel auf den 3:2-Erfolg der Sauerländerinnen im Rheinland. 15:13, 106:106 Punkte und alles abgerufen was ging: Da zogen alle Zuschauer auf der Tribüne ihren Hut vor den Hauptdarstellerinnen des Abends auf beiden Seiten und spendeten eifrig Beifall.

Zwei Gesichter in den ersten Sätzen

Im Spiel zuvor präsentierten die jungen Damen vom Sorpesee zwei Gesichter: Etwas verhalten und fast schüchtern starteten die Mädels ohne die angeschlagene Marie Metger gegen ein von Beginn an kompaktes und kampfstarkes Kölner Team in die Partie. Nach frühem Rückstand übernahm der RCS dann dennoch mehr und mehr die Initiative. Beim 14:10 war der Satz für den Moment gedreht und es folgten dennoch schlimme Minuten für die Gäste aus dem Sauerland: In einer Mischung aus Fehlern, unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen und famosen Kölner Aktionen ging der erste Durchgang verloren und Köln marschierte zum 25:22. 

Der Rückenwind war in Satz 2 deutlich spürbar: Das von Florian Hannich gecoachte Team des FCJ Köln legte einen Gang zu und beim RCS brachte Julian Schallow die Seinen zunächst nicht auf Spur. Eine gelbe Karte und zwei Auszeiten später war es dann doch soweit: Nach 11:17 holten die Gäste auf und sicherten sich im Sauseschritt Durchgang zwei, wenngleich man beim 25:23 am Ende doch noch einmal zittern musste - 1:1 in den Sätzen und alles auf Null. 

Fortan kontrollierten die Gäste die Partie und setzten vor allem in Aufschlag und Annahme Akzente. Zwar fightete Köln um jeden Punkt, die entscheidenden Big Points aber sicherten sich die beherzt zupackenden Damen aus dem Hochsauerland. Der Vorsprung wuchs und bis zum 20:25 konnte Köln nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

"1,5 Punkte gehen auf die Kappe der Blauen Wand"

Bis zum glücklichen Ende der Auswärtstour aber hatte der Volleyballgott an diesem Tag noch einen sehr schwierigen vierten Durchgang gestellt. Coach Schallow tobte an der Linie, die engen Entscheidungen aber fielen zugunsten der Gastgeberinnen aus. Köln wehrte stark ab und fand über die Mitte immer wieder Lücken im RCS-Block. Der Vorsprung wuchs und wuchs und beim 19:25 aus RCS-Sicht ging es in den Tie Break. Der Rest der Geschichte ist erzählt.

So freuten sich Team und mitgereiste Fans über zwei Punkte, von denen laut Schallow "an diesem alles andere als idealen  Volleyballtag mindestens 1,5 Punkte auf die Kappe der Blauen Wand gehen". Den verbleibenden halben Punkt sicherten sich die Mädels vom See mit schierem Willen und toller Moral. So bleiben sie nach diesem "Malochersieg", wie Co-Trainer Linus Tepe ihn treffend beschrieb, weiter ungeschlagen in der frisch gestarteten Saison.

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