Nina Schütz ist doppelte Deutsche Meisterin im Tischfußball

Eine echte Scharf“schütz“in

„Lass uns mal ne Runde kickern“ zählt sicherlich zu den meistgehörten Sätzen, wenn es um die Gestaltung eines launigen Kneipenabends geht.

Pech nur, wenn die aus Freienohl stammende Nina Schütz mit am Tisch sein sollte; sie darf sich nämlich seit dem vergangenen Wochenende gleich zweifache Deutsche Meisterin im Tischfußball nennen und zeigt, dass eben doch vielmehr dazugehören kann, als nur „mal eben ne Runde zu kickern“.

Die Leidenschaft für Tischfußball hat die 24-Jährige allerdings ebenfalls durch das Kickern mit Freunden in den Sauerländer Kneipen entdeckt. Als sie vor 4 1/2 Jahren im Rahmen ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin nach Nürnberg ging und dem dort ansässigen Tischfußballclub Nürnberg beitrat, ebnete sie sich mit diesem Schritt schließlich den Weg zur Profispielerin.

„Bei meinen ersten Turnieren im Verein haben mich die anderen total vom Tisch gefegt“, blickt Nina Schütz heute schmunzelnd auf die Anfänge zurück. Doch aus diesen deftigen Klatschen entwickelte die Meschederin schnell den Ehrgeiz, es bald genauso gut oder noch ein bisschen besser zu können. Die regelmäßige Praxis – noch heute trainiert Schütz mindestens zweimal die Woche, nach Möglichkeit auch einmal allein am Tisch – zahlte sich recht bald aus, erste Erfolge waren rasch zu verzeichnen. 2013 sollte schließlich endgültig ihr Jahr werden. In der normalen Saison mit den Herren (im Tischfußball ist die Herrenklasse auch für die Damen offen) von der zweiten in die erste Bundesliga aufgestiegen, errang die Auszubildende zunächst den bayerischen Landesmeistertitel (mit einem Sensationsfinalsieg gegen die amtierende Weltmeisterin Josefine Heber), ehe sie am vergangenen Wochenende in Medebach ihre herausragende Spielzeit mit den Deutschen Meistertiteln im Einzel und Doppel (gemeinsam mit Freundin und Spielpartnerin Franzi Reuther) krönte.

Vorerst jedenfalls, denn in rund vier Wochen könnte mit den Weltmeisterschaften im französischen Nantes ein Traum für Nina Schütz in Erfüllung gehen. Qualifiziert hat sie sich durch ihren Doppeltitel in jedem Fall, auch ihr Arbeitgeber hat bereits grünes Licht für eine Teilnahme gegeben. Sollte die kurzfristige Organisation ebenfalls noch reibungslos klappen, steht der „einmaligen Chance“, als die sie diese viertägige WM selbst beschreibt, nichts mehr im Wege.

Wie Nina Schütz die WM angeht und warum sie Tischfußball generell für erlernbar hält, lesen Sie auf ffi Seite 11. (Von Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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