Nina Schütz vor Debüt bei Tischfußball-WM

„Eine Sache des Kopfes“

Obwohl Tischfußball aufgrund zu geringer Mitgliederzahlen (etwa 6000 bis 7000 Mitglieder in Deutschland) noch keine offiziell anerkannte Sportart ist und die Bundesligaspiele zumeist auch nur wenig neutrale Zuschauer anlocken, ist das Interesse an einer Weltmeisterschaft enorm. Mit TV-Übertragungen (auch dieses Jahr wird Eurosport 2 live berichten) und Internet-Streams wurde die letzte WM von über zehn Millionen Fans weltweit mitverfolgt.

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Trotz dieser wahnsinnigen Reichweite sieht Nina Schütz ihrem möglichen WM-Debüt gelassen entgegen: „Ich habe doch nichts zu verlieren. Ich möchte die Zeit einfach nur genießen, denn wer weiß, wann so eine Chance mal wieder kommt“, erklärt die sympathische 24-Jährige. Statt Druck zu verspüren sei sie vielmehr stolz darauf, ihr Land bei solch einem Ereignis repräsentieren zu dürfen.

Während die WM also ein überaus realistisches Nahziel ist, strebt die Sauerländerin langfristig auf jeden Fall den Sprung in die Nationalmannschaft, und somit unter die acht besten deutschen Spielerinnen an; auch wenn sie selbst einräumt, dass ihr die „Multitable-Möglichkeit“, also die Fähigkeit, an allen sechs im Tischfußball existierenden Tischarten mit ihren Eigenheiten (Figuren- und Platzbeschaffenheit) zurechtzukommen, zurzeit noch ein wenig abgeht. „Aber ich bin ja noch recht frisch dabei und lerne jeden Tag dazu“, so Schütz, die Tischfußball generell für jedermann für erlernbar hält.

Reaktion, Geschicklichkeit, Hand- und Augenkoordination sowie die Fähigkeit, den Gegner „lesen“ und dessen bevorzugte Spielweise herausfinden zu können, sind für sie die wesentlichen Eigenschaften eines guten Spielers. „Tischfußball ist nicht nur eine Sache des Körpers sondern vor allem des Kopfes“, erklärt die Meschederin, auch wenn sie zugleich lachend einräumt, dass ihr nach den Deutschen Meisterschaften in Medebach durchaus alles weh tat.

Diesen Kopf sollte man auch als Kneipenbesucher künftig besser vorher einschalten, bevor man Nina Schütz „mal zu ner Runde kickern“ einlädt.

Wer nun Interesse am Tischfußball bekommen hat oder Nina Schütz auf ihrem Weg zur WM oder auch danach sponsorenmäßig unterstützen möchte, kann direkt über nina.schuetz@btfv.de per E-Mail Kontakt zu ihr aufnehmen. (Von Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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