"Einzigartiges Miteinander"

Deutsche Staffellauf-Meisterinnen feiern ihren Sieg

In Thieringhausen ließen sich die schnellsten Mädels Deutschlands – hier mit ihren Vereinskolleginnen – verdient und gebührend feiern. Foto: Silke Clemens

Thieringhausen. Gemeinsam mit Familienmitgliedern, Freunden und Vereinskollegen haben die erfolgreichen Staffelläuferinnen der Startgemeinschaft Olpe/Fretter am Sonntag  in Thieringhausen ihren überragenden Sieg bei den Deutschen Meisterschaften gefeiert. „Als die U 20-Mädels in Mönchengladbach auf dem Siegerpodest standen, das war einfach magisch“, erinnert sich der Leichtathlet Paul Breitbarth, der im Jugendheim eine Laudatio auf seine Vereinskolleginnen hielt.

So richtig glauben konnten die Sportlerinnen aus Olpe, Wenden und Attendorn auch auf der Meisterschaftsfeier noch nicht, was ihnen bei den Wettkämpfen in Mönchengladbach (U 20) und Bremen (U 16) gelungen war: Mit nur einer Woche Unterschied sicherten sich beide Teams der Startgemeinschaft Olpe/Fretter den Titel Deutscher Meister in der 4x100 Meter-Staffel (der SauerlandKurier berichtete). „Natürlich haben wir im Vorfeld beim Training alles gegeben, um uns auf die Meisterschaft vorzubereiten. Es hat sich aber niemand getraut, laut auszusprechen, dass wir vielleicht sogar gut genug sind, um den Meistertitel zu gewinnen“, sagt Tamara Müller, die in der U 20-Staffel an den Start ging, schmunzelnd. Gleiches gilt für die U 16-Athletinnen, denen der gleiche Coup nur eine Woche später in Bremen gelang. Wiebke Rosemeyer, die als Ersatzläuferin mit von der Partie war, berichtet, dass es bei der Aufregung während des Wettbewerbs absolut keinen Unterschied macht, ob man selbst läuft oder den Läuferinnen als Reservesportlerin im Hintergrund den Rücken stärkt. „Wir waren genauso nervös und haben die vier vom Rand aus lautstark angefeuert. Schlussendlich waren wir dann auch die ersten, die ihnen im Ziel um den Hals gefallen sind“, erinnert sich die Schülerin. Paul Breitbarth zufolge ist es insbesondere dem Vorsitzenden des Skiclubs Olpe, Karl-Heinz „Kalli“ Besting, und seinem guten Auge für Talente zu verdanken, dass die Kreisstadt über derart erfolgreiche Athletinnen verfügt. „Dieses tolle Miteinander von Sportlern, Trainern und Eltern ist in der deutschen Leichtathletik sicherlich einmalig“, stellte Breitbarth heraus.

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