Oberhundemerin überzeugt

Erster Wettkampf dieser Saison: Melina Schöttes endlich wieder auf der Loipe

Trotz Sturz war die Oberhundemerin froh, endlich wieder an einem Wettkampf teilgenommen zu haben.
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Trotz Sturz war die Oberhundemerin froh, endlich wieder an einem Wettkampf teilgenommen zu haben.

In dieser Zeit ist alles anders und Corona wirft natürlich auch den Kalender der Sportler durcheinander. Als im März des vergangen Jahres die Wettkampfsaison der Skilangläufer abgebrochen wurde, hatte jeder gehofft, dass im November eine normale Wintersaison startet. Über den Sommer konnten sporadisch Wettkämpfe durchgeführt werden, wie z.B. die Deutsche Rollskimeisterschaft im Berglauf, bei der die Oberhundemerin Melina Schöttes den Titel der Deutschen Meisterin erringen konnte. 

Oberhundem/Campra - Nach Trainingslehrgängen in Österreich und der Schweiz, durfte die 22-Jährige, natürlich unter strengen Coronaauflagen, beim internationalen FIS Swisscup in Campra nach Weihnachten an den Start gehen.

Im Tessin standen drei Wettkämpfe an drei Tagen auf dem Programm der Sportler. Beim Sprint über 1,3 Kilometer konnte Melina mit einer Zeit von 4:28,33 Minuten im Prolog mit Platz 11 von den gestarteten 51 Damen überzeugen und zog somit in die Finalläufe ein. Kam sie im Viertelfinale noch ungefährdet weiter, schied Melina im Halbfinale aus und belegte am Ende Platz 11.

„Im Prolog und Viertelfinale lief es richtig gut, im Halbfinale ging mir dann am Ende die Kraft aus, da habe ich schon gemerkt, dass es der erste Wettkampf in dieser Saison war. Auch beim 10 Kilometer lauf am zweiten Tag war ich recht platt, was mit Sicherheit auch der Höhe von 1500 Meter zu schulden war“, so die Oberundemerin nach den ersten zwei Wettkampftagen. Den Einzelstart in der freien Technik über 10 Kilometer beendete Melina nach 31:53,9 Minuten auf Platz 13.

Am dritten Tag stand ein Massenstartrennen in der klassischen Technik ebenfalls über 10 Kilometer auf dem Programm. Allerdings war das Rennen für Melina Schöttes schneller beendet als ihr lieb war. In aussichtsreicher Position in der Spitzengruppe kam die Oberhundemerin nach einer Kollision in einer Abfahrt nach circa drei Kilometern zu Fall und verletzte sich an der Schulter, sodass sie das Rennen vorzeitig beenden musste. „Es war wichtig, endlich mal wieder Wettkämpfe zu laufen, der Sturz war ärgerlich, aber ich hatte keine Chance, ich hoffe, dass es mit der Schulter bald wieder geht“, so Melina Schöttes.

Wie es in dieser Saison weiter geht, steht noch nicht fest. In Deutschland werden bis auf Weiteres keine Wettkämpfe stattfinden. „Ich hoffe, dass ich am kommenden Wochenende beim FIS Austria Cup starten darf, das ist aber abhängig vom Skiverband und den Auflagen des Ausrichters“, so Melina zu der weiteren Saisonplanung. Am darauf folgenden Wochenende ist der Auftakt der Visma Ski Classic Marathonserie in der Nähe von St. Moritz in der Schweiz geplant. Aufgrund von Coronaauflagen dürfen in diesem Jahr bei den meisten Skimarathons nur die Athleten der 35 eingetragenen „Profiteams“ laufen. Melina wird diese Saison für „Team Zipps“ an den Start gehen.

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