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Erstes Schneerennen seit April

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Von: Gregor Breise

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Langlauf DM Oberhof, Skihallensprint
Die Oberhundemerin Melina Schöttes in der Oberhofer Skihalle. © Kevin Voigt/Voigt

Deutsche Meisterschaft im Sprint und Zentrale Leistungskontrolle des Deutschen Skiverbandes hieß es jetzt für Melina Schöttes in Oberhof.

Allerdings stand für die Oberhundemerin das „dabeisein“ dieses mal an erster Stelle. „In den vergangenen Wochen musste das Training hinten an stehen. Ich habe mich auf mein Examen vorbereitet und hatte vergangene Woche meine letzte Prüfung, einen Tag später ging es dann direkt nach Oberhof“, so die 24-Jährige, die sich seit letzter Woche „Staatlich anerkannte Physiotherapeutin“ nennen darf. Aus diesem Grund ist sie auch im August und September nicht bei den Rollski-Weltcups in Lettland, Estland und Italien gestartet, für die sie eigentlich qualifiziert war.

Es war das erste Rennen auf Schnee, nach der Deutschen Meisterschaft Anfang April in Oberwiesenthal, allerdings dieses mal in der Skihalle im thüringischen Oberhof. Prolog über 1,4 km und die Finalläufe über 900 Meter waren die Vorgaben.

„Das fehlende Training habe ich schon gemerkt, vor allem im Prolog bin ich gar nicht richtig reingekommen, irgendwie fehlte die Spritzigkeit. In den letzten beiden Finalläufen ging es bedeutend besser.“ Dennoch hatte Melina sich für die Finalläufe in dem sehr stark besetzten Feld aus dem kompletten Kader der deutschen Nationalmannschaft, sowie dem A- und B-Kader der italienischen Mannschaften, qualifiziert. Am Sonntag stand ein Rollskiberglauf im Massenstart auf dem Programm 17 Kilometer mit 460 Höhenmetern. Nach 1:00:46 Stunden erreichte die Oberhundemerin als 11. in der Damenklasse das Ziel in der Ortsmitte von Oberhof.

„Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden. Ich wollte nach den Prüfungen einfach noch einmal Wettkämpfe laufen. Ich werde mich jetzt auf die kommende Wintersaison vorbereiten“, zieht Melina Schöttes ein positives Resümee und blickt noch einmal auf die letzten drei Jahre ihrer Ausbildung zurück. „Der Spagat zwischen Leistungssport und Ausbildung war nicht immer einfach, aber meine Ausbildungsstelle, die Berufsakademie für Therapieberufe in Bestwig, hat mich super unterstützt und mich für alle Trainingslehrgänge und Wettkämpfe freigestellt, dafür noch einmal vielen Dank. Ansonsten hätte ich in den vergangenen Jahren nicht an Rollskiweltmeisterschaften, Weltcups, Europa und Deutsche Meisterschaften teilnehmen können“, so die Oberhundemerin, die in den vergangene Jahren unter anderem Deutsche Meisterin im Rollskiberglauf, Platz 3 bei der Skimarathoneuropameisterschaft und Platz 5 bei der Rollski WM im Teamsprint erreichte. Aber auch der Plan für den kommenden Winter steht bereits. „Ab 1. Oktober arbeite ich in der Physiopraxis von Michael Arens in Kirchhundem, der mich bei meiner weiteren sportlichen Zukunft durch sehr flexible Arbeitszeiten unterstützt, so dass ich Arbeit, Training und Wettkampf unter einen Hut bekomme kann.“

Melina Schöttes wird auch in der kommenden Wintersaison das Hauptaugenmerk auf die Skimarathonszene legen. Wie in der vergangenen Saison wird die Oberhundemerin für das deutsche XC-Ski/AN Skimarathonteam bei den Profirennen der Ski Classic Serie an den Start gehen. Los geht es Mitte Dezember in Österreich mit dem Teamprolog, vorab stehen noch zwei Trainingslehrgänge in Seefeld und Ramsau auf dem Programm.

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