Sportjugend im KSB und SauerlandKurier stellen im Sport engagierte Jugendliche vor

Felix Lichterkus ist ein Ehrenamtler aus dem Bilderbuch

Felix Lichterkus engagiert sich sehr für die Jugend von SC LWL 05. Der 22-Jährige ist unser Ehrenamtler des Monats November.

Kreis Olpe - Im Programm  „Sports4Kids“ stellt die Sportjugend im Kreissportbund Olpe in Kooperation mit dem SauerlandKurier jeden Monat einen Ehrenamtler im Sport vor. Im Monat November wird Felix Lichterkus vom Sportclub Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen (LWL 05) für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Der 22-Jährige Attendorner ist "seit er denken kann"  auf dem Fußballplatz unterwegs. Ob als Spieler, Trainer, Betreuer, Fan oder als Stadionsprecher – bei Felix vergeht kein Tag ohne Fußball.

Alle Jugendteams durchlaufen

Angefangen hat seine Leidenschaft als kleiner Junge, als er selbst aktiver Spieler war. Er durchlief alle Jugendteams seines Heimatvereins und spielte zwei Jahre bei den Senioren in der 2. Mannschaft. 2018 zog er sich dann innerhalb von 10 Monaten zwei schwere Knieverletzungen zu, sodass er seine eigene Spielerlaufbahn notgedrungen an den Nagel hängen musste. Doch Felix lässt sich davon nicht abhalten, weiter in seinem Verein aktiv zu sein – ganz im Gegenteil.

Seit dem Jahr 2016 Trainer

Schon seit 2016 trainiert der gelernte Versicherungskaufmann Jugendmannschaften beim SC LWL 05. Dazu kam es jedoch eher durch einen glücklichen Zufall. Bei einem Spiel der C-Junioren war Not am Mann und so fuhr Felix als Unterstützung für den Trainer mit. Er war so begeistert von diesem Job, dass er sich entschied, dabeizubleiben. Zunächst war er drei Jahre lang für die C-Jugend des Vereins verantwortlich. 2017 erwarb er die Trainer-C-Lizenz, mit der er dann 2019 die zweite A-Jugend des Vereins übernahm. 

In der aktuellen Saison stellt er sich mit den neun- bis elfjährigen LWL-Kickern einer ganz neuen Herausforderung. „Die Mannschaft ist echt super! Die Spieler sind intelligent und wissbegierig. Es macht super viel Spaß, mit ihnen Woche für Woche zu arbeiten“, so Lichterkus über die E-Junioren. Doch nicht nur die Betreuung der Mannschaft und die Gestaltung der Trainingseinheiten gehören zu seinen Aufgaben als Trainer. Für seine Spieler denkt Felix sich immer wieder echte Highlights aus: seien es Trainingstrikots mit Lieblingszahl und Namen für alle Kinder, Ausflüge ins Stadion oder ein Campingausflug mit der gesamten Mannschaft.

Alternative Trainingseinheiten

Selbst durch die aktuelle Coronasituation lässt sich Felix nicht aus der Bahn werfen. Er dreht kleine Videoclips mit Trainingsübungen, die die Kinder zuhause alleine ausführen können. 

Sein Trainervorbild ist Christian Streich, Trainer des SC Freiburg. Felix bewundert vor allem seine Fähigkeiten an der Linie und findet ihn außerdem auch menschlich sehr sympathisch.

Felix` Motivation für das Traineramt ist so vielseitig wie sein Werdegang: Sowohl die Begeisterungsfähigkeit der Kinder, als auch die Vermittlung von Werten wie Respekt, Teamfähigkeit und Vertrauen, motivieren ihn immer wieder aufs Neue. Außerdem sieht er es als seine Aufgabe an, den Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Digitalisierung gute Gründe zu liefern, die Konsole mal auszulassen und mit der eigenen Mannschaft auf dem Platz zu stehen und Sport zu treiben.

Im LWL-Jugendvorstand

Seit 2019 ist Felix auch Mitglied im Jugendvorstand des SC LWL 05. Sein Zuständigkeitsbereich liegt dort bei der Betreuung der unteren Jugendmannschaften. Er unterstützt die Trainer der Teams, wenn Probleme auftreten und ist außerdem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Als Wunsch äußert der 22-Jährige, dass er in Zukunft gerne auch eigene Turniere für die Teams in seinem Verein organisieren möchte.

Dass der Attendorner wirklich alles für seinen SC LWL 05 tut, sieht man auch an der Tatsache, dass er seit 2018 auch als Stadionsprecher bei den Heimspielen der ersten und zweiten Herrenmannschaft fungiert. Für sein Engagement im Fußball wurde Felix Lichterkus 2019 sogar vom Deutschen Fußball-Bund geehrt und mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Er legt Wert darauf, zu betonen, dass das alles ohne seinen Verein nicht möglich wäre. Er sieht es nicht als selbstverständlich an, dass ihm als Trainer so viel Vertrauen entgegengebracht wird und er so die Möglichkeit hat, sich frei zu entfalten.

Ein Vorbild auf und neben dem Platz

Auf die Frage, ob er sich auch in 20 Jahren noch ehrenamtlich engagieren wird, ist Felix Lichterkus zuversichtlich: „Ich kann mir definitiv vorstellen, bis in meine alten Tage hinein ehrenamtlich zu arbeiten. Es macht mich stolz zu sehen, wenn meine Schützlinge sich positiv entwickeln, sowohl menschlich als auch sportlich. Dafür bin ich mir auch nicht zu schade, mal eine Bewerbung gegenzulesen, bei den Mathehausaufgaben zu helfen oder meine alten Abiklausuren zur Verfügung zu stellen. Und wenn ich dann merke, dass sich die Jungs auch in diesen Punkten weiterentwickeln, dann spüre ich, dass ich scheinbar das Richtige mache.“

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